4 Fehler Beim Schnitt Von Himbeeren, Die Die Ernte Kosten

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Achten Sie auf das Verhältnis von Blatt zu Traube. Pro Traube sollten etwa zehn bis fünfzehn Blätter stehen, die voll besonnt sind. Ist der Bewuchs zu dicht, kann man im Sommer einzelne Blätter über den Trauben entfernen, aber nur sparsam. Wichtig ist auch der Standort: Eine Rebe an der Hauswand braucht einen sonnigen, luftigen Platz, sonst drohen Pilzkrankheiten wie Falscher Mehltau. Nach dem Schnitt desinfizieren Sie die Schere, um Krankheiten nicht von Pflanze zu Pflanze zu tragen.

Wer mit der Leiter arbeitet, kennt das Problem: Das Material liegt knapp außerhalb der Reichweite, der Schnitt ist fast fertig, und statt die Leiter zu versetzen, streckt man den Arm. Dieser Reflex ist die häufigste Ursache für Stürze von der Leiter. Der Körper verlässt die sichere Standposition, der Schwerpunkt wandert zur Seite, und die Leiter kippt in genau die Richtung, in die man sich lehnt. Ein Sturz aus zwei Metern Höhe endet regelmäßig mit Knochenbrüchen, Kopfverletzungen oder bleibenden Schäden.

Unabhängig von der Sorte gilt: Kranke, abgestorbene oder zu dünne Ruten kommen immer weg. Pro laufendem Meter sollten nicht mehr als acht bis zehn kräftige Ruten stehen bleiben; der Rest wird bodennah entfernt. Nach dem Schnitt gehört der Bestand ausgelichtet, damit Luft und Licht an die Blätter kommen. Wer im Frühjahr düngt, wartet damit bis nach dem Schnitt, sonst fördert man das Wachstum von Ruten, die ohnehin entfernt werden.

Drei typische Fehler und wie man sie vermeidet Der erste Fehler ist das Arbeiten mit gestrecktem Arm über Schulterhöhe. Wer Äste schneidet oder Schrauben setzt, neigt den Oberkörper automatisch zur Seite. Richtig ist: Leiter so versetzen, dass der Arbeitsbereich direkt vor dem Körper liegt. Der Arm bleibt angewinkelt, der Oberkörper aufrecht. Als Faustregel gilt, dass der Bauchnabel nie über die Holme hinausragen darf. Wer sich weiter lehnen muss, steht falsch.

Der dritte Fehler ist das Schneiden mit Zugbewegung. Beim Sägen oder Schneiden von Ästen wird der Arm reflexartig nach hinten gezogen, während der Körper nach vorn ausweicht. Dadurch gerät die Leiter ins Schwingen. Die Lösung: Schneidgut immer so positionieren, dass die Bewegung parallel zur Leiter verläuft, nicht quer dazu. Bei Astschnitten von der Leiter aus sollte man mit einer Handsäge arbeiten, die auf Zug und Druck gleichmäßig schneidet, und den Schnitt in kurzen, kontrollierten Zügen ausführen.

Die Verwechslung der Sortengruppen ist der teuerste Fehler. Einmal tragende Sorten, die im Herbst bodennah geschnitten werden, tragen im nächsten Jahr gar nicht. Zweimal tragende Sorten, die wie einmal tragende behandelt werden, verlieren die Herbstfrüchte. Deshalb vor dem Schnitt die Sortenbezeichnung prüfen oder die Tragweise im Vorjahr beobachten: Früchte nur im Sommer an zweijährigen Ruten bedeuten einmal tragend, Früchte im Herbst an einjährigen Ruten und im Sommer an denselben Ruten bedeuten zweimal tragend.

Einmal tragende Sorten, oft als Sommerhimbeeren bezeichnet, brauchen den klassischen Schnitt. Nach der Ernte im Juli werden alle Ruten, die getragen haben, bodennah entfernt. Die jungen, grünen Ruten desselben Jahres bleiben stehen; sie tragen im nächsten Sommer. Typischer Fehler: Die alten Ruten bis zum Frühjahr stehen lassen. Dann behindern sie die jungen Triebe, und der Bestand wird zu dicht. Ein weiterer Fehler ist ein zu später Schnitt im Herbst, wenn die jungen Ruten bereits verholzt sind und beim Schneiden beschädigt werden.

Ob eine Hortensie im Frühjahr geschnitten werden darf, hängt nicht vom Geschmack ab, sondern davon, wo sie ihre Blütenknospen anlegt. Manche Sorten schieben die Knospen bereits im Vorjahr am alten Holz aus. Wer sie im Frühjahr zurückschneidet, entfernt genau die Triebe, die im Sommer blühen sollten. Andere Sorten bilden die Knospen erst am neuen Holz, das im selben Jahr wächst. Diese darf man kräftig zurückschneiden. Die Unterscheidung entscheidet über die Blüte, nicht der Mut beim Schnitt.

Die Physik dahinter ist einfach. Eine Leiter steht stabil, solange der Schwerpunkt des gesamten Systems aus Person und Leiter innerhalb der Auflagefläche bleibt. Sobald der Arm seitlich oder nach vorn ausgestreckt wird, verschiebt sich der Körperschwerpunkt um mehrere Zentimeter. Bei Arbeiten über Kopf oder mit Werkzeug in der Hand kommt zusätzlich das Gewicht von Säge, Astschere oder Akkuschrauber hinzu. Der Hebelarm wird länger, die Rückstellkraft der Leiter reicht nicht mehr aus, und die Konstruktion kippt.

Woran man erkennt, ob neue oder alte Knospen Der Blick auf den Trieb verrät den Typ. Beim alten Holz stehen die Knospen schon im zeitigen Frühjahr als dicke, rundliche Augen an den vorjährigen Zweigen. Beim neuen Holz ist der Trieb im Frühjahr kahl oder zeigt nur kleine, flache Knospen; die dicken Blütenaugen erscheinen erst im Laufe des Austriebs. Wer unsicher ist, schneidet einen Trieb probeweise an: Sitzt eine feste, pralle Knospe direkt unter der Spitze, handelt es sich fast immer um eine Sorte, die am alten Holz blüht. Fehlt sie, darf kräftiger geschnitten werden.