Neue Fensterbank innen: Aufmaß vor Materialwahl
Vor dem Bohren den Schrankkorpus ausrichten, damit die Sockellinie waagerecht verläuft. Die Schienen auf den Boden legen, mit einer Wasserwaage prüfen und die Bohrlöcher markieren. Bei Fliesen zuerst mit einem Glas- und Fliesenbohrer durch die Glasur arbeiten, sonst platzt der Rand. Die Schublade einsetzen, mehrfach ein- und ausfahren und erst dann die Sockelblende anschrauben. Die Blende muss oben einen Spalt zur Schrankunterkante behalten, sonst streift sie beim Öffnen. Häufige Fehler: zu kurze Schienen, die das Gewicht nicht tragen, Schrauben, die in die Tür oder den Korpus ragen, und eine Blende, die bündig mit dem Boden abschließt und deshalb schleift.
Zum Schluss wird die Funktion geprüft, indem man Wasser gezielt auf die Bank gießt und beobachtet, ob es an der Wandseite oder an den Enden austritt. Trocknet die Fuge nicht innerhalb eines Tages, sitzt die Dichtung nicht richtig. Eine korrekt montierte Aluminiumbank braucht keine Nacharbeit – sie bleibt dicht, solange das Gefälle stimmt und die Dichtebene durchgängig ist.
Wie viele Anschlüsse pro Raum und Wand tatsächlich sinnvoll sind Im Wohnzimmer rechnet man pro Wand mindestens eine Steckdose ein, an Fernsehwänden und Sofapositionen besser zwei bis drei. Fernseher, Receiver, Konsole, Soundanlage und Router brauchen eigene Anschlüsse, weil Mehrfachstecker die Wärme stauen und die Fehlersuche erschweren. Für Stehlampen an der Sofaecke ist eine Dose neben der Sitzfläche praktisch, gleiches gilt für eine Dose hinter dem Sideboard. Schalter für die Grundbeleuchtung gehören an die Türzarge, auf der Seite, zu der die Tür aufschlägt, mit einer Höhe von etwa 105 Zentimetern. Wechselschalter oder Taster für eine zweite Lichtquelle am Sofa ersparen später den Weg quer durch den Raum.
Die richtige Höhe einer Pendelleuchte über dem Esstisch lässt sich nicht nach Gefühl festlegen. Als Faustregel gilt: Die Unterkante der Leuchte sollte zwischen 75 und 85 Zentimetern über der Tischplatte liegen. Bei niedrigen Räumen mit Deckenhöhen unter 2,40 Metern ist der untere Wert sinnvoll, bei hohen Räumen ab 2,80 Metern eher der obere. Wer die Leuchte tiefer hängt, riskiert Blendung und ständiges Anstoßen beim Aufstehen. Hängt sie zu hoch, wirkt der Tisch optisch unverbunden und das Licht streut unkontrolliert in den Raum statt auf die Teller.
Wer eine Innenfensterbank austauscht, unterschätzt meist den Aufwand an der falschen Stelle. Nicht das Einsetzen kostet Zeit, sondern das saubere Entfernen der alten Bank und das exakte Aufmaß. Bevor irgendein Material gekauft wird, steht die Bestandsaufnahme: Handelt es sich um eine Bank aus Kunststoff, Holz, Stein oder Aluminium? Ist sie auf die Fensterbank aufgelegt, eingeschoben oder mit dem Mauerwerk verklebt? Davon hängt ab, ob die alte Bank zerstörungsfrei herausgeht oder ob Reste am Putz hängen bleiben.
Die Anzahl der Stromkreise richtet sich nach der Last, nicht nach der Zimmerzahl. Wohnzimmer und Home Office sollten nicht denselben Stromkreis wie Küche oder Bad teilen, weil dort kurzzeitig hohe Ströme fließen. Ein eigener Kreis für den Arbeitsplatz ist sinnvoll, wenn dort dauerhaft Rechner, Monitor und Drucker laufen. Für Räume mit vielen Steckdosen empfiehlt sich eine Aufteilung in zwei Kreise, damit bei einem Ausfall noch Licht und Router weiterlaufen. Zusätzlich sollte man einen reservierten Kreis für eine spätere Klimaanlage oder einen zweiten Arbeitsplatz vorsehen, solange die Wände offen sind.
Typische Fehler sind: Der Kasten wird ohne vorherige Abstimmung mit dem Netzbetreiber getauscht, der Zähler wird eigenständig ausgebaut, oder es wird ein gebrauchter Kasten eingebaut, der keine gültige Prüfplakette hat. Ein weiterer Fehler ist die Missachtung der örtlichen TAB (Technische Anschlussbedingungen). Diese regeln unter anderem, ob ein Überspannungsschutz vorgeschrieben ist und welche Kabelquerschnitte zulässig sind. Wer sich nicht daran hält, riskiert, dass der Netzbetreiber die Abnahme verweigert und der Stromanschluss nicht freigegeben wird.
Smart-Optionen gehören an den Anfang der Planung, nicht in die Steckdose danach. Wer schaltbare Dosen plant, braucht ausreichend tiefe Unterputzdosen und, bei funkvernetzten Lösungen, eine stabile Abdeckung des WLANs bis in die letzte Ecke. Ein häufiger Fehler ist der nachträgliche Einbau smarter Schalter in bestehende Wechselschaltungen, weil dort oft kein Neutralleiter liegt. Wer dimmbare Leuchten steuern will, sollte dimmbare Leuchtmittel und passende Schalter von vornherein aufeinander abstimmen. Ein kleiner Unterverteiler oder eine zusätzliche Dose für einen Repeater erspart später viele Probleme.
Für Arbeitsplätze im Home Office gilt: zwei Steckdosen direkt an der Schreibtischposition für Rechner und Monitor, eine weitere für Peripherie oder Ladegeräte, dazu eine in Bodennähe für Drucker oder Lampe. Die Höhe über dem fertigen Boden liegt bei etwa 30 Zentimetern für Standarddosen und bei 45 bis 60 Zentimetern für Dosen, die dauerhaft hinter oder neben Möbeln liegen. Hinter dem Schreibtisch sollte die Dose nicht mittig sitzen, sondern seitlich versetzt, sonst kollidiert sie mit der Tischplatte oder dem Kabelkanal. Ein häufiger Fehler ist eine einzige Mehrfachsteckdose unter dem Tisch, die später alle Geräte versorgt und bei jedem Wackelkontakt den halben Arbeitsplatz abschaltet.