Wenn du selbst Maß nimmst: diese Werte bestimmen die Schnittgröße
Warum Hitze und Reibung die Fusselursache sind Leinen besteht aus Flachsfasern, die von einer dünnen Wachsschicht umgeben sind. Wird diese Schicht durch zu heißes Bügeln oder starkes Schleudern zerstört, brechen kurze Fasern aus und bilden Fusseln. Deshalb gilt: Bügeln nur bei mittlerer Temperatur und möglichst auf der linken Seite, am besten noch leicht feucht. Beim Schleudern nie mehr als 600 Umdrehungen pro Minute einstellen. Ein Trockner ist tabu, weil die mechanische Bewegung im Trommelinneren die Faser aufraut.
Zum Schluss wird die Tischdecke erneut gebügelt, diesmal mit Dampf und einem Tuch dazwischen. Die Kanten sollen glatt aufliegen, ohne sich einzurollen. Bei sehr großen Flächen lohnt es sich, die Länge vor dem Säumen einmal auf dem Tisch auszulegen und die Ecken mit Stecknadeln zu markieren. Nach dem Nähen kontrolliert man alle vier Ecken auf gleiche Länge. So entsteht eine Tischdecke, die gerade hängt und deren Ecken auch nach mehreren Wäschen ihre Form behalten.
Wenn nach dem Dekatieren doch Fusseln auftreten, liegt es meist an einer zu rauen Unterlage oder an einem verschmutzten Bügeleisen. Die Sohle regelmäßig mit einem feuchten Tuch abwischen, solange sie handwarm ist. Kalk- oder Stärkerückstände wirken wie Schmirgelpapier. Für hartnäckige Fälle hilft ein kurzes Bad in lauwarmem Wasser mit einem Teelöffel Zitronensäure auf zwei Liter. Danach gründlich spülen und ohne Schleudern trocknen. So bleibt Leinen glatt und fusselarm, ohne dass die Faser beschädigt wird.
Wenn der Transporteur weiterhin nicht greift, kontrolliere zum Schluss die Verbindung zwischen Transporteur und Exzenterwelle. Eine gelockerte Schraube oder ein ausgeschlagenes Lager führt dazu, dass die Bewegung nicht mehr vollständig übertragen wird. In diesem Fall muss das Gestänge nachgestellt oder das Lager ersetzt werden. Mit diesen Schritten lässt sich das Verschieben des Stoffes in den meisten Fällen zuverlässig beheben.
Ein häufiger Fehler ist der Griff zu Weichspüler. Der überzieht die Faser mit einem Film, der zunächst weich wirkt, aber die Struktur verklebt. Nach einigen Wäschen bricht dieser Film auf und nimmt Fasern mit. Besser ist eine milde Seife oder ein flüssiges Feinwaschmittel ohne Enzyme und ohne Bleiche. Auch zu viel Waschmittel schadet, weil Rückstände die Faser steif machen und beim anschließenden Reiben Fusseln lösen.
Den Hosensaum auf die linke Seite umklappen und bügeln. Den abgetrennten Originalsaum rechts auf rechts auf den Hosensaum stecken, sodass die Kanten bündig liegen. Mit einem Geradstich knapp an der ursprünglichen Naht entlang nähen. Dann den Saum nach unten klappen und die Nahtzugabe nach innen einschlagen. Von rechts mit einem unsichtbaren Stich oder mit der Blindstichfunktion der Nähmaschine annähen. Wichtig: Die Naht nicht zu fest ziehen, sonst wellt sich der Stoff.
So übertragen Sie die Linie sauber auf den Sto
Notiere alle Werte mit Datum und der verwendeten Kleidungsschicht. Prüfe vor dem Zuschnitt, welche Zugabe das Schnittsystem bereits enthält und wie viel Bewegungszugabe der Stoff benötigt. Ein dehnbarer Jersey braucht weniger, ein fester Webstoff mehr. Wer diese Werte kennt und die Nahtzugaben gezielt anpasst, spart sich das mühsame Ändern am fertigen Stück und erhält eine Passform, die tatsächlich zum eigenen Körper passt.
Leinen fusselt beim Dekatieren vor allem dann, wenn die Faser durch Hitze, Reibung oder falsche Chemie aufgeraut wird. Wer die natürliche Glätte der Leinenfaser erhalten will, muss die Schuppenschicht schonen. Das gelingt nur, wenn Temperatur, Mechanik und Wasserhärte zusammenpassen. Die folgenden vier Methoden sind erprobt und lassen sich mit Hausmitteln umsetzen.
Beim eigentlichen Saum näht man knapp an der Innenkante des Einschlags entlang, mit einer Stichlänge von etwa 2,5 mm. Bei großen Flächen empfiehlt sich Nähen von der Mitte nach außen, damit der Stoff nicht geschoben wird. Ein gleichmäßiger Nähfußdruck und eine leichte Führung mit beiden Händen verhindern Wellen. Typische Fehler sind ein zu breiter Saum, ungleichmäßiger Einschlag und das Versäumen des Bügelns vor dem Nähen. Ein weiterer häufiger Fehler: die Ecken zu früh zu schließen, bevor die Kantenlänge endgültig kontrolliert wurde.
Wer Leinen nach dem Waschen dekatieren will, sollte es nie tropfnass bügeln. Die Feuchtigkeit verdampft zu schnell, die Hitze steigt schlagartig und verbrennt die Faserspitzen. Stattdessen das Stück in ein Baumwolltuch einschlagen und leicht antrocknen lassen, bis es sich kühl-feucht anfühlt. Dann mit einem Dampfbügeleisen ohne Dampfstoß arbeiten, in gleichmäßigen Zügen, ohne aufzusetzen. Ein Bügelbrett mit weichem Bezug verhindert, dass die Kanten der Unterlage die Faser abschaben.
Zunächst wird der Stoff gewaschen, getrocknet und gebügelt, damit er nicht später einläuft. Dann schneidet man alle vier Seiten exakt gerade, am besten mit einem langen Lineal und einem Rollschneider auf einer großen Schneidematte. Ein Brett von mindestens 100 cm Länge hilft, die Kante wirklich rechtwinklig zu halten. Wer hier ungenau arbeitet, bekommt diesen Fehler an jeder Seite wieder. Die fertige Tischdecke sollte an jeder Kante etwa 3 bis 4 cm Überhang haben, je nach Wunsch.