Altbau sanieren oder abreißen: was wirklich zählt
Zunächst wird die Fläche gründlich gereinigt. Fett, Kalk und Seifenreste entfernen, danach mit klarem Wasser nachwischen und vollständig trocknen lassen. Silikonfugen in den Ecken und am Wannenrand schneidet man mit einem Messer heraus, weil darauf keine Haftung entsteht. Die freigelegten Fugen werden mit neuem Sanitärsilikon verschlossen, sobald die neue Oberfläche fertig ist. Prüfen Sie außerdem, ob einzelne Fliesen hohl klingen. Solche Stellen lassen sich mit Injektionsharz verfestigen oder man entfernt sie und füllt den Hohlraum mit Reparaturmörtel auf.
Wann Streichen sinnvoll ist und wann Sprühen überlegen i
Zuerst wird gemessen, nicht geschätzt. Notwendig sind die Breite zwischen Geländer und Wohnungswand, die Tiefe der Fensterbank oder Türschwelle und der Bereich, den die Tür beim Öffnen nach außen überstreicht. Von der Gesamtfläche bleiben nach Abzug dieser Zonen oft nur zwei bis drei Quadratmeter echte Stellfläche übrig. Diese Fläche bestimmt die Tischgröße, nicht umgekehrt. Für zwei Personen reicht eine Platte von etwa 60 mal 60 Zentimetern, bei vier Personen werden mindestens 110 mal 70 Zentimeter gebraucht – Letzteres passt nur auf größeren Balkonen und meist nur quer zur Längsachse.
Wer ein Haus aus der Zeit vor 1950 kauft, steht schnell vor der Frage, ob eine schrittweise Sanierung sinnvoll ist oder ob ein Abriss mit Neubau die bessere Lösung darstellt. Die Antwort hängt nicht von Ideologie ab, sondern von drei Faktoren: Bausubstanz, Statik und Zielsetzung. Ein Altbau lässt sich fast immer schrittweise ertüchtigen, wenn die Grundsubstanz trägt und die Feuchtigkeit im Griff ist. Ist das Fundament marode oder das Mauerwerk durchfeuchtet, wird jeder weitere Schritt teuer und unsicher.
Die ersten Reihen entscheiden über das ganze Ergebn
Arbeiten Sie mit einer dicken Mulchschicht aus Rindenmulch oder mineralischem Mulch. Mineralischer Mulch – Splitt oder Kies – verrottet nicht und muss seltener erneuert werden. Organischer Mulch wie Rindenmulch zersetzt sich und muss alle zwei bis drei Jahre ergänzt werden. Beide Varianten unterdrücken Unkraut, halten Feuchtigkeit im Boden und sparen Gießgänge. Eine Mulchschicht von fünf bis acht Zentimetern reicht. Zu dünn aufgetragen, wächst Unkraut durch; zu dick, und das Wasser erreicht die Wurzeln nicht.
Am Ende bleibt die Frage, ob sich der Aufwand lohnt. Ein Altbau mit guter Substanz bietet oft größere Räume, dickere Wände und einen Charakter, den ein Neubau nicht erreicht. Entscheidend ist, ob die Sanierung schrittweise erfolgen kann, ohne dass jeder Schritt den nächsten blockiert. Wenn das gelingt, ist der Altbau keine Last, sondern eine solide Basis.
Ein häufiger Fehler ist die Unterschätzung des Zeitaufwands. Eine schrittweise Sanierung dauert bei einem Einfamilienhaus realistisch zwei bis vier Jahre, wenn man berufstätig ist. Wer in dieser Zeit im Haus wohnt, muss mit Staub, Lärm und Provisorien leben. Besser ist, den Einzug erst nach Abschluss der staubintensiven Arbeiten zu planen. Wer handwerklich begabt ist, kann viel selbst machen – aber Statik, Elektrik und Dach sollten Fachleute übernehmen.
Bei der Elektrik gilt: alte Leitungen aus den 1960er-Jahren haben keinen Schutzleiter und keine ausreichende Absicherung. Eine Teilmodernisierung nur im sichtbaren Bereich bringt wenig. Sinnvoll ist, pro Etage neue Leitungen zu ziehen, solange die Wände ohnehin offen sind. Dasselbe gilt für Wasserrohre aus Blei oder verzinktem Stahl – sie gehören vollständig ersetzt, nicht geflickt.
Die richtige Reihenfolge entscheidet über die Kosten Bewährt hat sich diese Abfolge: zuerst Dach und Fassade, dann Fenster, dann Innenausbau, zuletzt Heizung und Elektrik. Dach und Fassade schützen das Gebäude vor weiterem Wassereintrag. Sind sie dicht, können Innenräume trocknen. Fenster mit guter Dämmung reduzieren Wärmeverluste, dürfen aber nicht zu einer luftdichten Hülle führen, solange die Wände noch Feuchtigkeit abgeben. Wer zuerst innen dämmt und außen nichts tut, holt sich Schimmel in die Ecken.
Der erste Schritt ist immer eine Bestandsaufnahme. Dazu gehören die Prüfung des Mauerwerks auf Salzausblühungen, die Kontrolle der Holzbalken auf Schädlingsbefall und die Messung der Feuchtigkeit in Wänden und Decken. Ein Statiker sollte die Tragfähigkeit der Decken und des Dachstuhls beurteilen. Ohne diese Grundlage ist jede Planung ein Ratespiel. Typischer Fehler: mit dem Bad beginnen, bevor die Ursache für feuchte Wände geklärt ist. Dann saniert man zweimal.