Wenn Fugen gründlich sauber werden sollen, hilft Backpulver
Farbreste sind der häufigste Grund, warum Pinselborsten verkleben und Rollenflore verfilzen. Wer Werkzeug nach dem Streichen nur kurz unter den Wasserhahn hält, riskiert, dass Reste in den Wurzelbereich eindringen und dort aushärten. Die Folge: borstige Pinsel, die keine saubere Kante mehr ziehen, und Rollen, die Farbe ungleichmäßig abgeben. Die Rettung ist einfach: sofort nach Gebrauch gründlich auswaschen, bevor irgendetwas antrocknet. Wer das einmal verinnerlicht, spart sich den Neukauf und ärgert sich nicht über schlampige Ergebnisse.
Vor dem zweiten Anstrich ist ein kurzer Zwischenschliff sinnvoll, aber nur bei Bedarf. Unebenheiten, Farbnasen oder eingetrocknete Tropfen werden mit feinem Schleifpapier angeglichen. Danach den Staub vollständig entfernen, sonst bindet die neue Farbe nicht. Bei stark saugenden Untergründen kann eine Grundierung die Saugfähigkeit ausgleichen und dafür sorgen, dass beide Schichten gleichmäßig trocknen. Das verlängert zwar die Wartezeit, verbessert aber das Ergebnis erheblich.
Beim Anmischen der Ausgleichsmasse zählt das genaue Verhältnis von Wasser und Pulver. Zu viel Wasser macht die Masse weich und sie verliert an Festigkeit. Zu wenig Wasser führt dazu, dass sie nicht richtig verläuft. Angerührt wird mit einem Rührwerk, nicht per Hand, damit keine Klumpen entstehen. Die Masse wird in Abschnitten aufgebracht und mit einer Rakel verteilt. Luftblasen lassen sich mit einer Stachelwalze entfernen. Wer zu schnell arbeitet und die Masse zu dünn aufträgt, riskiert Risse.
Zuerst wird die Fläche gereinigt und von losen Teilen befreit. Kleberreste, Farbabplatzungen oder alte Teppichreste müssen vollständig entfernt werden. Danach folgt die eigentliche Kontrolle: Eine lange Wasserwaage oder ein Richtscheit zeigt, wo der Boden abweicht. Toleranzen sind je nach Belag unterschiedlich. Bei Parkett und Laminat sind drei Millimeter auf zwei Metern meist die Obergrenze. Bei Fliesen darf es oft etwas mehr sein, bei Vinyl und Teppichboden ist die Fläche besonders empfindlich. Wer diese Werte nicht einhält, bekommt später Probleme mit der Nutzschicht.
So prüfen Sie, ob die erste Schicht wirklich bereit ist Ein Fingerdruck auf eine unauffällige Stelle sagt mehr als jede Uhr. Bleibt der Fingerabdruck sichtbar oder fühlt sich die Fläche kühl und leicht klebrig an, ist die Farbe noch nicht bereit. Ein zweiter Test: Reiben Sie mit dem Handrücken über die Wand. Färbt sich die Haut ab, obwohl die Oberfläche trocken wirkt, ist die Schicht noch nicht durchgehärtet. Auch ein leichter Geruch nach Lösemittel oder Feuchtigkeit zeigt, dass die Lösemittel noch nicht vollständig entwichen sind. Erst wenn die Fläche sauber, trocken und geruchsfrei ist, darf die nächste Lage folgen.
Erst ausgleichen, dann verlegen Für kleinere Unebenheiten reicht eine Spachtelmasse, die mit einem Zahnspachtel oder einer Glättkelle aufgetragen wird. Bei größeren Unterschieden kommt eine Ausgleichsmasse zum Einsatz, die selbstverlaufend ist und sich an die Gegebenheiten anpasst. Wichtig ist die richtige Vorbereitung: Der Untergrund muss trocken, sauber und saugfähig sein. Saugfähige Flächen werden vorher grundiert, sonst entzieht der Untergrund der Masse das Wasser und die Verbindung hält nicht. Die Grundierung trocknet je nach Produkt unterschiedlich lange – diese Zeit muss eingehalten werden, sonst blättert die Spachtelschicht ab.
Wo Backpulver an seine Grenzen stößt Backpulver ist kein Allheilmittel. Bei Schimmel in den Fugen reicht es nicht aus, weil es die Pilzsporen nicht abtötet. Hier hilft eine Mischung aus Backpulver und Wasserstoffperoxid, die man ebenfalls einige Minuten einwirken lässt. Auch bei sehr alten, tief eingedrungenen Verschmutzungen oder bei Zementfugen, die bereits porös sind, bringt das Hausmittel wenig. Wer dann mit einer Drahtbürste nachhilft, zerstört die Fugenoberfläche und schafft neue Angriffsflächen für Schmutz. Besser ist es, die Fugen nach der Reinigung mit einer speziellen Versiegelung zu behandeln, damit sie länger sauber bleiben.
Für die regelmäßige Pflege reicht es, die Fugen einmal pro Woche mit einer warmen Backpulverlösung abzuwischen. So bildet sich gar nicht erst ein hartnäckiger Belag. Wer empfindliche Oberflächen wie Naturstein oder unbehandeltes Holz hat, sollte vorher an einer unauffälligen Stelle testen, ob das Hausmittel Spuren hinterlässt. Nach dem Reinigen immer gut nachspülen und die Fläche trocken wischen, damit keine Rückstände bleiben. Mit dieser einfachen Methode bleiben die Fugen sauber, ohne dass die Oberfläche Schaden nimmt.
Die zweite Schicht wird dünner aufgetragen als die erste. Zu viel Material führt zu Läufern und einer ungleichmäßigen Trocknung. Rollen Sie in gleichmäßigen Bahnen, ohne den Ansatz der vorherigen Bahn zu überschreiten, solange die Farbe noch nass ist. Nach dem Trocknen zeigt sich, ob die Deckkraft ausreicht. Reicht sie nicht, ist eine dritte Schicht möglich, aber nur nach erneuter Trockenpause. Wer diese Zeiten einhält, bekommt eine Oberfläche, die gleichmäßig deckt, nicht klebt und auch nach Jahren noch intakt ist.