Was Lehmwände im Haus bewirken und wann sie schaden
Wer keinen festen Gästebereich einrichten will, kann auf mobile Lösungen setzen. Eine hochwertige Luftmatratze mit integrierter Pumpe lässt sich in einem Schrank verstauen und im Wohnzimmer aufstellen. Wichtig ist eine Unterlage, die vor Kälte vom Boden schützt, sonst wird es nachts unangenehm. Für mehr als zwei Nächte ist das jedoch selten eine gute Dauerlösung. Prüfe vor jedem Besuch, ob der Raum, in dem das Bett stehen soll, abends wirklich frei ist – ein Wohnzimmer, das abends noch genutzt wird, taugt nicht als Schlafplatz.
Ein Teppich im Esszimmer muss so groß sein, dass alle Stühle mit ihren Vorderbeinen darauf stehen, wenn sie vom Tisch weggezogen werden. Als Faustregel gilt: Der Teppich sollte mindestens 60 Zentimeter über die Tischkante hinausragen, an jeder Seite. Ist er zu klein, rutschen die Stühle ständig über die Kante, der Teppich wellt sich und der Holzboden leidet genau dort, wo die Belastung am größten ist. Wer einen runden Tisch hat, wählt einen runden oder achteckigen Teppich; bei einem rechteckigen Tisch passt ein rechteckiges Modell. Ein zu kleiner Teppich ist der häufigste und teuerste Fehler.
Bodengleiche Duschen wirken großzügig, verlangen aber einen Eingriff in die Decke. In Holzbalkendecken, wie sie im Altbau üblich sind, ist das nur mit statischer Prüfung und meist mit einer Aussparung zwischen den Balken möglich. Wer das scheut, wählt eine flache Duschwanne von wenigen Zentimetern Höhe oder einen gefliesten Podest. Der Podest löst gleich zwei Probleme: Er schafft Raum für die Abwasserleitung und trennt den Duschbereich optisch ab. Die Höhe sollte aber nicht mehr als zwölf Zentimeter betragen, sonst wird der Einstieg zur Stolperfalle.
Die Pflege ist einfach. Staub lässt sich trocken abwischen, leichte Verschmutzungen mit einem feuchten Tuch entfernen. Tiefere Kratzer können mit etwas Lehmputz ausgebessert werden. Wichtig ist, dass die Wand atmen kann und nicht mit Möbeln oder dichten Verkleidungen vollständig abgedeckt wird. Wer diese Grundregeln beachtet, hat eine Wand, die im Sommer kühlt, im Winter Feuchtigkeit abgibt und das Raumklima spürbar stabilisiert.
Pflanzen im Bad sind nur dann heilkräftig, wenn sie zum Klima passen. Hohe Luftfeuchtigkeit vertragen Farne, Efeu und Bogenhanf; ein Bogenhanf gibt nachts sogar Sauerstoff ab. Staunässe schadet allen – Töpfe mit Abzugsloch und Untersetzer sind Pflicht. Wer kein Tageslicht hat, wählt robuste Sorten und gießt seltener. Ein typischer Fehler ist das Aufstellen direkt neben der Wanne: Spritzwasser und Seifenreste setzen den Wurzeln zu. Besser steht die Pflanze auf einem Hocker in der Ecke.
Licht, Wärme und Wasser – die drei stillen Helfer Licht steuert die Ausschüttung von Melatonin. Kerzen oder indirektes, warmweißes Licht unter 2700 Kelvin signalisieren dem Gehirn: Tag ist vorbei. Wer eine Deckenlampe nutzt, arbeitet gegen die eigene Entspannung. Achten Sie darauf, dass keine Lichtquelle direkt ins Gesicht strahlt; ein Podest neben der Wanne genügt. Die Wassertemperatur sollte zwischen 36 und 38 Grad liegen. Darüber belastet das Herz-Kreislauf-System, darunter fehlt der Wärmeeffekt. Wer länger als 20 Minuten badet, riskiert Kreislaufprobleme – Handtuch und Wasser in Reichweite sind keine Kleinigkeit, sondern Sicherheit.
Für Innenräume kommen vor allem drei Verarbeitungsformen infrage: Lehmputz, Lehmbauplatten und gestampfter Lehm als Sichtfläche. Lehmputz wird in zwei bis drei Lagen aufgetragen, wobei die Unterlage vorher angefeuchtet wird, damit der Putz haftet und nicht zu schnell austrocknet. Lehmbauplatten lassen sich ähnlich wie Trockenbauplatten verarbeiten, sind aber schwerer und sollten vor dem Verschrauben auf Raumtemperatur gebracht werden. Gestampfter Lehm eignet sich für einzelne Wandabschnitte, nicht für ganze Wände, weil er sehr viel Masse mitbringt.
Auch die Wandfarbe entscheidet mit. Sehr dunkle Töne an der Fensterwand absorbieren Licht, während helle, matte Oberflächen es reflektieren und verteilen. Wer auf Akzentwände nicht verzichten möchte, sollte sie an der Wand gegenüber dem Fenster setzen, nicht daneben. Spiegel sind ebenfalls hilfreich, aber sie müssen richtig platziert werden: Gegenüber einem Fenster verdoppeln sie den Lichteinfall, an einer dunklen Innenwand bringen sie kaum etwas. Ein zu großer Spiegel wirkt jedoch schnell unruhig, besonders wenn er direkt neben Regalen hängt.
Auch der Untergrund entscheidet über den Erfolg. Lehmputz haftet nicht auf dichten, glatten Flächen wie Fliesen oder lackiertem Beton. Dort muss zuerst ein Haftgrund oder ein Putzträger angebracht werden. Auf feuchten Kellermauern ist Lehm ungeeignet, solange die Ursache der Feuchtigkeit nicht beseitigt ist. Er kann Feuchtigkeit puffern, aber nicht dauerhaft gegen eindringendes Wasser arbeiten. Wer Lehm im Bad oder in der Küche einsetzt, sollte nur die Flächen wählen, die nicht direkt Spritzwasser ausgesetzt sind.
Der erste Hebel ist der Duft. Ätherische Öle wirken nur, wenn sie verdünnt und dosiert eingesetzt werden. Für ein Vollbad reichen sechs bis acht Tropfen in einem Esslöffel Trägeröl oder Sahne – pur ins Wasser gegeben, brennen sie auf der Haut und verflüchtigen sich zu schnell. Wer empfindliche Schleimhäute hat, startet mit zwei Tropfen und testet an einem Fußbad. Typischer Fehler: mehrere Öle mischen, weil sie „alle gut tun". Besser ist ein einziges, klar erkennbares Aroma, etwa Lavendel, Rosmarin oder Fichtennadel. Bei ätherischen Ölen niemals direkt am Auge hantieren und den Raum danach lüften.