Dämmstoffe für Innenwände im Altbau: Der Fehler, der Schimmel bringt
Eine Matratze ist dann zu hart, wenn Schulter und Becken nicht einsinken können. Der Druck verteilt sich nicht, sondern sammelt sich an wenigen Punkten. Typische Folgen sind Einschlafprobleme, ein taubes Gefühl im Arm und morgendliche Verspannungen im Nacken. Zu weich ist sie, wenn die Wirbelsäule durchhängt, das Becken zu tief liegt und die Lendenwirbelsäule keine Stütze mehr findet. Beide Extreme führen zu ähnlichen Beschwerden, nur an anderen Stellen.
Bei Möbeln gilt: Nichts direkt vor das Fenster stellen, was die Laibung verdeckt. Ein Schreibtisch oder eine Kommode sollte mindestens die Laibungstiefe plus eine Handbreit Abstand zur Wand haben, damit Vorhänge frei fallen können. Wenn der Platz nicht reicht, ist ein niedriges Möbelstück die bessere Wahl, denn es stört die Fensterdekoration nicht. Regale über dem Fenster funktionieren nur, wenn der Sturz gerade ist, und das ist er im Altbau selten. Wer dort dennoch anbringen will, muss mit Unterlegscheiben oder Keilen arbeiten, nicht mit roher Gewalt.
So gehen Sie bei der Auswahl und Verarbeitung vor Prüfen Sie zuerst den Untergrund. Eine unebene Wand aus Ziegel oder Fachwerk muss vor dem Dämmen verputzt oder mit einer Ausgleichsschicht versehen werden. Sonst entstehen Hohlräume, in denen die Luft zirkuliert und Feuchtigkeit an kalten Stellen auskondensiert. Bei Fachwerk sind die Gefache oft aus Lehm und die Balken aus Eiche. Hier ist ein diffusionsoffener Aufbau Pflicht. Dämmplatten aus Holzfasern oder Kalziumsilikat lassen sich direkt auf das Mauerwerk kleben, sofern dieses tragfähig und trocken ist. Eine Dampfbremse, die nur einseitig wirkt, gehört nicht auf die warme Seite, wenn der Dämmstoff bereits kapillaraktiv ist.
Am Ende zählt nicht der billigste Dämmstoff, sondern der, der zur Wand und zum Nutzerverhalten passt. Kapillaraktive Materialien kosten mehr, verzeihen aber kleine Fehler. Mineralwolle mit Dampfsperre ist nur etwas für absolute Könner. Im Altbau mit unregelmäßigem Mauerwerk und oft unbekannter Feuchtebelastung ist die diffusionsoffene Variante die sicherere Wahl. Wer das beachtet, vermeidet den teuersten Fehler: Schimmel hinter der Dämmung, den man erst nach Jahren sieht.
Beim Dämmen von Innenwänden im Altbau entscheidet nicht der Dämmwert allein, sondern der Feuchtehaushalt. Viele greifen zur erstbesten Mineralwolle und wundern sich nach einem Winter über Schimmel in den Ecken. Der Grund: Innenwanddämmung verlagert den Taupunkt nach innen. Wird die Feuchtigkeit dort nicht abgeführt, durchfeuchtet die Konstruktion. Wer das ignoriert, saniert nicht, sondern schafft Bauschäden.
Vor dem Streichen oder Tapezieren muss die Fläche vollständig durchgetrocknet sein. Feuchtigkeit im Untergrund führt später zu Blasen und Abplatzungen. Eine Grundierung gleicht das Saugverhalten aus und verhindert Flecken. Wer diese Reihenfolge einhält, erhält eine Laibung, die optisch an die Bestandswand anschließt, keine Hohlräume bildet und auch nach Jahren keine Risse zeigt. Der Aufwand liegt vor allem im Vorbereiten und im geduldigen Schichtaufbau, nicht im Material.
Die Montage scheitert selten am Rollo, sondern an der Messung. Breite und Höhe immer an der Stelle messen, an der das Rollo später läuft – nicht am Fensterglas, sondern am Rahmen oder in der Laibung. Bei innenliegender Montage in der Laibung muss die Breite kleiner sein als der lichte Abstand, sonst klemmt der Stoff. Bei Montage auf dem Rahmen darf das Rollo seitlich überstehen, aber nicht das Fenster am Öffnen hindern. Ein häufiger Fehler: die Höhe zu knapp wählen, sodass der Stoff beim Herunterlassen den Fenstergriff berührt oder die Heizung verdeckt.
Geschlossene Schuhschränke sind nur dann unproblematisch, wenn sie belüftet sind. Bohren Sie in die Rückwand oder in die Türen mehrere Löcher mit etwa acht Millimetern Durchmesser, je nach Schrankgröße sechs bis zwölf Stück. Alternativ lassen sich Lüftungsgitter aus dem Baumarkt einsetzen. Wichtig: Der Schrank darf nicht direkt an einer Außenwand ohne Luftspalt stehen, sonst schlägt Feuchtigkeit von außen nieder. Ein Abstand von fünf Zentimetern zur Wand reicht meist aus.
Ein häufiger Fehler ist die Kombination von Innendämmung mit einer nachträglichen Außenabdichtung. Wird die Wand von außen dicht gemacht, kann die Feuchtigkeit nur noch nach innen entweichen. Dann muss die Innendämmung umso mehr Feuchtigkeit puffern können. Ein weiterer Fehler: zu dünn dämmen. Wer nur zwei Zentimeter aufbringt, verschiebt den Taupunkt kaum, riskiert aber trotzdem eine Hinterlüftung. Besser sind mindestens sechs Zentimeter kapillaraktives Material, abgestimmt auf die Wandstärke. Bei Holzfaserplatten ist eine Hinterlüftungsebene nicht nötig, wenn der Untergrund eben ist. Bei Kalziumsilikatplatten kann direkt verputzt werden.
Die entscheidende Frage lautet: Kann der Dämmstoff Feuchtigkeit aufnehmen und wieder abgeben, ohne seine Dämmwirkung zu verlieren? Kapillaraktive Dämmstoffe wie Kalziumsilikatplatten, Holzfaserdämmplatten oder Lehmbaustoffe erfüllen das. Sie saugen anfallendes Kondensat auf, verteilen es und trocknen bei steigender Temperatur wieder aus. Mineralwolle und Styropor können das nicht. Sie speichern Wasser an der kalten Seite und isolieren dann kaum noch. Besonders kritisch sind Innendämmungen mit Dampfsperre: Sie funktionieren nur bei absolut luftdichter Verarbeitung. Ein kleiner Fugenfehler genügt, um die Feuchtigkeit einzuschließen.