5 Schritte, Bis Ein Scheuer Axolotl Die Hand Duldet

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Typische Fehler machen den Unterschied zwischen Fortschritt und Rückschritt. Dazu gehört, das Tier aus dem Wasser zu reißen, es fest zu drücken oder bei Flucht festzuhalten. Ebenso falsch ist es, mehrere Tiere gleichzeitig zu trainieren oder nach dem Füttern zu üben, wenn der Magen voll ist. Zu häufige Wiederholungen führen zu Stress, sichtbar an gekrümmtem Schwanz, hektischem Schwimmen oder Fressverweigerung. Weniger ist hier mehr.

Die Filterung sollte ruhig laufen. Eine starke Strömung stresst Axolotl, weil sie von Natur aus in stehenden Gewässern leben. Ein Schwammfilter oder ein gedrosselter Außenfilter mit Prallplatte reicht aus. Der häufigste Fehler ist ein zu häufiger Komplettwasserwechsel: Dabei wird die biologische Balance zerstört. Besser sind wöchentlich etwa 20 bis 30 Prozent Teilwasserwechsel mit temperiertem, entchlortem Wasser. Nitrit und Ammoniak müssen bei null bleiben, Nitrat niedrig. Wer diese Werte nicht regelmäßig mit Tröpfchentests prüft, riskiert schleichende Vergiftungen, die sich zuerst durch Appetitlosigkeit und träge Bewegungen zeigen.

Wie man den Lichtzyklus richtig einstel

Wenn der Axolotl die Hand toleriert, folgt das vorsichtige Hochnehmen. Beide Hände müssen kühl, sauber und frei von Seife, Creme oder Desinfektionsmittel sein. Fasse das Tier nie mit trockenen Händen und nie mit einem Kescher aus Stoff. Stütze den Körper mit beiden Händen, eine unter dem Bauch, eine unter dem Schwanzansatz. Hebe den Axolotl nur wenige Zentimeter an und halte ihn knapp unter der Wasseroberfläche. Die Haut ist empfindlich und darf nicht an der Luft austrocknen.

Am Tag des Wechsels wird zunächst ein Teil des Beckenwassers in saubere Behälter abgefüllt. Dieses Wasser ist später wichtig, um den Tieren einen vertrauten Zustand zu bieten. Anschließend werden die Axolotl mit einem weichen Netz oder einer Schüssel vorsichtig umgesetzt, nie mit den Händen, weil die empfindliche Hautschleimschicht leicht verletzt wird. Die Tiere kommen in eine dunkle, kühle Übergangsbox mit belüftetem Wasser aus dem Becken.

Woran man erkennt, dass der Axolotl bereit i

Anmeldung bei der zuständigen Behörde Nach dem Bundesnaturschutzgesetz muss der Erwerb eines Axolotls der unteren Naturschutzbehörde des jeweiligen Kreises oder der kreisfreien Stadt gemeldet werden. Zuständig ist meist das Umwelt- oder Ordnungsamt. Die Meldung erfolgt in der Regel innerhalb von zwei Wochen nach dem Erwerb und ist formgebunden. Viele Behörden verlangen eine Herkunftsbescheinigung, also einen Nachweis, dass das Tier aus legaler Nachzucht stammt. Fehlt dieser Nachweis, kann die Haltung untersagt werden. Ein Kauf ohne Papiere ist deshalb ein Risiko, das im Nachhinein kaum zu reparieren ist.

In einigen Bundesländern gelten zusätzliche Regelungen, etwa zur Mindestgröße des Beckens oder zur Wasserführung. Wer die Tiere in einem Aquarium mit Fischen vergesellschaftet, verstößt nicht gegen Artenschutzrecht, handelt aber tierschutzwidrig, weil Axolotl kühles, sauberes Wasser und keine Fresskonkurrenz brauchen. Die rechtliche Seite ist also nur ein Teil. Wer die Meldung sauber erledigt, das Tier kennzeichnen lässt und die Herkunft dokumentiert, hat die wichtigsten Hürden genommen. Wer darauf verzichtet, gefährdet nicht nur die eigene Haltung, sondern auch die legale Nachzucht insgesamt.

Bevor überhaupt eine Hand ins Wasser kommt, muss das Becken stimmen. Temperaturen zwischen 16 und 20 Grad Celsius, weiches, sauberes Wasser und Rückzugsorte wie Höhlen oder Pflanzen geben Sicherheit. Ein Axolotl, der sich im Becken ständig versteckt, ist nicht bereit für Körperkontakt. Beobachte über einige Wochen, wann das Tier aktiv wird, frisst und ruhig sitzt. Diese Momente nutzt man später für kurze Übungen.

Die zweite Pflicht betrifft die Kennzeichnung. Axolotl müssen individuell markiert werden, üblich ist ein Transponder unter der Haut oder ein Fotodokument mit eindeutigen Merkmalen. Ohne Kennzeichnung lässt sich nicht belegen, welches Tier gemeint ist, wenn mehrere gehalten werden. Wer diese Pflicht ignoriert, riskiert Bußgelder und Probleme bei der Abgabe oder Weitergabe der Tiere. Auch die Abgabe selbst ist meldepflichtig, ebenso der Tod des Tieres. Ein lückenloses Bestandsbuch mit Datum, Herkunft und Kennnummer spart bei Kontrollen viel Ärger.

Wer einen Axolotl halten will, stößt schnell auf widersprüchliche Aussagen. Mal heißt es, die Tiere seien völlig unproblematisch, mal von Verboten die Rede. Der entscheidende Punkt ist die Artenschutzgesetzgebung: Der Axolotl steht im Anhang II des Washingtoner Artenschutzübereinkommens und ist damit in der Europäischen Union als geschützte Art eingestuft. Daraus folgt eine Reihe von Pflichten, die unabhängig davon gelten, ob das Tier im Zoohandel, von einem Züchter oder privat erworben wurde. Die häufigste Fehlerquelle ist nicht die Haltung selbst, sondern die versäumte Anmeldung.

Vertrauen aufbauen statt greifen Der erste Schritt ist keine Berührung, sondern Nähe ohne Zwang. Setze dich regelmäßig vor das Becken, bewege dich langsam und füttere mit einer Pinzette an einer festen Stelle. So verbindet der Axolotl deine Anwesenheit mit Futter und nicht mit Störung. Später hältst du die Hand flach ins Wasser, zunächst in einigem Abstand. Bleibt das Tier ruhig, darf die Hand näher kommen. Zuckt es zusammen oder schwimmt weg, brich die Übung sofort ab und wiederhole sie am nächsten Tag kürzer.