4 Wege, die Türdichtung der Waschmaschine kalkfrei zu halten

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Nach jedem Waschgang gehört die Dichtung trockengewischt. Ein fusselfreies Tuch genügt, um Wasser aus der Falte zu holen. Besonders die Unterseite der Manschette wird oft vergessen, obwohl sich dort das meiste Wasser sammelt. Wer die Tür nach dem Waschen eine Handbreit offen stehen lässt, sorgt für Luftzirkulation und verhindert, dass Feuchtigkeit bleibt. Das ist die einfachste und wirksamste Maßnahme gegen Kalk und Schimmel.

Ein Wasserstrahl, der nicht mehr gerade nach unten läuft, sondern seitlich aus dem Hahn spritzt, ist fast immer ein Zeichen für Kalk im Perlator. Der Perlator sitzt am Ende des Auslaufs und besteht aus einem Sieb, mehreren Lochscheiben und oft einem Dichtungsring. Kalk setzt sich bevorzugt an den feinen Öffnungen ab, verengt sie ungleichmäßig und lenkt das Wasser zur Seite. Bevor man den Perlator abschraubt, sollte man prüfen, ob der Strahl nur bei geöffnetem Hahn spritzt oder auch bei geschlossenem. Tropft es zusätzlich, ist meist auch die Dichtung betroffen.

Abschrauben: erst mit der Hand, dann mit Schutz Zunächst den Wasserhahn vollständig schließen. Den Perlator meist gegen den Uhrzeigersinn mit der Hand lösen. Viele Gehäuse haben eine geriffelte Außenfläche, die sich gut greifen lässt. Sitzt der Perlator fest, hilft ein Stück Gummi oder ein breites Gummiband um das Gehäuse. Eine Wasserpumpenzange nur mit Gefühl ansetzen, sonst hinterlassen die Zähne tiefe Kratzer. Bei verchromten Armaturen sollte man zwischen Zange und Perlator ein Tuch legen. Dreht sich nichts, ist wahrscheinlich Kalk in das Gewinde eingezogen. Dann hilft ein kurzer Bad in warmem Wasser mit etwas Essig oder Zitronensäure, nicht aber rohe Gewalt.

Lässt sich der Kalk nicht vollständig lösen oder ist das Gewinde beschädigt, ist ein neuer Perlator die einfachere Lösung. Beim Kauf auf das Gewinde achten: Außengewinde oder Innengewinde, dazu die Größe. Ein falsch gewählter Perlator lässt sich nicht dicht einschrauben und tropft an der Verbindung. Nach dem Einsetzen den Hahn langsam öffnen und prüfen, ob der Strahl gerade austritt und ob es an der Verschraubung trocken bleibt. Spritzt der Strahl weiterhin seitlich, sitzt eine Scheibe verkehrt oder der Perlator ist nicht richtig festgedreht.

Die Faustregel lautet: Steht Wasser länger als vier Stunden in der Leitung, spricht man von Stagnation. Bei mehreren Tagen oder Wochen ohne Nutzung reichert es sich mit Stoffen an, die aus Rohren, Dichtungen und Armaturen stammen können. Dazu zählen Metalle wie Blei oder Kupfer, aber auch Keime, die sich in warmem Wasser bei Temperaturen zwischen 25 und 45 Grad besonders wohlfühlen. Kaltes Wasser ist weniger anfällig, warmes deutlich mehr. Deshalb gilt: Nach der Pause zuerst das kalte Wasser spülen, nicht das warme.

Beginne mit mechanischer Arbeit und Wärme. Fülle die Toilette mit warmem Wasser, etwa bis knapp unter den Rand. Heißes Wasser beschleunigt chemische Reaktionen, darf aber nicht kochen, sonst kann das Porzellan springen. Lasse das Wasser zehn bis fünfzehn Minuten stehen. Anschließend schabe mit einem Kunststoffschaber oder einer harten Bürste vorsichtig über die Ablagerungen. Kein Metall verwenden, das hinterlässt dauerhafte Kratzer, in denen sich neuer Belag noch schneller festsetzt. Diese erste Stufe entfernt lockere Rückstände und weicht die oberste Schicht auf.

Was die Dosierung mit dem Kalk zu tun hat Die Dosierung des Waschmittels ist kein Nebenthema, sondern der zentrale Hebel. Zu wenig Waschmittel bedeutet, dass die Wasserhärte nicht ausreichend gebunden wird. Der Kalk bleibt im Wasser und schlägt sich auf Heizstab und Trommel nieder. Zu viel Waschmittel ist jedoch ebenso falsch: Überschüssige Tenside und Builder können sich nicht vollständig lösen und bilden mit dem Kalk eine klebrige Schicht, die sich nur schwer entfernen lässt. Entscheidend ist die Wasserhärte, die beim örtlichen Versorger erfragt werden kann. Weiches Wasser braucht weniger, hartes Wasser mehr Waschmittel. Die Angaben auf der Verpackung beziehen sich immer auf die Wasserhärte und die Beladungsmenge – beides muss zusammenpassen.

Essig und Zitronensäure richtig einsetzen Zur Entkalkung haben sich zwei Hausmittel bewährt: Essigessenz und Zitronensäure. Für eine milde Lösung werden etwa zwei Esslöffel Essigessenz mit einem Liter Wasser gemischt. Ein weiches Tuch wird angefeuchtet und die Dichtung damit abgewischt, auch in der Falte. Zitronensäure wirkt ähnlich, ist aber für manche Gummisorten schonender. Wichtig ist, das Mittel nicht pur aufzutragen und nicht länger als ein paar Minuten einwirken zu lassen. Danach mit klarem Wasser nachwischen, sonst greift die Säure den Gummi an und macht ihn spröde.

Ein typischer Fehler ist die Ungeduld: Viele greifen sofort zur stärksten Chemikalie, obwohl warmes Wasser und Zeit oft ausreichen. Ein anderer Fehler ist das Mischen von Produkten, um die Wirkung zu verstärken. Das ist gefährlich und bringt nichts. Prüfe außerdem, ob der Urinstein nur oberflächlich sitzt oder bereits den Abgang verstopft. Bei tief sitzenden Ablagerungen im Siphon hilft nur Ausbauen und mechanisches Reinigen. Vorbeugen ist einfacher: Spüle nach jedem Toilettengang, reinige wöchentlich mit einer milden Säure, und der Belag bekommt keine Chance, hart zu werden.