5 Punkte, die bei der Trittschalldämmung im Altbau wirklich zählen

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Nach dem Verlegen sollte die Fläche mindestens einen Tag ruhen, bevor sie betreten oder verfugt wird. Ein Abklopfen mit dem Handballen zeigt Hohlstellen, die sofort nachgearbeitet werden müssen. Wer geduldig vorbereitet und den Untergrund ernst nimmt, bekommt eine Fläche, die auch nach Jahren noch fest und rissfrei liegt.

Erst wenn alle Einstellmöglichkeiten ausgeschöpft sind, kommt das Abhobeln infrage. Auch dann wird nur die Unterkante bearbeitet, und zwar mit einem scharfen Hobel in dünnen Spänen. Ein häufiger Fehler ist, zu viel auf einmal abzutragen. Besser ist es, die Tür nach jedem Span wieder einzuhängen und den Spalt zu kontrollieren. So bleibt genug Material für spätere Korrekturen.

Bei einer Altbausanierung wird die Trittschalldämmung oft stiefmütterlich behandelt, weil alle Beteiligten zuerst an Wärmedämmung, Statik und Optik denken. Dabei entscheidet gerade der Schallschutz darüber, ob das Wohnen überhaupt funktioniert. Wer im Altbau einen neuen Boden aufbaut, muss die vorhandene Konstruktion zuerst verstehen, bevor er Dämmplatten verlegt. Eine Dämmmatte allein löst kein Problem, das in der Decke selbst liegt.

Der erste Schritt ist eine Bestandsaufnahme des Deckenaufbaus. Altbauten haben häufig Holzbalkendecken mit Einschub, seltener Massivdecken mit historischem Estrich. Beide reagieren völlig unterschiedlich auf Trittschall. Bei Holzbalkendecken zählt die Masse der Schüttung zwischen den Balken, die Auflagerung der Balken in den Wänden und die Frage, ob eine durchgehende Decke ohne Trennfuge existiert. Bei Massivdecken ist entscheidend, ob ein schwimmender Estrich vorhanden ist und ob dieser noch intakt ist. Erst wenn diese Punkte geklärt sind, lässt sich beurteilen, welche Dämmung überhaupt wirken kann.

Der wichtigste Moment kommt nach dem letzten Pinselstrich: das Abziehen. Solange die Farbe noch feucht ist, lässt sich das Band rückstandsfrei entfernen. Also nicht erst trocknen lassen. Das Band im spitzen Winkel langsam von der Wand wegziehen, nicht senkrecht nach vorn. Bei sehr schnell trocknender Farbe hilft ein Messer an der Kante, um ein Ausfransen zu verhindern. Läuft die Farbe doch unter, nicht sofort ausbessern. Erst trocknen lassen, dann mit einem schmalen Pinsel nachziehen.

Bei den meisten Türen lässt sich die Höhe und der Anpressdruck über die Bänder justieren. Bei einem einfachen Band mit Schlitzschraube drehst du die Schraube im Bandzapfen vorsichtig heraus. Dadurch hebt sich die Tür ein Stück an. Bei neueren Bändern mit Inbusschlüssel gibt es oft eine seitliche Stellschraube, mit der du die Tür in der Tiefe verschieben kannst. Arbeite immer in kleinen Schritten und prüfe nach jeder halben Umdrehung, ob die Tür noch sauber schließt. Zu viel Spannung an einer Seite verzieht die Tür und führt zu neuen Schleifstellen.

Die Kante entscheidet, nicht die Fläche Das Band nicht einfach irgendwo festdrücken. An der Kante, wo Farbe und Nicht-Farbe aufeinandertreffen, muss es faltenfrei und fest anliegen. Bei rauen Untergründen das Band mit dem Fingernagel oder einer stumpfen Kante nachreiben. Sonst unterläuft die Farbe. Ein häufiger Fehler: das Band zu weit von der Kante entfernt aufkleben, weil man „etwas Puffer" will. Dieser Puffer wird später zur unsauberen Linie. Lieber knapp an der Kante arbeiten und dafür sorgfältig.

Zunächst die Flächen reinigen. Staub und Fett verhindern, dass das Kreppband hält. Ein feuchtes Tuch mit etwas Spülmittel genügt. Trocknen lassen, sonst klebt nichts. Dann das richtige Band wählen: Für frisch gestrichene Wände oder empfindliche Tapeten eignet sich Band mit geringer Klebkraft, für glatte Flächen und harte Kanten ein normales Malerkrepp. Zu starkes Klebeband reißt beim Abziehen Farbschichten oder Putz mit ab.

Für Ecken und Rundungen gibt es zwei bewährte Methoden. Erstens: Band in kurzen Stücken überlappend setzen, nicht in einem Zug um die Ecke ziehen. Zweitens: bei sehr unebenen Kanten mit einem dünnen Streifen Malerkrepp die Kante vorgeben und den Rest mit Papier oder Folie abdecken. Beim Streichen dann nicht bis zum Anschlag ans Band malen. Die Farbe zieht sich beim Trocknen zusammen, ein kleiner Saum bleibt sauber. Wer zu dick aufträgt, drückt Farbe unter das Band.

Ein sauberes Streichergebnis steht und fällt mit der Vorbereitung. Wer erst nach dem ersten Pinselstrich merkt, dass Farbe unter das Klebeband kriecht, darf nachbessern – meist mit sichtbaren Spuren. Deshalb gilt: Zeit für das Abkleben einplanen, nicht als lästige Pflicht abtun. Eine Wand mit Türen, Fenstern, Fußleisten und Steckdosen braucht leicht eine Stunde nur für das Abkleben. Diese Stunde zahlt sich aus.

Typische Fehler kosten mehr Zeit als das Abkleben selbst: Band zu lange auf der Wand lassen, dann reißt es; Band nach dem Streichen mit Gewalt abziehen, dann platzt die Farbe; auf staubigen Flächen kleben, dann hält nichts; zu viel Farbe an der Kante, dann unterläuft sie. Wer diese Punkte beachtet, muss nach dem Streichen nicht nachbessern. Die Kante bleibt scharf, das Band geht sauber ab – und die Wand sieht aus, als hätte sie nie eine Abgrenzung gebraucht.