5 Wege, Wie Sie Im Haushaltsofen Dampf Erzeugen

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Nach dem Backen beginnt der kritische Moment. Die Kruste ist noch heiß und weich; erst beim Abkühlen auf einem Gitter wird sie fest. Wird das Brot sofort in ein Tuch gewickelt oder in einen Behälter gelegt, staut sich Feuchtigkeit. Die Kruste weicht auf und bleibt ledrig. Richtig ist: Auf einem Rost vollständig auskühlen lassen, damit die Restfeuchte entweichen kann. Erst danach, wenn überhaupt, luftdicht verpacken. Auch das Anschneiden im heißen Zustand zerstört die Kruste, weil Dampf aus dem Inneren nach außen dringt und sie aufweicht.

Ein weiterer häufiger Fehler ist das Bestreichen mit Wasser oder Öl direkt nach dem Backen. Wasser macht die Kruste sofort weich, Öl verhindert das Austrocknen und damit die Knusprigkeit. Wer eine glänzende Kruste möchte, kann vor dem Backen mit Wasser bestreichen – aber nicht danach. Für eine besonders knusprige Kruste hilft es, den Ofen in den letzten fünf Minuten leicht zu öffnen, damit die Restfeuchte entweicht. Das ist kein Muss, aber ein wirksamer Trick.

Für eine Kastenform mit etwa 20 Zentimetern Länge reichen 20 Gramm Mehl aus dem Rezept und 100 Gramm Wasser. Beides in einem kleinen Topf mit dem Schneebesen klumpenfrei verrühren, dann bei mittlerer Hitze unter ständigem Rühren erhitzen. Sobald die Masse streifig wird und am Boden Spuren hinterlässt, sofort vom Herd nehmen. Zu lange gekocht wird der Tangzhong fest und lässt sich später nur schwer unter den Hauptteig mischen. Abgedeckt auf Handwärme abkühlen lassen, nicht kalt verwenden, sonst stockt die Gare.

Die Temperatur der Einschussfläche spielt eine unterschätzte Rolle. Eine zu kalte Fläche lässt den Teigling an der Unterseite kleben, während die Oberseite schon nach vorn kippt. Eine zu heiße Fläche verbrennt die Unterseite, bevor der Teigling stabil aufliegt. Der Teigling braucht eine Fläche, die heiß genug ist, um sofort zu haften, aber nicht so heiß, dass die Unterseite in Sekunden festbrennt. Zwischen dem Aufsetzen und dem Loslassen darf keine Pause entstehen. Wer zögert, verliert die Haftung, und der Teigling rutscht oder kippt.

Wie Hitze und Auskühlen die Kruste bestimmen Die Hitze muss in der zweiten Backhälfte kräftig sein. Eine zu niedrige Temperatur führt dazu, dass die Kruste zwar trocken wird, aber nicht genug Farbe und Aroma entwickelt. Eine zu hohe Temperatur verbrennt sie, bevor das Innere gar ist. Bewährt hat sich: erst bei hoher Temperatur mit Dampf backen, dann die Temperatur senken und die Oberhitze betonen. Wer einen Backstein oder ein Blech verwendet, speichert zusätzlich Wärme und sorgt für gleichmäßigen Bodenkontakt.

Weiche Krume entsteht nicht durch mehr Fett oder mehr Zucker, sondern durch Wasserbindung. Genau hier setzt Tangzhong an: Ein Teil des Mehls wird mit der fünffachen Wassermenge verkocht, bis eine zähe, puddingartige Masse entsteht. Dabei quellen die Stärkekörner vor und binden Flüssigkeit, die später im Backofen nicht als Dampf entweicht, sondern im Krümel bleibt. Das Ergebnis ist ein Toastbrot, das sich mehrere Tage weich anfühlt, ohne dass es beim Schneiden zerbröselt. Der Effekt ist messbar, aber er verlangt Genauigkeit in den ersten zehn Minuten der Herstellung.

Kartoffeln und Möhren zunächst gründlich waschen, aber nicht schälen. Die Schale hält das Gemüse zusammen und verhindert, dass es beim Garen zu stark zerfällt. Kartoffeln in etwa zwei Zentimeter große Würfel schneiden, Möhren in Scheiben von ähnlicher Dicke. Alles auf ein Küchentuch legen und trocken tupfen. Wer das Gemüse direkt aus dem feuchten Fach in den Teig gibt, bekommt eine wässrige Kruste und einen rohen Kern. Ein Fehler, der sich später kaum korrigieren lässt.

Den Teig zu einem Rechteck ausrollen, das Gemüse in der Mitte verteilen und die Ränder gut verschließen. Die Naht nach unten legen. Vor dem Backen die Oberfläche mit Wasser bestreichen und mit einer Gabel einige Male einstechen. So kann Dampf entweichen, ohne dass der Teig aufreißt. Bei 200 Grad Ober- und Unterhitze etwa 35 Minuten backen. Nach 20 Minuten die Temperatur auf 180 Grad senken, damit die Kruste nicht zu dunkel wird.

Gebacken wird bei moderater Ober- und Unterhitze, damit die Krume durchgart, ohne dass die Kruste zu dunkel wird. Nach etwa zehn Minuten kann die Oberfläche locker mit Aluminiumfolie abgedeckt werden. Die Kerntemperatur liegt bei etwa 95 Grad, alternativ klopft man auf den Boden: Klingt es hohl, ist das Brot fertig. Sofort aus der Form lösen und auf einem Gitter vollständig auskühlen lassen. Warm angeschnitten reißt die Krume und wird gummiartig. Tangzhong-Toast hält sich in einer fest verschlossenen Dose mehrere Tage weich, ohne dass es an Geschmack verliert.

Kalte Führung: warum der Kühlschrank arbeitet und nicht der Wecker Die kalte Führung ist der Kern der Methode. Nach dem Kneten kommt der Teig in eine geölte Schüssel, wird abgedeckt und für acht bis zwölf Stunden in den Kühlschrank gestellt. Wichtig ist eine Temperatur zwischen vier und sechs Grad. Zu warm bedeutet, dass der Teig über Nacht übergärt, zu kalt, dass er morgens noch nicht reif ist. Ein Thermometer im Kühlschrank ist keine Spielerei, sondern die einfachste Möglichkeit, konstante Ergebnisse zu bekommen. Der Teig sollte sich in dieser Zeit mindestens verdoppeln, besser noch etwas mehr Volumen aufbauen.