4 Gründe, warum ein Drittel pro Jahr den Strauch rettet

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Ein häufiger Irrtum: Man gräbt den Ableger komplett ein. Das ist falsch. Die Rute bleibt sichtbar, nur die Auflagestelle wird leicht mit Erde bedeckt, damit sie nicht austrocknet. Staunässe ist gefährlich – in schweren Böden fault der Ableger schnell. Wer auf Nummer sicher gehen will, mischt etwas Sand oder Kompost unter die Erde an der Auflagestelle. Geduld ist wichtig: Bis sich eigene Wurzeln bilden, vergeht mindestens eine Vegetationsperiode.

Wer das Bluten begrenzen will, schneidet nicht in frostfreien, milden Perioden, sondern möglichst spät im Winter, kurz vor dem Austrieb. Große Schnittwunden an mehrjährigem Holz lassen sich mit einem scharfen Messer glätten, damit die Wunde schneller verheilt. Das früher übliche Verschmieren mit Baumwachs ist bei Reben umstritten: Es kann Feuchtigkeit stauen und Fäulnis fördern. Besser ist es, auf saubere Schnitte und einen ausgewogenen Wasserhaushalt zu achten.

Ein echtes Warnzeichen ist nicht der Saft, sondern sein Ausbleiben bei sonst günstigen Bedingungen oder ein stockender, schleimiger Austritt mit unangenehmem Geruch. Das kann auf Fäulnis im Holz oder auf Schäden durch Frost und mechanische Verletzungen hinweisen. In solchen Fällen hilft es, den betroffenen Trieb bis ins gesunde Holz zurückzunehmen und den Schnitt zu beobachten. Tritt danach wieder klarer Saft aus und treiben die Knospen aus, war die Sorge unbegründet. Bleibt der Austrieb aus, ist der Stock ohnehin nicht mehr zu retten. Insgesamt gilt: Bluten ist ein normaler Vorgang, der von selbst endet, und die beste Reaktion ist meist, nichts zu tun und den Austrieb abzuwarten.

Wann das Bluten harmlos bleibt und wann nicht Harmlos ist das Bluten, wenn die Wunde sauber ist, die Flüssigkeit klar bleibt und der Rebstock kräftig austreibt. Kritisch wird es, wenn das Bluten über Wochen nicht nachlässt, der Stock nur schwach oder gar nicht austreibt oder die Flüssigkeit trüb und übelriechend wird. Dann kann eine Wundinfektion oder eine Störung im Wurzelsystem vorliegen. Auch nach einem sehr späten, starken Rückschnitt bluten Reben oft heftiger, weil viele Leitungsbahnen gleichzeitig geöffnet wurden.

Für alle am alten Holz blühenden Hortensien gilt: Wenn überhaupt geschnitten wird, dann nur nach der Blüte. Entfernt werden abgestorbene Triebe, schwache Zweige und solche, die nach innen wachsen. Ein jährlicher starker Rückschnitt ist weder nötig noch sinnvoll. Bei den am neuen Holz blühenden Arten dagegen darf die Schere im Frühjahr kräftig ran. Wer diese Unterscheidung einmal verinnerlicht, hat jedes Jahr zuverlässig Blüten statt grüner Blätter.

Entscheidend ist also nicht, ob eine Rebe blutet, sondern wie sie danach austreibt. Ein kräftiger, gleichmäßiger Austrieb zeigt, dass der Saftstrom funktioniert und die Wunden keinen Schaden verursacht haben. If you treasured this article and Flur gestalten you simply would like to be given more info concerning Platzsparende möbel please visit our own site. Bleibt der Austrieb aus, lohnt ein Blick auf Wurzeln und Boden: Staunässe, Verdichtung oder Frostschäden sind dann wahrscheinlichere Ursachen als das Bluten selbst.

Der richtige Zeitpunkt liegt je nach Gehölz im Spätwinter oder direkt nach der Blüte. Frühblüher wie Forsythie oder Flieder schneidet man erst nach dem Verblühen, sonst fällt die nächste Blüte aus. Sommerblüher wie Sommerflieder oder Rispenhortensie vertragen den Schnitt im Februar oder März. Ein frostfreier Tag ist wichtiger als ein bestimmtes Datum: Bei Temperaturen unter minus fünf Grad sollten Sie die Schere stecken lassen, weil die Schnittwunden dann schlecht verheilen.

Nach dem Schnitt braucht das Gehölz Unterstützung. Eine Mulchschicht aus Laubkompost hält die Feuchtigkeit im Boden, ohne dass Sie zusätzlich düngen müssen. Starkes Düngen mit Stickstoff treibt nur weiches, langes Holz, das im Winter erfriert. Gießen Sie in trockenen Phasen durchdringend, aber nicht täglich. Kontrollieren Sie im Sommer, wo neue Triebe aus dem alten Holz austreiben – das zeigt, ob der Strauch den Eingriff annimmt. Bleibt der Neuaustrieb aus, war der Schnitt zu stark oder der Standort zu schattig.

Ein häufiger Fehler ist, das Bluten mit Wasserabgabe zu verwechseln und deshalb zusätzlich zu gießen. Das verstärkt den Saftdruck nur. Ebenso falsch ist es, die Tropfstellen abzubinden oder mit Erde zu verschließen. Dadurch können Erreger in die Wunde gelangen. Wer unsicher ist, beobachtet den Stock über zwei bis drei Wochen: Bleibt die Flüssigkeit klar und treibt die Rebe normal aus, ist alles in Ordnung. Zeigen sich dagegen welke Triebe oder dunkle Verfärbungen am Holz, sollte man den Rückschnitt überdenken und die Pflanze bis zum nächsten Jahr schonen.

Ein häufiger Fehler ist der sogenannte Kopf- oder Kappsschnitt. Wer alle Triebe auf dieselbe Höhe stutzt, zwingt den Strauch zu einem dichten Besen aus dünnen Neutrieben. Diese buschige Krone sieht zunächst üppig aus, ist aber instabil und vergreist schnell wieder. Besser ist es, ganze Triebe bis zum Boden zu entfernen und die verbleibenden in unterschiedlicher Höhe zu belassen. Auch der Zeitpunkt wird oft falsch gewählt: Ein Verjüngungsschnitt im Hochsommer bei Hitze und Trockenheit kostet den Strauch mehr Kraft, als er zurückgewinnen kann.