Der Fehler, der lange schmale Räume optisch noch enger macht
Dann die Ausstattung: Ein oder zwei höhenverstellbare Böden sind Pflicht, denn Reinigungsmittel in Flaschen haben unterschiedliche Höhen. Ein fester Boden in der Mitte trennt oben leichte Utensilien wie Tücher und Schwämme von unten schweren Eimern und Putzeimern. Eine Steckdose im Schrank lohnt sich, wenn Sie Staubsauger mit Akku oder einen Akku-Schrauber laden möchten – aber achten Sie darauf, dass die Steckdose nicht direkt über einem potenziell feuchten Bereich hängt. Ein weiterer Punkt, den viele unterschätzen: die Belüftung. Ein geschlossener Schrank ohne Lüftungsschlitze wird schnell zur muffigen Kammer. Planen Sie entweder eine Lüftungsöffnung oben und unten oder lassen Sie die Tür einen Spalt offen – Letzteres funktioniert aber nur, wenn Sie nicht auf jede Zentimeter angewiesen sind.
Wenn der Schrank in einer Nische steht, messen Sie nicht nur die Breite, sondern auch die Diagonale. Viele Altbauten haben schräge Wände oder leicht unebene Böden. Ein Schrank, der nicht ganz in der Nische sitzt, wirkt unruhig und kostet wertvollen Stauraum. Nutzen Sie im Zweifel einen Maßschrank oder bauen Sie einen einfachen Schrank mit variablen Füßen selbst. Eine andere Möglichkeit: ein Kleiderschrank mit einer Tiefe von 50 Zentimetern statt der üblichen 60. Das spart 10 Zentimeter Raumtiefe, erfordert aber Querstangen für Kleiderbügel. Solche Stangen sind erhältlich und machen den Unterschied, wenn der Raum nur 2,40 Meter breit ist.
Ein kleines Wohnzimmer mit offenem Grundriss bietet viele Möglichkeiten, aber auch eine typische Falle: Wer einfach Sofa, Sessel und Regal in den Raum stellt, verliert schnell die Orientierung. Die Grenzen zwischen Wohnen, Essen und Kochen verschwimmen, und der Raum wirkt unruhig. Dabei lässt sich mit klaren Zonen, cleverem Stauraum und durchdachtem Licht ein Gefühl von Weite schaffen, das den Raum größer erscheinen lässt, als er ist.
Schließlich: Messen Sie zweimal, bevor Sie kaufen. Berücksichtigen Sie nicht nur den Schrank selbst, sondern auch den Bewegungsraum vor der Tür. In einem schmalen Flur reicht manchmal eine Tiefe von 35 Zentimetern aus, wenn Sie den Sauger hochkant stellen – aber dann braucht es eine Halterung an der Decke des Schranks, die den Stiel fixiert. Planen Sie immer einen Zentimeter Luft pro Seite, denn im Altbau sind Wände selten wirklich gerade. Wenn Sie diese sechs Punkte beachten, wird aus dem Putzschrank ein Ort, den Sie morgens öffnen, das Nötigste greifen und die Tür wieder schließen – ohne Chaos und ohne Fluchen.
Wenn Sie den Schrank versetzen möchten, um Schimmel zu vermeiden, reicht es nicht, ihn einfach ein paar Zentimeter zu verschieben. Kontrollieren Sie die Wand dahinter gründlich auf bereits vorhandene dunkle Flecken oder muffigen Geruch. Ist bereits Schimmel sichtbar, muss dieser fachgerecht entfernt werden, bevor das Möbelstück wieder aufgestellt wird. Andernfalls bleibt die Sporenquelle erhalten, und das Problem tritt erneut auf – auch wenn der Abstand nun größer ist.
Der erste Schritt ist, den Schrank einige Zentimeter von der Wand abzurücken. Dazu genügen handelsübliche Abstandshalter oder einfach kleine Holzklötze, die Sie unter die Rückwand beziehungsweise an den hinteren Füßen befestigen. Der Abstand muss nicht groß sein – fünf bis acht Zentimeter reichen völlig aus. So entsteht ein Luftspalt, durch den Feuchtigkeit entweichen kann. Achten Sie darauf, dass die Abstandshalter stabil sind und das Möbelstück nicht wackelt. Bei sehr großen Schränken empfiehlt es sich, vorne zusätzlich eine Nivellierung vorzunehmen, damit das Gewicht nicht einseitig drückt.
Große Schränke stehen oft über Jahre an derselben Stelle – und genau dort entsteht Schimmel, den man erst bemerkt, wenn es zu spät ist. Die Hauptursache ist nicht Feuchtigkeit von außen, sondern fehlende Luftzirkulation. Wenn ein massives Möbelstück direkt an einer Außenwand steht, staut sich die Luft dahinter. Kalte Wandflächen treffen auf wärmere Raumluft, es bildet sich Kondenswasser, und genau diese Feuchtigkeit legt den Grundstein für Schimmelpilz.
Wer den Putzschrank erst plant, wenn er schon vor sich hin rostet, kennt das Problem: Zwischen Staubsauger, Wischmopp und Reinigungsmittelspray herrscht Chaos, und der Weg zum Lappen wird zum Hindernisparcours. Dabei ist die Planung gar nicht so kompliziert – wenn man sich vorher Gedanken über Maße, Innenleben und die tägliche Nutzung macht. Der erste Schritt: den Platz genau ausmessen. Dabei geht es nicht nur um die Grundfläche, sondern auch um die lichte Höhe und die Tiefe des Schranks. Ein häufiger Fehler ist, einen Schrank zu wählen, der zwar in die Nische passt, aber keine 10 Zentimeter Abstand zur Decke lässt – dann bleibt der Staubsauger mit dem Stiel an der Oberkante hängen.
Nutzen Sie auch die toten Winkel im Raum: Ecken, die sonst leer bleiben, eignen sich für dreieckige Schränke oder schmale Hochregale. Achten Sie darauf, die Türen so zu montieren, dass sie nicht gegen andere Möbel stoßen. Eine einfache, aber effektive Methode ist das Anbringen von Haken an der Innenseite von Schranktüren – dort lassen sich Kabel, Taschen oder sogar Bügelbretter verstauen. Der größte Fehler ist es jedoch, die versteckten Flächen zu überladen. Ein Schrank, der bis zum Anschlag gefüllt ist, erzeugt Unordnung, auch wenn man ihn nicht sieht.