Stauraum in der Fensterbank: So nutzen Sie die Sitzfläche doppelt
Richtig lüften und heizen: Die wichtigste Maßnahme gegen Feuchtigkeit Stoßlüften ist das A und O, aber nur, wenn Sie es richtig machen. Öffnen Sie zwei bis dreimal täglich für fünf bis zehn Minuten die Fenster weit – quer gegenüberliegende Fenster erzeugen Durchzug. Vermeiden Sie Dauerkippstellung: Sie kühlt die Wände aus, ohne die Luft auszutauschen. Im Schlafzimmer produziert jeder Mensch pro Nacht etwa einen halben Liter Feuchtigkeit. Decken Sie daher die Betten tagsüber auf, damit die Feuchtigkeit entweichen kann. In Bad und Küche nutzen Sie nach dem Duschen oder Kochen die Abluftventilatoren, sofern vorhanden, und lassen die Tür geschlossen, damit sich die Feuchtigkeit nicht in der Wohnung verteilt.
Eine tropfende oder verkalkte Duscharmatur ist in einer Mietwohnung nicht nur lästig, sondern auch ein häufiger Streitpunkt mit dem Vermieter. Bevor Sie tauschen, klären Sie die Rechtslage: Instandsetzungen der Wohnungsausstattung sind Sache des Vermieters. Ein eigenmächtiger Austausch kann als Vertragsverletzung gelten, selbst wenn Sie die neue Armatur fachgerecht montieren. Sicherer ist es, den Defekt schriftlich zu melden und den Vermieter um eine Reparatur zu bitten. Lehnt er ab, dürfen Sie nach angemessener Frist selbst aktiv werden – bewahren Sie aber unbedingt die alte Armatur auf, um sie bei Auszug wieder einzubauen.
Die Beleuchtung spielt eine unterschätzte Rolle für die Ordnung: Eine einzelne Deckenlampe wirft oft Schatten auf die Haken und Schuhfächer. Besser ist eine Kombination aus einer warmweißen Deckenleuchte und einer zusätzlichen Lichtquelle, etwa einer Wandlampe oder einem LED-Streifen unter dem Regal. Damit sehen Sie nicht nur besser, sondern der Flur wirkt auch größer. Achten Sie darauf, dass die Farbtemperatur warm (rund 3000 Kelvin) ist, damit der Eingangsbereich einladend statt klinisch wirkt. Vermeiden Sie jedoch Stehlampen im engen Flur – sie stehen im Weg und sind eine Stolperfalle.
Schallbrücken durch Türen und Fenster lassen sich mit Dichtungsprofilen aus Schaumstoff oder Gummi abdichten. Kontrollieren Sie die vorhandenen Dichtungen: Sind sie verhärtet oder rissig, tauschen Sie sie aus. Auch der Spalt unter der Tür spielt eine Rolle: Eine einfache Bodendichtung, die beim Schließen automatisch absenkt, blockiert Schall, Zugluft und Gerüche. Achten Sie darauf, dass die Profile sauber auf Maß geschnitten und ohne Falten angebracht werden, sonst entstehen neue Ritzen.
Der Flur ist die erste und letzte Station des Tages – und oft der Ort, an dem sich Jacken, Schuhe, Post und Schlüssel zu einem chaotischen Haufen vermischen. Bevor Sie jedoch neue Möbel kaufen, sollten Sie den vorhandenen Platz genau analysieren. Messen Sie die Wandflächen, notieren Sie die Tiefe des Flurs und überlegen Sie, welche Gegenstände täglich tatsächlich hier ihren Platz finden müssen. Nur so vermeiden Sie, dass Sie später an einer zu breiten Kommode vorbeischleifen oder die Tür nicht mehr ganz öffnen können.
Für den Boden gilt: Ein dichter, dünner Teppich mit Filzunterlage reduziert Trittschall und verringert die Schallreflexion auf harten Dielen. Bei Kork- oder Holzböden helfen elastische Zwischenlagen unter dem Estrich, aber das ist bereits ein größerer Eingriff. Eine einfachere Lösung sind lose verlegte Teppichbrücken im Flur oder unter Esstischen. Vermeiden Sie jedoch Teppiche, die nur in der Raummitte liegen, denn der Schall findet an den Rändern weiterhin harte Flächen – verteilen Sie die Textilien besser über die gesamte Fläche.
Feuchte Wände in der Mietwohnung sind kein Bagatellschaden, sondern der erste Schritt zu Schimmel. Bevor Sie jedoch zum Putzlappen greifen, stoppen Sie die Ursache. Prüfen Sie zuerst, woher die Feuchtigkeit kommt: Kondenswasser an kalten Außenwänden, ein defektes Rohr oder aufsteigende Feuchtigkeit aus dem Mauerwerk. Letztere erkennen Sie an Salzausblühungen und feuchten Stellen nahe dem Fußboden. Ein einfacher Test: Legen Sie eine Folie über Nacht auf die betroffene Stelle. Bilden sich innen Tropfen, ist es Kondensfeuchte; bleibt die Wand darunter nass, dringt Wasser von außen oder aus der Leitung ein.
Schimmel vermeiden Sie am besten, indem Sie die relative Luftfeuchtigkeit im Raum unter 60 Prozent halten. Ein Hygrometer zeigt Ihnen den Wert zuverlässig. Wenn die Luftfeuchtigkeit dauerhaft über 65 Prozent liegt, lüften Sie häufiger oder prüfen Sie, ob die Dichtungen der Fenster defekt sind. Auch das Trocknen von Wäsche in der Wohnung erhöht die Feuchtigkeit enorm – hängen Sie sie im Winter lieber in den Trockner oder auf den Balkon, falls vorhanden. Sind bereits schwarze Flecken an der Wand, behandeln Sie sie mit einem handelsüblichen Schimmelentferner, aber kratzen Sie den Schimmel nicht trocken ab – das verteilt Sporen in der Luft. Arbeiten Sie mit Atemschutzmaske und Handschuhen und lüften Sie dabei kräftig. Nach der Reinigung muss die Stelle gründlich trocknen, bevor Sie neu streichen.