5 Schritte für dichte Fugen ohne Schimmel im Bad
Ein häufiger Fehler ist das Abdichten auf feuchtem Untergrund. Silikon haftet dann nur oberflächlich und löst sich nach wenigen Wochen. Ebenso falsch: zu dünne Fugen. Eine Fuge sollte mindestens drei Millimeter breit und tief genug sein, damit das Silikon arbeiten kann. Wer Fugen mit Acryl statt Silikon abdichtet, bekommt in Nassbereichen schnell Schimmel, weil Acryl nicht wasserfest ist. Auch das Überstreichen von Schimmelfugen mit Farbe ist wirkungslos – der Schimmel sitzt darunter und kommt zurück.
Bevor ihr die alte Armatur löst, legt ein Handtuch oder eine flache Schüssel unter den Siphon. Ein Maulschlüssel und ein verstellbarer Zangenschlüssel reichen in der Regel aus; ein Inbussatz ist hilfreich, falls die Kontermuttern der alten Armatur damit befestigt sind. Löst zuerst die Überwurfmutter der Flexschläuche an den Eckventilen, nicht an der Armatur selbst. Diese Muttern sitzen oft seit Jahren fest. Hier hilft ein kurzer Sprühstoß Kriechöl, zehn Minuten Wartezeit, dann mit sanftem Druck nachgeben. Wer mit Gewalt arbeitet, dreht das Eckventil aus der Wand – und dann wird es richtig nass.
Kabel und Zubehör früh mitdenken. Ein Kabelkanal an der Wand hinter dem Tisch verhindert, dass Leitungen beim Zuklappen eingeklemmt werden. Eine Steckdosenleiste mit Schalter lässt sich an der Unterseite der Platte befestigen, sodass sie beim Aufklappen mitfährt. Wer den Monitor dauerhaft auf dem Klapptisch stehen lässt, sollte eine Wandhalterung statt des mitgelieferten Standfußes verwenden. Das reduziert das Gewicht auf der Platte erheblich und schont die Scharniere.
Zuerst die Wand prüfen. Gipskartonwände tragen einen Klapptisch nur, wenn die Platte an den Ständern oder mit geeigneten Hohlraumdübeln befestigt wird. Eine einzelne Schraube in der Mitte hält nichts. Besser sind zwei bis drei Befestigungspunkte pro Seite, verteilt über die volle Breite der Trägerleiste. Bei Massivwänden aus Beton oder Ziegel reichen zwei Schwerlastdübel pro Seite, sofern sie mindestens sechs Zentimeter tief sitzen. Typischer Fehler: zu kurze Dübel in porösem Untergrund, die schon beim Aufklappen nachgeben.
Der Standort während der Reise entscheidet mehr als das Bewässerungssystem. Ein heller, aber nicht sonniger Platz mit möglichst gleichbleibender Temperatur zwischen 15 und 20 Grad senkt den Stoffwechsel der Pflanzen. Küchen und Bäder sind oft zu warm und zu feucht. Rollos oder Vorhänge sollten halb geschlossen bleiben, damit die Mittagssonne keine Blätter verbrennt. Wer Pflanzen in Gruppen zusammenstellt, schafft ein Mikroklima mit höherer Luftfeuchtigkeit und geringerer Verdunstung. Dabei darauf achten, dass sich die Blätter nicht berühren, sonst breiten sich Pilze schnell aus.
Bevor irgendein System installiert wird, sollten die Pflanzen zwei bis drei Wochen vor der Reise umgestellt werden. Sie brauchen Zeit, um sich an ein neues Licht- und Temperaturregime zu gewöhnen. Ein Platz weg vom Südfenster, aber nicht in den dunklen Flur, senkt den Wasserbedarf deutlich. Zugluft und direkte Heizungsluft trocknen die Blätter aus und erhöhen den Verbrauch. Wer die Pflanzen in dieser Phase beobachtet, erkennt, welche Exemplare mehr und welche weniger Wasser brauchen, und kann die Bewässerung gezielt planen.
Wer zwei oder drei Wochen weg ist, steht vor einem einfachen Problem: Die Pflanzen zu Hause brauchen Wasser, der Mensch ist aber nicht da. Die meisten Schäden entstehen nicht durch zu wenig Wasser allein, sondern durch falsche Vorbereitung, einen schlechten Standort und zu späte Korrekturen. Wer ein paar Dinge vor der Abreise erledigt, verliert deutlich weniger Pflanzen als jemand, der kurz vor dem Kofferpacken noch schnell zur Gießkanne greift.
Nach dem Aushärten – je nach Produkt 24 bis 48 Stunden – die Fuge nicht sofort belasten. Danach regelmäßig lüften, nach dem Duschen abziehen und alle paar Monate mit einem milden Reiniger säubern. So bleiben die Fugen dicht und schimmelfrei. Wer diese fünf Schritte einhält, spart sich teure Sanierung und hat wieder ein sauberes Bad.
Jetzt wird abgedichtet. Sanitärsilikon mit Schimmelhemmer verwenden, aber keinen Essigvernetzer, der in Nassbereichen schneller altert. Die Kartusche in eine handelsübliche Kartuschenpresse einlegen, die Düse schräg abschneiden. Die Fuge in einem Zug und mit gleichmäßigem Druck füllen. Wer zu langsam zieht, bekommt unebene Raupen. Danach mit einem Fugenglätter oder einem angefeuchteten Finger – Spülmittelwasser hilft – glattziehen. Nicht zu viel drücken, sonst wird das Silikon zu dünn und reißt später.
Zuerst wird das alte Silikon restlos entfernt. Dafür eignet sich ein Fugenmesser oder ein spezieller Silikonentferner. Kein Werkzeug aus Metall verwenden, das Kratzer in Fliesen und Wannen hinterlässt. Bei hartnäckigen Resten hilft ein Silikonentferner-Gel, das man einige Stunden einwirken lässt. Danach die Fugen mit einem Kunststoffschaber nacharbeiten. Wichtig: Auch die Flanken der Fuge, also die seitlichen Haftflächen, müssen frei von Silikonresten sein. Sonst hält das neue Silikon nicht.