Wenn die alte Platte stört: neue Arbeitsplatte an einem Wochenende

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Typische Fehler wiederholen sich: zu tiefe Möbel, Haken in einer Reihe über die ganze Wand, ein Schuhregal ohne Begrenzung und ein Spiegel, der den letzten freien Zentimeter beansprucht. Wer vor dem Kauf die Breite der längsten Jacke und die Schuhgröße aller Bewohner misst, vermeidet die meisten Probleme. Ein Flur von zwei Quadratmetern funktioniert, wenn jedes Teil eine Aufgabe hat und keine Fläche doppelt belegt wird.

Worauf bei Einbau und Ausrichtung zu achten i

So verlegen Sie Laminat im Bad fachgerec

Saubere Übergänge entstehen nur mit passenden Profilen. An Türen wird der Boden getrennt, damit jedes Feld für sich arbeiten kann. Ein Übergangsprofil wird auf dem Boden oder in der Türschwelle verschraubt, nicht geklebt, damit es sich später lösen lässt. Bei unterschiedlichen Höhen – etwa Fliesen im Bad und Kork im Flur – gleicht eine passende Schiene den Niveauunterschied aus. Wichtig ist, das Profil auf dem fertigen Boden zu montieren und die Dehnungsfuge darunter nicht zu verdecken.

Klick-Vinyl mit Korkkern ist dünner und formstabiler. Die Klickverbindung hält auch bei kleinen Bewegungen, das Material quillt nicht bei Feuchtigkeit und lässt sich in Küche und Flur problemlos einsetzen. Kork-Fertigparkett besteht aus einer Nutzschicht Kork auf einem Träger aus Holz oder HDF. Es fühlt sich wärmer an, ist fußfreundlicher und leiser, reagiert aber empfindlicher auf Feuchtigkeit und braucht mehr Randabstand. In Räumen mit viel Wasser – Bad, offene Küche – ist Klick-Vinyl die sicherere Wahl; im Wohn- und Schlafzimmer spielt Fertigparkett seine Stärken aus.

Korkboden in einer Mietwohnung zu verlegen ist kein handwerkliches Problem, sondern ein Mietrechts- und Schallproblem. Wer den falschen Aufbau wählt, riskiert, dass der Vermieter beim Auszug die Rückgabe des Originalbodens verlangt. Wer den Trittschall unterschätzt, bekommt Post von der Hausverwaltung. Deshalb zuerst klären: Was liegt unter dem Kork, was darf verändert werden, und wie hoch darf der Aufbau insgesamt sein, ohne dass Türen klemmen.

Zwei Systeme sind üblich. Klick-Vinyl mit Korkschicht ist dünn, meist schwimmend verlegt, und lässt sich in wenigen Stunden zurückbauen. Kork-Fertigparkett dagegen hat eine echte Korknutzschicht und eine Trägerplatte, ist dicker und schwerer, und braucht mehr Randabstand. Für Mietwohnungen mit unbekannter Restmietdauer ist Klick-Vinyl praktischer. Kork-Fertigparkett lohnt sich, wenn ohnehin mehrere Jahre geplant sind und der Boden mitgenommen werden soll.

Ein weiterer häufiger Fehler ist das Verkleben. Klick-Vinyl und Kork-Fertigparkett werden schwimmend verlegt, nicht vollflächig verklebt. Wer klebt, verliert die Entkopplung und bekommt den Boden bei Auszug kaum zerstörungsfrei heraus. Ausnahme: sehr große Flächen oder starke Unebenheiten, dann ist ein Fachbetrieb sinnvoll. Unebenheiten über drei Millimeter pro Meter vorher ausgleichen, sonst klappern die Klickverbindungen und die Nutzschicht bricht an den Kanten.

Saubere Übergänge sind der zweite Streitpunkt. An Türzargen wird der Belag unter der Zarge durchgeführt, nicht davor gestoßen. Dazu die Zarge leicht unterschneiden, den Boden einschieben, dann erst die Klickreihe schließen. An Übergängen zu Fliesen oder Teppich eine Übergangsprofile verwenden, die im Boden verankert und nicht nur aufgeklebt wird. Dehnungsfugen an Türdurchgängen nicht vergessen: pro acht bis zehn Metern Raumlänge eine Fuge, sonst wölbt sich der Boden im Sommer. Wer diese Punkte einhält, hat einen Boden, der leise bleibt, sich zurückbauen lässt und beim Auszug keine Diskussion mit dem Vermieter auslöst.

Trittschall: der Punkt, an dem die meisten Verlegungen scheitern Trittschall entsteht, wenn Schritte die schwimmende Fläche anregen und die Energie über die Wände in die Nachbarwohnung geht. Entscheidend ist deshalb nicht die Korkoberfläche, sondern die Entkopplung darunter. Eine Trittschalldämmung mit mindestens der im Mietvertrag oder in der Hausordnung geforderten Dämmwirkung ist Pflicht. Typischer Fehler: Dämmung stoßen an Stoßen verlegen, ohne die Stöße zu überlappen, oder die Dämmung bis an die Wand führen, während der Boden mit Randabstand liegt. Dann entsteht eine Schallbrücke. Richtig ist, die Dämmung mit etwa fünf Zentimetern Überlappung an den Stößen zu verlegen und sie bis zur Wand zu führen, den Bodenbelag aber mit acht bis zehn Millimetern Abstand zur Wand zu halten.

Zuerst das Aufmaß. Gemessen wird nicht an der Wand, sondern an der Außenkante der Unterschränke, und zwar an mehreren Stellen: vorn, hinten und in der Mitte. Wände sind selten gerade, Winkel selten exakt neunzig Grad. Differenzen von mehreren Millimetern sind normal. Wer nur einmal misst, bekommt später Spalten oder eine Platte, die nicht aufliegt. Alle Ausschnitte für Spüle, Kochfeld und Armaturen werden von der alten Platte übernommen oder aus den beiliegenden Schablonen übertragen und auf die neue Platte angezeichnet – mit Bleistift und Kreppband, damit die Markierung beim Sägen nicht verrutscht.