Bevor du streichst, wie Lehmfarbe das Raumklima spürbar verbessert
Ein weiterer Punkt ist die Wand, an der der Schrank steht. In Altbauten sind Wände oft nicht im Lot, sondern weichen einige Zentimeter nach oben oder unten ab. Wenn Sie den Schrank mit der Rückwand direkt an die Wand stellen, überträgt sich diese Schräge auf den Korpus. Nutzen Sie daher die Wandbefestigung, die der Pax mitbringt, aber unterlegen Sie die Halterungen mit Unterlegscheiben oder dünnen Holzkeilen, um eine gerade Referenzlinie zu schaffen. Messen Sie den Abstand von der Wand an mehreren Stellen und gleichen Sie ihn aus. Nur so steht der Schrank stabil und die Türen laufen parallel zur Vorderkante.
Wenn das Regal trotzdem noch wackelt, liegt es oft an unebenen Böden. Messen Sie mit einer Wasserwaage, ob das Regal im Lot steht. Kleine Unebenheiten gleichen Sie mit justierbaren Bodenständern aus, die Sie unter die Füße schrauben. Diese Ständer gibt es in verschiedenen Ausführungen mit Gummi- oder Filzauflage. Die Gummi-Auflage verhindert nicht nur das Verkratzen des Bodens, sondern auch das Verrutschen. Ein weiterer Trick: Legen Sie eine dünne Schicht Filz zwischen Regal und Wand, falls das Regal doch an einer Wand steht – das dämpft Schwingungen und verhindert, dass Geräusche auf die Wand übertragen werden. Wenn Sie das Regal in der Raummitte aufstellen, sollten Sie auch die Decke als Stabilisierung nutzen. Dazu spannen Sie eine Deckenstrebe aus Metall, die Sie an der Oberseite des Regals befestigen und an der Zimmerdecke abstützen. Diese Strebe ist leicht zu montieren und lässt sich bei einem Umzug rückstandslos entfernen.
Ein weiterer Punkt ist die Schallübertragung. Ein offenes Regal ohne Rückwand überträgt Geräusche ungehindert. Um die Akustik zu verbessern, stellen Sie eine Schicht aus Korkplatten oder Akustikpaneelen an die Rückseite eines der beiden Regalseiten. Das schluckt Schall und sieht gleichzeitig dekorativ aus. Alternativ können Sie einen der Böden mit einem dicken Teppich oder einer Decke auslegen – das dämpft den Schall, sieht aber etwas unordentlich aus. Eine sauberere Lösung ist, einen Stoffvorhang hinter dem Regal zu spannen. Das ist mietfreundlich, da Sie den Vorhang einfach an einer Deckenstange befestigen können, ohne Bohren. Wenn Sie das Regal als Sichtschutz nutzen möchten, sollten Sie die Lücken zwischen den Büchern mit Deko-Elementen oder geschlossenen Boxen füllen – das verringert die Durchsicht und erhöht das Wohngefühl.
Wer die Klimavorteile langfristig nutzen will, sollte die Wand nicht überdecken. Vermeide es, Bilder oder Möbel direkt vor die Lehmfläche zu stellen, weil die Luftzirkulation dort eingeschränkt wird. Auch ein zweiter Anstrich mit einem synthetischen Finish wäre kontraproduktiv – er versiegelt die Poren und macht den Klimaeffekt zunichte. Wenn du also eines Tages die Farbe wechseln möchtest, wähle wieder ein mineralisches Produkt. So behält die Wand ihre Fähigkeit, Feuchtigkeit aufzunehmen und abzugeben. Bei richtiger Pflege hält eine Lehmfarbe übrigens viele Jahre – und sie lässt sich leicht ausbessern, falls doch einmal ein Kratzer entsteht.
Ein Bücherregal als Raumteiler ist eine elegante Lösung, um einen großen Raum in zwei Bereiche zu gliedern, ohne Wände einzuziehen. Besonders in Mietwohnungen ist das attraktiv, denn es entsteht kein baulicher Eingriff. Doch viele scheitern an der Umsetzung: Das Regal kippt, wackelt oder überträgt jedes Geräusch. Mit der richtigen Planung und ein paar handwerklichen Kniffen lässt sich das vermeiden. Entscheidend sind die Wahl des Regals, die Belastung der Böden und die Montage der Verbindungen.
Nach dem Ausrichten sollten Sie den Schrank an der Wand festschrauben, bevor Sie die Türen montieren. Das verhindert, dass sich der Korpus beim späteren Befüllen oder durch Bewegungen im Haus leicht verschiebt. Prüfen Sie nach dem Festschrauben erneut das Lot – oft verändert sich die Position minimal, wenn die Schrauben angezogen werden. Ein letzter Tipp: Lassen Sie dem Schrank nach dem Aufstellen einen Tag Zeit, bevor Sie die Türen einstellen. Holz arbeitet, und in Altbauten schwankt die Luftfeuchtigkeit stärker als in Neubauten. Wer sofort maximal präzise einstellt, muss später korrigieren, wenn sich das Material gesetzt hat.
Ein Pax-Schrank ist ein präzises Möbelstück, aber in einem Altbau sind Wände und Böden oft alles andere als gerade. Wer den Schrank einfach aufstellt und die Türen justiert, scheitert spätestens nach ein paar Wochen an verzogenen Türen oder einem Spalt, der sich nicht schließen lässt. Die Lösung liegt nicht im Nachjustieren der Scharniere, sondern in der Ausrichtung des gesamten Schrankkorpus. Nur wenn der Korpus wirklich lotrecht steht, haben die Türen eine Chance, dauerhaft gerade zu bleiben.
Die richtige Verbindungstechnik: So bleibt das Regal leise und standfest Der Hauptgrund für lautes Knarzen und Wackeln sind lose Verbindungen. Bei den meisten Regalen werden die Böden nur mit Kunststoffdübeln oder kleinen Metallstiften in die Seitenwände gesteckt. Das ist für einen normalen Schrank ausreichend, aber nicht für einen frei stehenden Raumteiler. Verwenden Sie zusätzliche Winkelverbinder aus Metall, die Sie an den Innenseiten der Regalböden und der Seitenwände anbringen. Diese Winkel gibt es in jedem Baumarkt. Schrauben Sie sie kreuzweise an jedem Eckpunkt fest. Alternativ können Sie die Böden mit Holzleim und Schrauben fixieren, wenn das Regal nicht mehr auseinandergebaut werden muss. Achten Sie darauf, dass die Schrauben nicht zu lang sind, sonst durchstoßen sie die Außenwände. Eine weitere Möglichkeit sind sogenannte Möbelverbinder, die Sie in vorgebohrte Löcher einsetzen. Diese halten deutlich besser als einfache Dübel und reduzieren das Knarzen spürbar.