4 Dinge über Wasserschosser am Apfelbaum, die den Ertrag retten

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Der beste Zeitpunkt für den Schnitt liegt im Spätwinter oder zeitigen Frühjahr, kurz vor dem Austrieb. Dann sind die Zellen im Wulst besonders aktiv. Ein Schnitt im Herbst oder Winter bei starkem Frost verzögert die Heilung, weil die Teilungsrate gering ist. Bei manchen Bäumen wie Walnuss oder Ahorn blutet der Schnitt im Frühjahr stark. Das ist kein Grund zur Panik, schwächt den Baum aber. Hier wartet man besser bis zum Sommer. Wer regelmäßig schneidet, sollte den Wulst immer mit einer Handschere oder Säge erreichen können. Ist der Ast zu dick für eine saubere Führung, wird zuerst ein Teil des Astes entfernt und dann der Rest am Wulst abgesetzt.

Eine stumpfe Gartenschere hinterlässt keine sauberen Schnitte, sondern Quetschwunden. Das Gewebe wird nicht durchtrennt, sondern eingedrückt und aufgerissen. Die Folge: Triebe sterben zurück, Pilze und Bakterien dringen über die offene Wunde ein, und der Strauch treibt ungleichmäßig aus. Wer regelmäßig schneidet, merkt das schnell am Widerstand: Statt durch das Holz zu gleiten, muss man drücken und reißen. Spätestens dann ist Nachschärfen fällig, nicht erst, wenn die Klinge sichtbar Scharten hat.

Vor dem Schnitt sollte die Säge scharf und sauber sein. Ein unsauberer Schnitt mit ausgefransten Rändern heilt deutlich schlechter. Bei dickeren Ästen wird zuerst von unten angesägt, dann von oben durchgesägt. So verhindert man, dass die Rinde beim Abbrechen des Astes weit am Stamm einreißt. Ein Reißen der Rinde ist schlimmer als jeder Schnitt, weil es die Leitungsbahnen großflächig zerstört. Nach dem Schnitt bleiben Wundränder stehen, die nicht mit Wundverschlussmitteln behandelt werden müssen. Trockene, glatte Schnittflächen überwallen von selbst.

Ein Wasserschosser ist keine Krankheit, sondern eine Wachstumsreaktion. Er bleibt meist vegetativ, das heißt, er bildet nur Blätter und keine Fruchtknospen. Weil er sehr schnell und dick wird, entzieht er dem Rest der Krone Licht und Nährstoffe. Wer ihn einfach stehen lässt, bekommt eine dichte, dunkle Krone, in der die Früchte kleiner bleiben und Pilzkrankheiten leichter Fuß fassen.

Wasserschosser sind lange, senkrecht nach oben wachsende Triebe, die aus schlafenden Augen am mehrjährigen Holz austreiben. Sie entstehen, wenn der Baum stark wächst, aber das Wachstum nicht auf Fruchtknospen verteilt wird. Typische Auslöser sind ein starker Rückschnitt, zu viel Stickstoff, ein junger Baum im Aufbau oder eine Verletzung der Rinde. Der Baum reagiert auf den Saftdruck mit einem Notventil: Er schiebt das überschüssige Wachstum in einen Trieb, der schnell Höhe macht, aber kaum Blüten ansetzt.

Der richtige Umgang hängt vom Ziel ab. Braucht der Baum einen neuen Leittrieb, kann ein gut platzierter Wasserschosser bleiben und durch Herunterbinden oder Ableiten in eine flachere Position gebracht werden. Soll er nur die Krone füllen, wird er im Sommer eingekürzt, damit er sich verzweigt. In den meisten Fällen ist das Entfernen die bessere Wahl. Schneiden Sie ihn nicht bündig am Stamm ab, sondern reißen Sie ihn im Juni oder Juli mit einem kräftigen Ruck nach unten heraus. So zerstören Sie die schlafenden Augen an der Basis und verhindern, dass an derselben Stelle ein neuer Trieb austreibt.

Wer eine Weinrebe an der Hauswand zieht, kennt das Problem: Im Sommer wächst alles üppig, doch im Herbst hängen nur wenige oder saure Trauben. Die Ursache liegt meist im falschen Schnitt. Die Rebe bildet an jedem einjährigen Trieb zahlreiche Knospen, aus denen im Folgejahr neue Triebe und Trauben entstehen. Schneidet man nicht konsequent zurück, investiert die Pflanze ihre Kraft in Blattmasse statt in Früchte. Der Rückschnitt auf wenige Augen ist der Schlüssel zu vollen, süßen Trauben. Wie das genau funktioniert, zeigt dieser Text.

Was mit Wasserschossern im Lauf der Jahre passiert Ein junger Wasserschosser ist weich und grün. Wird er nicht geschnitten, verholzt er nach zwei bis drei Jahren und wird zu einem festen Ast. Dann trägt er zwar Blätter, aber weiterhin kaum Früchte. Erst nach mehreren Jahren können sich an seiner Basis oder an Seitentrieben Blütenknospen bilden. Bis dahin hat er aber bereits viel Kraft verbraucht und die Form der Krone verändert. Die häufigste Folge: Der Baum wird höher und breiter, die Ernte wandert nach oben, und die unteren Bereiche verkahlen.

Eine Waage, die falsch anzeigt, ist kein Messinstrument mehr, sondern eine Quelle von Fehlern. Wer Schnittmuster erstellt, Stoff zuschneidet oder Rezepturen ansetzt, verlässt sich auf Zahlen. Zeigt die Waage systematisch zu viel oder zu wenig an, wandert dieser Fehler in jedes Ergebnis. Die Korrektur beginnt nicht am Bauteil, sondern beim Verständnis der Mechanik: Eine Balkenwaage vergleicht zwei Massen über einen Hebel, eine Federwaage misst die Verformung einer Feder, eine digitale Waage wandelt Druckspannung in ein Signal um. Jede Bauart hat eigene Stellschrauben und eigene Schwachstellen.