5 Regeln für Around the Clock, die dein Training sofort verbessern
Höhe anreißen, Lot prüfen, Dübel setz
Die wichtigste Entscheidung ist das Material des Boards. Für Anfänger ist eine Sisalscheibe die richtige Wahl, weil sie die Pfeilspitzen festhält, sich nach dem Herausziehen wieder schließt und dadurch lange hält. Steckscheiben aus Kunststoff oder dünne Korkplatten sind zwar günstig, aber nach kurzer Zeit durchlöchert und für regelmäßiges Training ungeeignet. Achte beim Kauf darauf, dass die Scheibe fest gepresst ist und die Drähte (das sogenannte Spider) sauber aufliegen. Lose Drähte führen zu Abprallern und zerstören das Spielerlebnis.
Ein häufiger Anfängerfehler ist der Griff mit drei Fingern auf gleicher Höhe. Dadurch kippt der Dart beim Loslassen und trifft fast immer links oder rechts. Ein anderer Fehler: der Daumen liegt nicht auf dem Barrel, sondern drückt seitlich dagegen. Auch das erzeugt eine Drehung. Prüfen lässt sich der Griff einfach: den Dart vor dem Wurf mehrmals anlegen, ohne zu werfen, und beobachten, ob die Spitze ruhig auf ein Ziel zeigt. Wenn sie wandert, stimmt der Griff nicht.
Ringlichter: gleichmäßig, aber nicht immer sinnvo
Warum die Reihenfolge wichtiger ist als die Geschwindigkeit Die zweite Regel betrifft das Tempo. Around the Clock ist kein Wettrennen. Wer hektisch wirft, verliert die Kontrolle über den Arm und trifft noch schlechter. Besser ist ein gleichmäßiger Rhythmus: aufrichten, zielen, werfen. Zwischen den Würfen kurz innehalten, den Stand überprüfen und erst dann den nächsten Dart lösen. Wer zu schnell wirft, merkt nicht, dass sich der Stand oder der Griff verschoben hat.
Für die Praxis gilt: Teste beide Varianten mindestens eine halbe Stunde lang mit demselben Wurfrhythmus. Wirf zehn Aufnahmen Steeldart und zehn Aufnahmen Softdart, notiere Trefferquote auf die Doppelfelder und das subjektive Gefühl in der Schulter. Viele merken erst dabei, dass ihnen das satte Einschlagen der Stahlspitze mehr Rückmeldung gibt oder dass sie mit dem leichteren Softdart präziser auf die kleinen Segmente kommen. Ein weiterer typischer Fehler ist, das Board zu nah oder zu weit weg zu hängen. Der Abstand zur Abwurflinie ist bei beiden Varianten gleich, aber die Boardhöhe und die Raumtemperatur beeinflussen das Ergebnis stärker, als man denkt.
Der Griff entscheidet, ob der Dart überhaupt fliegt Der Griff ist der unterschätzte Teil. Ein Dart wird nicht mit der ganzen Hand umklammert, sondern mit Daumen, Zeige- und Mittelfinger geführt. Der Daumen liegt auf der Oberseite des Barrels, die beiden Finger darunter. Der kleine Finger und der Ringfinger haben keine Aufgabe – sie dürfen entspannt abstehen. Wer den Dart zu fest hält, verkrampft das Handgelenk und wirft den Dart seitlich weg. Wer ihn zu locker hält, verliert ihn im Schwung. Der Griff muss so fest sein, dass der Dart nicht verrutscht, und so locker, dass die Hand ihn beim Loslassen einfach freigibt. Der Dart zeigt beim Anlegen leicht nach oben, nicht nach unten.
Die Bewegung ist erst dann richtig, wenn sie sich wiederholbar anfühlt. Nicht jeder Wurf muss treffen, aber jeder Wurf sollte gleich aussehen. Wer nach jedem Fehlwurf den Griff oder den Stand ändert, baut kein Gefühl auf. Wer dreißig Würfe mit demselben ruhigen Ablauf macht, merkt nach kurzer Zeit, wo die Abweichung entsteht. Das ist der eigentliche Lernprozess: nicht das Zielen, sondern das Erkennen, welcher Teil der Bewegung abweicht. Wer das einmal versteht, braucht keine weiteren Tipps.
Der Wurf selbst ist keine Kraftbewegung aus dem Arm, sondern eine Bewegung aus Ellbogen und Handgelenk. Der Ellbogen bleibt ruhig auf einer Höhe, nur der Unterarm schwingt nach vorne. Das Handgelenk wird eingeknickt und schnappt beim Loslassen nach vorne. Genau dort entsteht die Beschleunigung, nicht im Schultergelenk. Wer aus der Schulter wirft, zieht den Dart nach unten. Wer den Arm nach vorne streckt statt ihn zu schnappen, wirft zu flach. Der Dart verlässt die Hand genau in dem Moment, in dem der Unterarm senkrecht nach vorne zeigt.
Der erste Wurf entscheidet selten über Sieg oder Niederlage, aber er entscheidet darüber, ob der Arm überhaupt eine Chance hat, sich zu wiederholen. Wer ohne klares Muster wirft, trifft zufällig. Wer mit einem falschen Muster wirft, trifft gar nicht mehr. Bevor also an Präzision gedacht wird, muss die Mechanik stimmen: Stand, Griff, Bewegung. Drei Dinge, die zusammenwirken und von denen eines fast immer vernachlässigt wird.
Der Stand ist die Grundlage. Die Füße stehen schulterbreit, der vordere Fuß zeigt zur Scheibe, der hintere leicht nach außen. Das Gewicht liegt anfangs auf dem hinteren Fuß und verlagert sich während des Wurfs nach vorne. Typischer Fehler: zu breiter Stand oder ein Stand, bei dem der Körper seitlich zur Scheibe gedreht ist. Beides zwingt den Arm zu einer Ausgleichsbewegung, die den Wurf unruhig macht. Der Oberkörper bleibt aufrecht, die Schultern parallel zur Scheibe. Nicht in die Hocke gehen, nicht den Rücken runden. Ein stabiler Stand ist wichtiger als ein spektakulärer.