Dartboard an der Wand oder auf einem Ständer: Was wirklich hält

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Ein Dartboard hängt selten dort, wo es soll. Meistens ist die Wand zu weich, der Dübel zu klein oder die Höhe stimmt nicht. Bevor der erste Bohrer angesetzt wird, muss klar sein, welche Wand vorliegt: Mauerwerk, Beton, Gipskarton oder eine dünne Trennwand aus Holz. Jeder dieser Untergründe verlangt eine andere Befestigung. Ein einfacher Nagel hält nur in Massivholz, in Gipskarton reißt er beim ersten Aufprall heraus. Wer das ignoriert, darf nach zwei Wochen neu bohren – diesmal mit größerem Loch, das sich kaum noch kaschieren lässt.

Beim Dart zählt jede Aufnahme genau 180 Punkte maximal, doch die meisten Fehler passieren nicht im Wurf, sondern beim Notieren. Wer die Punkte falsch aufschreibt, verliert nicht nur den Überblick, sondern auch das Spiel. Die Grundregel lautet: Nach jedem Wurf werden die drei Darts addiert, vom Restwert abgezogen und der neue Restwert notiert. Bei 501 beginnt man mit 501, nach 60 Punkten bleiben 441 übrig. Diese Zahl wird in die nächste Zeile geschrieben, nicht die geworfene Punktzahl. Ein häufiger Fehler ist, die Summe der drei Darts zu notieren und dann zu subtrahieren – das führt zu Rechenfehlern unter Zeitdruck.

Besonders kritisch wird es beim Checkout. Um ein Leg zu beenden, muss der letzte Dart in einem Doppelfeld landen. Die Punktzahl vor dem Checkout muss also so gewählt werden, dass ein Doppel den Rest auf null bringt. Wer 32 Rest hat, kann mit Doppel 16 auschecken. Wer 40 Rest hat, mit Doppel 20. Der Schreiber muss den Restwert nach jeder Aufnahme prüfen und ansagen, ob ein Checkout möglich ist. Ein typischer Fehler ist, den Restwert falsch zu berechnen und dann einen Checkout zu versuchen, der rechnerisch nicht aufgeht. Das kostet nicht nur Zeit, sondern im Wettkampf auch den Leg.

Wer diese Punkte beachtet, hat jahrelang Ruhe. Wer abkürzt, merkt es spätestens beim ersten Turnier, wenn das Board schief hängt und die Dübel knacken. Die Montage ist kein Hexenwerk, aber sie verzeiht keine Schlamperei.

Eine Dartscheibe ist ein Verschleißteil, auch wenn sie auf den ersten Blick stabil wirkt. Ob Sisal oder Kunststoff: Jedes Einschlagloch hinterlässt Spuren. Wer regelmäßig wirft, merkt irgendwann, dass die Pfeile nicht mehr dort landen, wo sie sollen. Der Punkt, an dem ein Wechsel fällig ist, lässt sich an fünf konkreten Dingen festmachen.

Die Wand entscheidet über die Montage Bei Massivwänden aus Ziegel oder Beton reichen zwei Schrauben mit passenden Dübeln, sofern das Board eine feste Rückplatte hat. Bei Gipskartonwänden ohne tragende Unterkonstruktion hilft nur eine Montageplatte, die über mehrere Ständerprofile verschraubt wird, oder ein Board mit eigenem Ständer. Einfache Hohlraumdübel sind eine Falle: Sie halten das Gewicht des Boards, aber nicht die Erschütterung durch den Einschlag. Der Dübel wandert mit der Zeit aus dem Loch, das Board beginnt zu wackeln, und irgendwann fällt es samt Halterung herunter.

Zuerst wird die Scheibe entlastet. Das Board vorsichtig nach oben aus der Halterung heben, nicht seitlich ziehen, sonst verbiegt der Draht oder die Aufhängung reißt aus. Danach die Befestigung lösen: Schrauben herausdrehen, Dübel nur dann ziehen, wenn sie beschädigt sind, denn in alten Bohrlöchern halten sie ohnehin nicht mehr zuverlässig. Das Loch anschließend mit Spachtelmasse verschließen, leicht überschleifen und überstreichen, damit die alte Stelle nicht als Krater sichtbar bleibt.

Der Untergrund entscheidet über Dübel und Abstand Beim neuen Platz zählt die Wandbeschaffenheit. In Beton oder Vollziegel halten Spreizdübel mit ausreichender Länge sicher. In Gipskarton braucht es passende Hohlraumdübel, die sich hinter der Platte aufspreizen, oder besser eine Montage auf einem eingelassenen Holzbrett, das über zwei Balken verschraubt wird. In Altbauwänden mit losem Putz oder in Wänden mit dahinterliegender Dämmung ist eine durchgehende Schraube mit Kontermutter oft die ehrlichere Lösung. Ein Board wiegt mit Scheibe schnell mehrere Kilogramm, und die Dynamik beim Aufprall der Pfeile addiert sich dazu.

Die einfachste Lösung ist eine einzelne Deckenleuchte direkt über dem Board. Sie muss so montiert werden, dass der Abwurfbereich nicht geblendet wird und kein Schatten der Hand auf das Board fällt. Ein Abstand von etwa einem Meter zwischen Leuchtmittel und Boardoberkante ist ein guter Startwert. Achte darauf, dass die Leuchte nicht nach vorne abstrahlt, sondern das Board von oben gleichmäßig ausleuchtet. Eine zu tiefe Montage erzeugt einen harten Lichtkegel in der Mitte und lässt die Ränder dunkel.

Für die Höhe gilt: Der Mittelpunkt der Scheibe liegt üblicherweise bei 1,73 Metern über dem Boden, gemessen senkrecht unter dem Zentrum. Die Abwurflinie liegt bei 2,37 Metern, waagerecht vom Board gemessen. Diese Maße werden vor dem Bohren mit Wasserwaage und Maßband auf die Wand übertragen, nicht nach Gefühl. Wer schräg aufhängt, merkt das nicht beim ersten Wurf, sondern erst nach Wochen, wenn sich der Ärger über schiefe Treffer summiert.