Bevor Die Heizsaison Beginnt: Dichtungen Selbst Sauber Erneuern

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Wer in einer Mietwohnung renoviert, unterschätzt oft, dass Sicherheit nicht nur eine Frage des eigenen Wohlbefindens ist, sondern eine rechtliche Pflicht. Sie haften gegenüber dem Vermieter und gegenüber Dritten, wenn durch unsachgemäße Arbeiten Schäden entstehen. Bevor Sie den Pinsel schwingen, prüfen Sie daher, welche Arbeiten Sie überhaupt ohne Zustimmung ausführen dürfen. Streichen und Tapezieren sind meist erlaubt, sobald Sie aber an Elektrik, Gas oder tragenden Wänden arbeiten, wird es kritisch. Hier gilt: Ohne schriftliche Genehmigung des Vermieters sollten Sie solche Eingriffe unterlassen, sonst riskieren Sie nicht nur eine Abmahnung, sondern im Schadensfall die volle Haftung.

Ein weiterer Aspekt ist die Absicherung von Leitern und Gerüsten. Ein Sturz von der Leiter ist die häufigste Unfallursache bei Renovierungen. Stellen Sie die Leiter nur auf ebenen Untergrund und sichern Sie sie gegen Wegrutschen. Arbeiten Sie nie über Kopf, ohne dass eine zweite Person die Leiter hält. Wenn Sie in einer höheren Etage wohnen, prüfen Sie, ob das Fensterbrett das Gewicht trägt, falls Sie Arbeiten am Fenster durchführen. Denken Sie auch an den Brandschutz: Halten Sie Feuerlöscher oder zumindest einen Eimer Wasser bereit, wenn Sie mit offener Flamme arbeiten, etwa beim Entfernen von alten Teppichen.

Die drei gefährlichsten Fehler bei der Renovierung und wie Sie sie vermeiden Der erste typische Fehler ist das Arbeiten an der Elektrik ohne Fachkenntnis. Eine einfache Lampe anzuschließen, erscheint harmlos, aber ein falsch geklemmter Nullleiter kann später zu einem Kurzschluss führen. Schalten Sie immer den Sicherungsautomaten ab und prüfen Sie mit einem Spannungsprüfer, ob wirklich kein Strom fließt. Wenn Sie sich nicht absolut sicher sind, beauftragen Sie eine Elektrofachkraft. Die Kosten dafür sind geringer als die möglichen Folgen eines Brandes, für den Sie als Mieter haften. Merken Sie sich: Jede Änderung an der fest installierten Elektrik muss von einem Fachbetrieb dokumentiert werden, sonst verlieren Sie im Streitfall.

Ein typischer Fehler ist, die Sitzbank mit Stauraum zu kombinieren, ohne die Auszugsrichtung zu beachten. Eine Bank mit Frontauszug blockiert den Gang, wenn sie geöffnet ist. Wählen Sie stattdessen eine Bank mit Deckel, der nach oben aufklappt – das spart Platz und erfordert keine Vorfahrt. Verzichten Sie auf offene Regale, die Staub fangen und Unordnung zeigen. Geschlossene Fächer in einer Nische oder ein schmaler Hochschrank mit Sockel sind praktischer und wirken aufgeräumter.

Für Stauraum in schmalen Fluren eignen sich vor allem hohe, aber flache Schränke. Ein Schrank mit 30 Zentimetern Tiefe und 180 Zentimetern Höhe nimmt weniger Grundfläche weg als ein breiter Lowboard. Nutzen Sie das obere Drittel für selten gebrauchte Dinge wie Taschen oder saisonale Schuhe. Unten bieten sich offene Körbe an, die Sie direkt mit der Hand erreichen. Achten Sie darauf, dass die Türen nicht in den Flur schlagen – eine Schiebetür oder eine Falttür ist hier Gold wert.

Die Wahl der Farbe ist entscheidend für die spätere Rückgabe. Greifen Sie zu einer abwaschbaren, weißen Dispersionsfarbe mit guter Deckkraft. Ein Anstrich mit mattem Finish kaschiert kleine Unebenheiten besser als ein Glanzlack. Prüfen Sie vor dem Streichen die Wand auf Risse, Nagellöcher oder Schimmel. Kleinere Löcher spachteln Sie mit einem schnelltrocknenden Spachtel, schleifen die Stelle glatt und grundieren sie. Das verhindert, dass die Farbe ungleichmäßig aufzieht und später Flecken zeigt.

Wer in einer Mietwohnung wohnt und im Sommer unter aufgeheizten Räumen leidet, denkt oft an Fensterfolien. Doch bevor man eine Folie kauft und zuschneidet, sollte man einen entscheidenden Punkt klären: die Erlaubnis des Vermieters. Viele Mietverträge enthalten Klauseln, die Veränderungen an der Bausubstanz oder am Erscheinungsbild des Gebäudes verbieten. Eine Folie, die von außen sichtbar ist, kann als solche Veränderung gelten. Wer ohne Zustimmung klebt, riskiert eine Abmahnung oder im schlimmsten Fall die Aufforderung, die Folie wieder zu entfernen. Also: Zuerst den Mietvertrag prüfen, dann beim Vermieter nachfragen. Die meisten erlauben die Montage, wenn die Folie sich rückstandslos entfernen lässt.

Die richtige Klebetechnik entscheidet über die Lebensdauer Vor dem Einkleben muss die Nut gründlich gereinigt werden. Entfernen Sie alte Klebereste vollständig, am besten mit einem Kunststoffschaber. Fett und Staub sind die häufigsten Ursachen für das spätere Ablösen der Dichtung. Wischen Sie die Nut anschließend mit einem fettlösenden Reiniger aus und lassen Sie sie vollständig trocknen. Nur dann haftet der Kleber dauerhaft. Arbeiten Sie bei Temperaturen über zehn Grad, idealerweise zwischen 15 und 20 Grad. Bei Kälte wird der Kleber spröde und die Haftung lässt nach.

Nach dem Einkleben prüfen Sie die Funktion. Schließen Sie das Fenster und kontrollieren Sie, ob der Flügel gleichmäßig anliegt. Bewegen Sie den Griff in die Verriegelungsposition – ein erhöhter Kraftaufwand ist normal. Lässt sich das Fenster nicht schließen, ist die Dichtung zu dick. Öffnen Sie in diesem Fall das Fenster, drücken Sie die Dichtung an den kritischen Stellen stärker in die Nut oder wählen Sie ein etwas flacheres Profil. Wiederholen Sie den Blatt-Test: Das Papier sollte nun deutlich schwerer herauszuziehen sein. Dieser einfache Check gibt Ihnen die Sicherheit, dass Sie den Austausch erfolgreich abgeschlossen haben und die Heizperiode ohne Zugluft beginnen kann.