6 Raumteiler-Lösungen, die ohne Baustelle funktionieren
Für Räume mit hoher Luftfeuchtigkeit, etwa Bäder, ist die Kombination aus Wandheizung und Lehm besonders sinnvoll, weil der Lehm Feuchtigkeit aufnimmt und bei Wärme wieder abgibt. In Schlafräumen punktet die strahlungsarme Wärme, die keine Luftbewegung erzeugt. Wer eine Komplettsanierung vermeiden will, findet hier einen Weg, der sich auf einzelne Wände beschränkt und dennoch spürbare Verbesserungen bringt – vorausgesetzt, die Heizlast stimmt und die Wand ist trocken.
Nach dem Trocknen wird geschliffen. Schleifpapier mit mittlerer Körnung auf einen Klotz oder Schleifschwamm spannen, damit die Fläche eben bleibt. Nur die Übergänge bearbeiten, nicht die gesamte Wand. Zu starkes Schleifen erzeugt Mulden, die nach dem Streichen als Schatten sichtbar sind. Anschließend die Fläche mit einem trockenen Tuch abwischen, damit Staub die neue Farbe nicht stört. Wer unsicher ist, hält eine Lampe flach an die Wand: Schräglicht zeigt Unebenheiten deutlicher als direktes Licht.
Beim Kochen ohne Dunstabzug verteilt sich der Wasserdampf ungehindert im Raum. Ein einziger Topf Nudelwasser setzt pro Kochvorgang schnell ein bis zwei Liter Wasser frei, die als Dampf in der Luft landen und sich später an kalten Flächen niederschlagen. Wer regelmäßig ohne Abzug kocht, merkt das an beschlagenen Fenstern, feuchten Wänden hinter dem Herd und einem muffigen Geruch, der sich in Textilien festsetzt. Die Lösung liegt nicht in einem einzelnen Trick, sondern in einer Kombination aus Kochverhalten, Lüftung und ein paar einfachen Hilfsmitteln.
Licht braucht eigene Planung. Ein Raumteiler mit geschlossener Rückwand verdunkelt die dahinterliegende Zone. Wer dort arbeitet oder liest, sollte auf indirekte Beleuchtung setzen: LED-Leisten an der Regalunterseite oder eine Stehlampe seitlich. Ein Raumteiler direkt vor dem Fenster ist fast immer eine schlechte Idee. Er nimmt Tageslicht und blockiert die Heizung. Wer dennoch trennen muss, wählt ein offenes, niedriges Element oder lässt einen Durchgang von mindestens 80 Zentimetern frei.
Der Abstand zur Wand sollte mindestens einige Zentimeter betragen, damit Schläuche nicht scheuern und die Luft zirkulieren kann. Steht das Gerät in einer Nische, bleibt oft zu wenig Raum für die Tür. Ein Waschtrockner braucht beim Trocknen viel Luft; wird die Abwärme nicht abgeführt, steigt die Feuchtigkeit im Raum stark an. Deshalb ist regelmäßiges Lüften Pflicht – Stoßlüften ist wirksamer als ein gekipptes Fenster über Stunden. Ein Hygrometer an der Wand zeigt, wann der Wert zu hoch wird. Dauerhaft über etwa sechzig Prozent relative Luftfeuchtigkeit begünstigt Schimmel an Fugen und Silikon.
Zwischen den Bahnen zügig arbeiten, damit die Farbe an den Übergängen noch feucht ist und sich gut verbindet. Bei großen Flächen zu zweit streichen: einer rollt, der andere zieht die Kanten nach. Nach etwa 15 Minuten Trockenzeit die nächste Schicht auftragen. Zwei dünne Schichten decken besser als eine dicke. Bei dunklen Farben kann ein heller Grundierungston die Deckkraft erhöhen.
Die einfachste Lösung bleibt ein Möbelstück, das mehrere Aufgaben erfüllt: Regal, Sitzgelegenheit oder Ablage. Wer sich für ein Modell entscheidet, misst zuerst den Raum, markiert die Stellfläche mit Kreppband und testet den Laufweg. Erst dann wird gekauft. So lässt sich ein Raumteiler ohne Umbau einsetzen, der Zonen schafft, Stauraum bietet und das Licht nicht aussperrt.
Kanten sauber abkleben Kreppband haftet nur auf sauberen, trockenen Flächen. Vor dem Abkleben Staub und Fett von der Wand und der angrenzenden Fläche entfernen. Das Band in kurzen Stücken von etwa 30 Zentimetern Länge ansetzen und mit dem Fingernagel oder einem Rakel fest andrücken. An Ecken und Kanten das Band leicht überstehen lassen und erst nach dem Trocknen der Farbe mit einem Cuttermesser abschneiden. Ein häufiger Fehler: zu viel Farbe über die Klebekante rollen. Dann kriecht die Flüssigkeit unter das Band und bildet unschöne Ränder. Deshalb in diesem Bereich lieber dünn und mit wenig Druck arbeiten. Nach dem Trocknen das Band im flachen Winkel abziehen, nicht senkrecht zur Wand.
Für Mietwohnungen ohne Bohren bieten sich Steckregale, Raumteiler mit Standfüßen oder leichte Paravents an. Wer nicht in die Decke dübeln darf, sollte auf Klemmstangen verzichten, wenn die Decke abgehängt oder aus Rigips ist. Ein freistehendes Regal braucht eine Wand als Rücken oder eine Wandfixierung, sonst kippt es bei Belastung. Prüfe vor dem Aufbau, ob der Boden eben ist: Ein unebener Untergrund lässt das Element kippeln und beschädigt auf Dauer die Verbindungen.
Ausrichten, Anschlüsse und die richtige Wand Vor dem Anschließen wird das Gerät ausgerichtet. Drehen Sie die Füße so, dass das Gehäuse in beide Richtungen waagerecht steht, und kontern Sie die Muttern fest. Ein leichtes Kippen von Ecke zu Ecke zeigt, welcher Fuß nachjustiert werden muss. Danach prüfen: Lässt sich das Gerät an einer diagonal gegenüberliegenden Ecke kaum noch kippen, steht es stabil. Transportsicherungen müssen vollständig entfernt sein, sonst schleudert die Trommel gar nicht oder zerstört die Lager. Zulaufschlauch und Ablaufschlauch nicht knicken, den Ablauf mit Gefälle verlegen und den Siphon-Anschluss dicht setzen. Ein Rückfluss verhindert, dass Abwasser ins Gerät steigt.