5 Kriterien für sicheres Winterpaddeln im Spreewald
Besondere Vorsicht gilt an Burgen und Bauen. Die Eingänge liegen meist unter Wasser, die Wohnkammer darüber. Wenn Sie eine Burg sehen, fassen Sie sie nicht an und steigen Sie nicht darauf herum. Der Bau ist das Zuhause der Familie und kann einstürzen, wenn er belastet wird. Auch Biberdämme sollten Sie nicht überqueren: Sie sind oft weich und können nachgeben. Im Spreewald gibt es zudem Bereiche, die als Schutzgebiet ausgewiesen sind. Dort ist das Betreten von Uferzonen oft ganzjährig verboten. Informieren Sie sich vor der Tour bei der zuständigen Stelle oder achten Sie auf Schilder an den Einlässen.
Schließlich noch ein Tipp für alle, die mit dem Fahrrad unterwegs sind: Der Spreewald verfügt über gut ausgebaute Radwege, aber im Frühjahr liegen oft Äste und Zweige auf den Strecken. Fahren Sie langsamer als sonst und halten Sie an, wenn Sie ein Geräusch aus dem Unterholz hören – es könnte ein Reh sein, das die Wege kreuzt. Die Natur im Spreewald braucht im Frühling Ruhe, um sich zu entfalten. Wer mit Respekt unterwegs ist, wird mit unvergesslichen Eindrücken belohnt – und mit dem Wissen, dass er nicht zu denen gehört, die den Zauber der Landschaft durch Unachtsamkeit zerstören.
Am Ende gilt: Der Spreewald ist kein Ort, den man abhaken muss. Wenn Ihr Kind nach zwei Stunden sagt, es möchte lieber am Ufer Steine werfen, dann hören Sie darauf. Sie können die große Rundfahrt immer noch ein anderes Mal machen. Der entscheidende Tipp ist, die Erwartungen an das Kind anzupassen und nicht umgekehrt. Ein Nachmittag im Sand oder am flachen Wasser ist oft das Highlight, während die Erwachsenen die Ruhe genießen. Wer das verinnerlicht, kommt entspannt nach Hause – und die Kinder fragen schon auf der Rückfahrt, wann es wieder in den Spreewald geht.
Die wichtigste Ausrüstung: Schichten, Schwimmer und ein Notfallplan Die Kleidung sollte im Winter aus drei Schichten bestehen: einer feuchtigkeitsableitenden Basis, einer isolierenden Mitte und einer wind- und wasserdichten Außenhülle. Verzichten Sie auf Baumwolle, da sie Feuchtigkeit speichert und auskühlt. Stattdessen bewähren sich Merino oder Kunstfaser. Entscheidend sind außerdem Handschuhe, die auch mit nassen Fingern greifbar bleiben, und eine Mütze unter dem Helm. Ein Schwimmwesten-ähnlicher Auftriebskörper ist Pflicht – auch wenn viele Kanuten ihn im Sommer weglassen. Bei Wassertemperaturen um den Gefrierpunkt verliert ein Mensch ohne Schutz schon nach wenigen Minuten die Handlungskontrolle. Ein weiteres Muss ist ein Trockenbeutel mit Wechselkleidung, einem Feuerzeug und einer Rettungsdecke. Denken Sie an ein Handy in wasserdichter Hülle, aber verlassen Sie sich nicht auf Empfang: Notieren Sie die Position des nächsten Rettungspunktes auf Papier.
Ein weiteres Ärgernis ist die Mückenplage, die sich im Mai bemerkbar macht. Viele Spreewald-Besucher verzichten auf Insektenschutz, weil sie denken, es sei noch zu früh im Jahr – ein Irrtum. Gerade in den sumpfigen Bereichen schlüpfen die ersten Stechmücken, und die sind hungrig. Ein guter Insektenschutz auf die Haut und auf die Kleidung ist keine Empfehlung, sondern eine Notwendigkeit. Wer das ignoriert, kann die Tour nicht genießen. Achten Sie beim Kauf auf Produkte, die für den Kontakt mit Natur geeignet sind und keine schädlichen Chemikalien enthalten – das schützt auch die empfindlichen Gewässer.
Winterpaddeln im Spreewald ist eine der ruhigsten Möglichkeiten, die Flusslandschaft zu erleben – vorausgesetzt, die Vorbereitung stimmt. Anders als im Sommer gibt es keine lauten Boote, keine dichten Trauben an Kanus, dafür eisige Temperaturen und oft verschobene Ufer. Wer die folgenden Punkte beachtet, kommt trocken und entspannt zurück.
Der dritte Rundweg verläuft zwischen Raddusch und Straupitz und ist der längste mit elf Kilometern. Er führt über alte Deichwege und durch lichten Mischwald. Die Besonderheit: In den flachen Uferzonen brüten seltene Vögel. Halten Sie Abstand zu den Brutplätzen, die durch Schilder gekennzeichnet sind. Viele Wanderer übersehen diese Hinweise und erschrecken die Tiere – ein vermeidbarer Eingriff in die Natur. Zudem ist der Weg nicht vollständig beschildert. Verlassen Sie sich nicht auf Wegweiser allein, sondern orientieren Sie sich an markanten Einzelbäumen oder Brückenbauwerken.
Der entspannte Tagesplan: Weniger schaffen, mehr erleben Beginnen Sie den Tag mit einer frühen Kahnfahrt, wenn der Nebel noch über den Fließen liegt. Das ist nicht nur schön, sondern auch praktisch, weil die Boote dann noch nicht so voll sind. Nehmen Sie eine Brotzeit mit, aber rechnen Sie damit, dass die Kinder nach einer Stunde unruhig werden. Planen Sie daher einen Zwischenstopp an einer der vielen Wiesen ein, wo die Kleinen rennen und Blumen pflücken können. Nach der Rückkehr ist ein Mittagessen in einer Gaststätte mit Kinderspielplatz ideal – dann haben die Erwachsenen Ruhe, während die Kinder sich austoben. Am Nachmittag reicht ein Spaziergang auf einem der befestigten Wege; viele Familien unterschätzen, wie viel Naturerlebnis schon eine Stunde am Ufer bietet.