4 Gründe, warum Forsythien direkt nach der Blüte geschnitten werden
Ein häufiger Fehler ist der Rückschnitt ins alte Holz. Kirschen treiben aus mehrjährigen Ästen nur widerwillig wieder aus, und große Lücken bleiben dauerhaft. Wer die Krone auslichten will, sollte sich auf diesjährige Triebe und dünne Seitenäste beschränken. Ein zweiter typischer Fehler: zu viel auf einmal entfernen. Maximal ein Viertel der Krone pro Jahr, sonst reagiert der Baum mit Notaustrieb und verstärktem Gummifluss. Wer unsicher ist, schneidet lieber über zwei oder drei Jahre verteilt.
Wann Abspannen die richtige Wahl ist Abspannen ist immer dann sinnvoll, wenn der Ast beim Fallen mehr Masse bewegt, als die Säge kontrollieren kann. Das betrifft Äste mit einem Durchmesser ab etwa zehn Zentimetern, besonders wenn sie waagerecht oder leicht nach oben zeigen. Auch bei Bäumen mit weichem Holz oder bei Astgabeln, die unter Spannung stehen, ist das Abspannen Pflicht. Ein weiteres Kriterium: der Fallraum. Steht unter dem Ast ein Zaun, ein Gewächshaus oder eine Hecke, darf der Ast nicht unkontrolliert fallen.
Der Leittrieb bestimmt die Höhenentwicklung. Man erkennt ihn daran, dass er die stärkste, am steilsten nach oben wachsende Verlängerung der Mittelachse ist. Bei jungen Bäumen ist er oft an der Spitze klar sichtbar, bei älteren kann er durch konkurrierende Triebe verdrängt worden sein. Typischer Fehler: Man lässt zwei gleich starke Triebe nach oben stehen. Sie behindern sich gegenseitig, bilden eine Gabel und machen die Krone instabil. Wer den Leittrieb fördern will, entfernt Konkurrenztriebe früh, solange sie noch dünn sind, und lässt nur einen Trieb die Führung übernehmen.
Beim Lesen eines Baumes hilft eine einfache Reihenfolge. Zuerst sucht man den Leittrieb und verfolgt ihn bis in die Spitze. Danach prüft man jeden starken Ast: Ist er Teil des Gerüstes oder nur ein Fülltrieb? Fülltriebe erkennt man an flachem Wuchs, dünnem Durchmesser und fehlender Verlängerung in die Höhe. Sie können bleiben, solange sie Licht bringen, und werden entfernt, wenn sie das Gerüst bedrängen. Schließlich achtet man auf die Abstände: Gerüstäste sollten sich nicht kreuzen, nicht aneinander reiben und genug Raum für die Entwicklung der Früchte lassen.
Beginnen wir mit der Blütezeit. Blüht eine Clematis bereits im Mai oder Anfang Juni am mehrjährigen Holz, gehört sie fast immer zur Gruppe 1. Erscheinen die Blüten ab Mitte Juni bis August an den Trieben des laufenden Jahres, handelt es sich um Gruppe 2 oder 3. Entscheidend ist also nicht der Kalender allein, sondern die Frage, ob die Knospen schon im Vorjahr angelegt wurden.
Es gibt Situationen, in denen Abspannen nicht mehr reicht. Wenn der Ast bereits Risse zeigt, morsch ist oder direkt über einer Leitung hängt, gehört die Arbeit in professionelle Hände. Ein morscher Ast kann beim ersten Schnitt brechen, bevor das Seil greift. Auch bei starkem Wind sollte man nicht abspannen, weil die Bewegung des Baumes die Seilspannung unkontrollierbar macht. Ein ruhiger, trockener Tag ohne Frost ist ideal.
Der häufigste Fehler ist der sogenannte Kapp-Schnitt: Der Ast wird in einem Zug von oben durchtrennt. Dabei klappt er nach unten, reißt einen langen Streifen Rinde aus dem Stamm und hinterlässt eine Wunde, die Jahre braucht, um zu verheilen. Ein zweiter typischer Fehler ist das Abspannen ohne Umlenkung. Wer das Seil direkt über eine Astgabel führt, erzeugt Reibung und kann die Rinde der Gabel beschädigen. Ein dritter Fehler: das Seil wird erst befestigt, wenn der Schnitt schon begonnen hat. Dann fehlt die Kontrolle in dem Moment, in dem der Ast zu kippen beginnt.
Nach dem Abspannen bleibt der Stammansatz stehen. Dieser Stummel sollte nicht bündig abgesägt werden, sondern einige Zentimeter vor dem Stamm enden. Sonst entsteht eine große Wunde direkt am Stamm, die nur schwer überwallt. Der Stummel selbst wird später nachgeschnitten, wenn er eingetrocknet ist. Wer diese Reihenfolge einhält, reduziert das Risiko von Fäulnis und Pilzbefall erheblich. Abspannen ist keine Frage der Kraft, sondern der Reihenfolge.
Worauf es beim Schnitt wirklich ankommt Nach dem Entfernen der alten Triebe bleiben die jungen, kräftigen Stängel stehen. Kürze sie nicht ein, denn an ihren Enden sitzen die Blütenknospen für das nächste Jahr. Ein leichter Formschnitt ist erlaubt, wenn einzelne Zweige zu weit aus der Form wachsen. Schneide dann nur bis zum nächsten kräftigen Seitenzweig zurück. Achte auf einen sauberen Schnitt, der nicht quetscht: Eine scharfe Astschere oder Säge hinterlässt glatte Wunden, die schneller verheilen. Reiße keine Triebe ab, das hinterlässt Fetzen und öffnet Pilzen Tür und Tor.
Gruppe 2 enthält die großblumigen Sorten, die zweimal blühen: im Mai/Juni am alten Holz und im August/September am neuen. Hier ist der Schnitt am heikelsten. Ein radikaler Rückschnitt im Frühjahr zerstört die erste Blüte. Sinnvoll ist ein gestaffelter Schnitt: Einige Triebe werden bis auf 50 bis 80 Zentimeter eingekürzt, andere bleiben länger. So blüht die Pflanze oben und unten. Nach der ersten Blüte werden die verblühten Triebe bis zur nächsten kräftigen Knospe zurückgenommen, natürliche Düfte was die zweite Blüte fördert.
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