Wenn du ausziehst: So verschließt du Bohrlöcher richtig

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Für die neue Fliesenschicht eignet sich flexibler Dünnbettmörtel oder ein spezieller Fliesenkleber für Untergründe mit geringer Saugfähigkeit. Rühren Sie den Kleber nach Herstellerangabe an und lassen Sie ihn kurz reifen. Tragen Sie ihn mit der Zahnkelle in gleichmäßigen Bahnen auf. Bei großen Formaten oder Bodenfliesen ist das Buttering-Verfahren sinnvoll: Kleber zusätzlich auf die Rückseite der neuen Fliese auftragen. So vermeiden Sie Hohlräume und späteres Abplatzen.

Fugen und Übergänge benötigen besondere Aufmerksamkeit. Dehnungsfugen an Wänden und Boden dürfen nicht mit starrem Material verfüllt werden. Verwenden Sie elastische Fugenmasse, wenn die neue Fliesenschicht auf einer alten liegt. Bei Arbeitsplatten oder Spülen schneiden Sie die Fliesen passend zu und versiegeln die Schnittkanten mit Silikon. So verhindern Sie, dass Feuchtigkeit unter die neue Schicht zieht.

Bevor Sie die alte Armatur abschrauben, legen Sie ein Handtuch in das Becken oder auf den Wannenboden. Kalk, Dichtungsreste und kleine Metallspäne fallen sonst in den Abfluss. Prüfen Sie außerdem die Anschlussmaße: Die meisten Wandanschlüsse haben entweder ein Außengewinde oder ein Innengewinde, jeweils in einer genormten Größe. Passt die neue Armatur nicht, brauchen Sie einen passenden Adapter. Ein weiterer Punkt: Die alten Dichtungen sitzen oft fest und bröseln beim Lösen. Entfernen Sie sie vollständig mit einer Drahtbürste oder einem Schaber, sonst wird die neue Verbindung nicht dicht.

Nach dem Aushärten des Klebers verfugen Sie die Flächen mit einem für den Untergrund geeigneten Fugenmörtel. Warten Sie die angegebene Zeit ab, bevor Sie die Küche wieder nutzen. Eine Überdeckung alter Fliesen hält viele Jahre, wenn der Untergrund stabil ist und die Verarbeitung stimmt. Wer unsicher ist, sollte eine kleine Testfläche anlegen und nach dem Aushärten die Haftung prüfen. Bei hohlen oder rissigen Altfliesen bleibt das Abstemmen die sicherere Wahl.

Beim Auszug entscheidet oft der Zustand der Wände darüber, wie viel der Vermieter von der Kaution einbehält. Bohrlöcher gehören zu den häufigsten Streitpunkten, weil sie schnell gemacht, aber selten fachgerecht verschlossen werden. Wer die Wohnung besenrein übergibt, muss nicht jede Düse entfernen – aber sichtbare Löcher in Wänden und Decken sollten ordentlich verschlossen sein, sonst wertet der Vermieter das als Sachbeschädigung. Entscheidend ist, dass die Reparatur nicht auffällt und die Wand keine weiteren Schäden nimmt.

Küche und Bad: Wasser und Wärme richtig koppe

Untergrund prüfen und vorbereiten Klopfen Sie die alten Fliesen mit dem Knauf eines Schraubendrehers ab. Hohl klingende Stellen müssen entfernt oder mit Epoxidharz verfestigt werden. Reinigen Sie die Flächen gründlich von Fett, Seifenresten und Kalk. Anschließend schleifen Sie die Glasur mit einer Diamantscheibe an, damit der Haftgrund greift. Ein Tiefengrund auf Kunstharzbasis sorgt für gleichmäßige Saugfähigkeit. Achten Sie darauf, dass die Fliesen nicht glasiert oder zu stark strukturiert sind, sonst hält der Kleber schlecht.

In der Küche verbrauchen Kühlgeräte und Warmwasser am meisten. Smarte Steckdosen zeigen den Verbrauch einzelner Geräte, doch die Daten müssen auch gelesen werden. Ein typischer Fehler: Der Kühlschrank steht neben Herd oder Heizung, was den Verbrauch erhöht. Im Bad lohnt sich eine bedarfsgerechte Warmwassersteuerung. Durchflussbegrenzer und Zeitschaltuhren sind günstig und wirken sofort. Wer hier zusätzlich die Heizung absenkt, wenn niemand zu Hause ist, spart doppelt. Entscheidend ist, dass die Systeme miteinander kommunizieren und nicht getrennt laufen.

Ein häufiger Fehler ist zu wenig Kleber oder eine falsche Zahnung. Prüfen Sie nach dem Andrücken, ob die Fliese vollflächig aufliegt. Vermeiden Sie das Verlegen auf alten Fliesen, die bereits Risse haben oder sich vom Untergrund lösen. Auch eine zu dicke Kleberschicht führt zu Problemen, weil sie beim Aushärten schwindet. Arbeiten Sie in kleinen Abschnitten, damit der Kleber nicht anzieht, bevor die Fliese sitzt.

Bei sehr großen Löchern, etwa nach dem Entfernen einer TV-Halterung, reicht Spachtelmasse allein nicht aus. Hier wird ein passendes Stück Gipskarton oder ein Reparaturpflaster in das Loch eingesetzt und verputzt. Wer unsicher ist, ob die Wand tragend ist oder ob Leitungen dahinter verlaufen, sollte vor dem Bohren oder Verschließen den Vermieter fragen. Generell gilt: Je sauberer die Reparatur, desto geringer die Chance, dass der Vermieter einen Abzug vornimmt. Wer alle Bohrlöcher fachgerecht verschließt, kann die Wohnung ohne Diskussionen übergeben.

Zunächst gilt es, die Löcher nach Größe und Untergrund zu trennen. Kleine Dübellöcher bis etwa acht Millimeter in verputzten oder gemauerten Wänden lassen sich mit Fertigspachtel aus der Tube verschließen. Größere Löcher, etwa von Wandregalen oder TV-Halterungen, erfordern eine tiefergehende Reparatur. In Trockenbauwänden ist besondere Vorsicht geboten: Hier darf kein normaler Gipsmörtel verwendet werden, weil er die Feuchtigkeit nicht verträgt und die Pappe aufweichen lässt. Für Rigipswände gibt es spezielle Reparaturmassen oder man setzt einen passenden Gipskartonstreifen ein.