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Zunächst wird der Ableger gründlich gewässert, damit der Wurzelballen zusammenhält. Danach den Topf seitlich leicht drücken und die Pflanze vorsichtig am Wurzelhals herausheben, nicht am Stiel ziehen. Alte Erde, die locker am Ballen hängt, mit den Fingern abstreifen, ohne die Wurzeln zu quetschen. In den neuen Topf kommt zunächst eine Drainageschicht aus Kies oder Tonscherben, darauf etwas Substrat. Den Ableger mittig setzen, die Wurzeln leicht ausbreiten und mit Erde auffüllen. Die Erde nur andrücken, nicht feststampfen.

Wasser, Luft und Licht richtig dosier

Wer keinen Topf mit Loch besitzt, kann nachbohren. Keramik oder Kunststoff lassen sich mit einem wasserfesten Bohrer oder einem heißen Nagel durchstoßen. Ein einzelnes Loch in der Mitte reicht bei kleinen Töpfen oft nicht. Besser sind drei bis fünf Öffnungen am Rand, damit kein Wasser in der Mitte stehen bleibt. Bei Übertöpfen ohne Loch stellt man den eigentlichen Pflanztopf einfach hinein und leert den Übertopf nach dem Gießen aus.

Der erste Schritt ist die Bestandsaufnahme. Notiere über drei bis vier Tage hinweg die Temperaturen an drei Stellen: direkt am Standort des Ficus, auf halber Höhe zwischen Pflanze und Fenster sowie in Bodennähe. Ein einfaches Zimmerthermometer reicht. Achte besonders auf die Differenz zwischen frühem Morgen und frühem Nachmittag. Liegt sie über sechs Grad Celsius, ist der Wechsel zu stark. Typische Fehlerquellen sind Heizkörper unter dem Fensterbrett, die morgens kalt und abends heiß sind, sowie Zugluft von undichten Fenstern oder Türen. Schon ein einziger solcher Störfaktor erklärt welke Blätter oft besser als zu seltenes Gießen.

Wie du den Temperaturwechsel konkret steuer

Während der Umstellung wird nicht gedüngt und nur sparsam gegossen. Der Wasserbedarf sinkt bei kühleren Temperaturen deutlich, bei warmen Standorten steigt er. Prüfen Sie die Erde mit dem Finger, nicht nach Kalender. Trocknet die oberste Schicht zwei Zentimeter tief ab, wird gegossen, sonst nicht. Staunässe im Untersetzer ist gefährlicher als kurze Trockenheit. Wer in der Schockphase düngt, verbrennt die ohnehin geschwächten Wurzeln. Auch Umtopfen ist jetzt tabu: Die Pflanze braucht Ruhe, nicht zusätzlichen Stress.