Wenn der neue Handtuchheizkörper wartet: Anschluss ans Badwasser und Entlüftung
Bei der Montage ist eine saubere Abdichtung der Wanddurchführung entscheidend. Verwenden Sie für den Wasseranschluss Hanf oder Teflonband und ziehen Sie die Überwurfmutter nicht mit übermäßiger Gewalt an – ein Riss im Gewinde ist die Folge. Der Abwasseranschluss bleibt meist bestehen, da das Dusch-WC in dieselbe Keramik mündet. Prüfen Sie aber die Dichtung am Übergang zwischen WC und Abwasserrohr. Wenn Sie ein Dusch-WC als Aufsatz auf ein bestehendes WC montieren, achten Sie darauf, dass das Gerät das Spülwasser nicht behindert und die Sitzposition nicht zu hoch wird.
Für die Automatisierung mit Sensoren gibt es zwei sinnvolle Ansätze: einen Windwächter, der bei Böen die Markise einfährt, und einen Sonnensensor, der bei starker Strahlung ausfährt. Der Windwächter sollte nicht zu empfindlich eingestellt sein, sonst klappt die Markise bei jeder leichten Brise ein. Stellen Sie die Schwelle so ein, dass sie bei regelmäßigen Winden in Ihrer Region gerade noch nicht auslöst. Der Sonnensensor hingegen braucht eine klare Sicht auf den Himmel – montieren Sie ihn nicht unter einem Vordach. Typischer Fehler: Die Sensoren werden erst nach der Montage verdrahtet und liegen dann quer zum Motor. Planen Sie die Kabelwege vom Sicherungskasten bis zum Sensor, bevor Sie bohren.
Ein letzter Punkt, den viele unterschätzen: die elektrische Leistung. Dusch-WCs haben je nach Modell einen Anschlusswert, der zwischen 1 und 3 Kilowatt liegt. Das belastet die bestehende Leitung – prüfen Sie den Kabelquerschnitt und die Absicherung im Sicherungskasten. Ein 1,5-Quadratmillimeter-Kabel reicht oft nicht aus. Wenn Sie die Leitung nicht eindeutig identifizieren können, ziehen Sie einen Elektriker hinzu – das ist keine Übertreibung, sondern schützt vor Brandgefahr. Denken Sie auch daran, dass der FI-Schutzschalter nach der Installation mit der Prüftaste getestet werden muss.
Ein typischer Fehler ist es, den Heizkörper erst nach dem vollständigen Öffnen des Absperrventils zu entlüften. Dabei schießt das Wasser oft mit hohem Druck heraus und kann die umliegende Wand beschädigen. Besser ist es, das Ventil nur teilweise zu öffnen, dann die Entlüftung durchzuführen und anschließend das Ventil ganz aufzudrehen. Prüfen Sie nach der Entlüftung alle Verbindungsstellen auf Feuchtigkeit – besonders die Überwurfmuttern und die Verschraubungen an der Armatur. Kleine Tropfen lassen sich meist durch leichtes Nachziehen stoppen, aber nur, wenn der Druck abgelassen wurde.
Der entscheidende Moment: Wasser aufdrehen und Druck aufbauen Nach dem Anschließen öffnen Sie das Absperrventil langsam. Drehen Sie es nur einen Spalt weit und warten Sie einige Sekunden, damit sich der Druck langsam aufbauen kann. Wichtig ist, dass Sie die Luft nicht im Heizkörper lassen. Öffnen Sie deshalb direkt nach dem ersten Öffnen des Ventils das Entlüftungsventil mit einem passenden Vierkantschlüssel oder einem Schraubendreher. Halten Sie ein Gefäß oder einen Lappen unter das Ventil, denn es tritt Wasser aus, sobald die Luft entwichen ist. Sobald ein gleichmäßiger Wasserstrahl austritt, ist die Entlüftung abgeschlossen – schließen Sie das Ventil wieder.
Prüfen Sie zuerst die seitlichen und oberen Falzspalte. Ideal sind Werte um zwei Millimeter, bei denen eine Dichtung noch zuverlässig arbeiten kann. Größere Abstände erfordern dickere Profile, die jedoch den Schließmechanismus belasten. Messen Sie deshalb an mehreren Punkten mit einem Zollstock oder einer Schieblehre. Ein häufiger Fehler ist der Einsatz zu weicher Dichtungen, die zwar gut abdichten, aber die Tür nicht mehr ins Schloss fallen lassen. Für den Nachrüstfall eignen sich selbstklebende Schaumstoffbänder, die Sie auf die Falzkante aufbringen. Achten Sie darauf, dass die Tür nach dem Aufkleben noch leichtgängig bleibt und nicht schleift.
Bevor Sie einen neuen Handtuchheizkörper an die vorhandene Badarmatur anschließen, prüfen Sie zuerst die Anschlussmaße. Messen Sie den Abstand der beiden Wandanschlüsse und vergleichen Sie ihn mit den Ventilen des Heizkörpers. Häufig passt das Gewinde nicht direkt, dann benötigen Sie Distanzstücke oder einen flexiblen Anschlussschlauch. Achten Sie darauf, dass alle Dichtungen sauber und unbeschädigt sind. Bei konischen Gewinden hilft Hanf oder ein zugelassenes Dichtband, bei flachdichtenden Verbindungen genügen neue Dichtringe.
Schließen Sie zuerst das Absperrventil an der Zuleitung und öffnen Sie das Entlüftungsventil am alten Heizkörper, damit kein Restdruck im System bleibt. Danach können Sie den alten Heizkörper demontieren. Reinigen Sie die Anschlussgewinde von alten Dichtungsresten, sonst dichtet der neue Anschluss nicht zuverlässig. Montieren Sie den Handtuchheizkörper an die Wandhalterungen, bevor Sie die Rohrverbindungen festziehen. Ziehen Sie die Überwurfmuttern nicht mit übermäßiger Gewalt an – das verformt Dichtungen und kann später zu Undichtigkeiten führen.