Doppelwaschtisch nachrüsten: Was vor dem Kauf zählt, nicht danach

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Die richtige Bohrstelle und der passende Düb

Die erste und häufigste Ursache sind gelockerte Schrauben oder Nägel. Holz arbeitet mit der Luftfeuchtigkeit, schwindet im Winter und quillt im Sommer. Dadurch verlieren Befestigungen ihren festen Sitz. Test: Drücke eine verdächtige Stufe mit dem Fuß nach unten, während jemand anderes das Knarren lokalisiert. Wenn das Geräusch an einer bestimmten Stelle auftritt, drehe die Schrauben dort nach. Achte darauf, nicht zu fest anzuziehen, sonst reißt das Holz. Falls die Schraube durchdreht, setze eine nummerngrößere Schraube oder einen Holzdübel ein.

Typische Fehler sind das Bohren ohne vorherige Prüfung der Wand, die Verwendung ungeeigneter Dübel und das Missachten der Nischentiefe. Ein weiterer Fehler ist, den Spiegel nur oben aufzuhängen, ohne untere Sicherung. In einer Nische kann der Spiegel nach unten rutschen, wenn die Halterung nicht richtig sitzt. Besser ist eine Befestigung an mindestens zwei Punkten, idealerweise oben und unten. Bei sehr glatten Fliesen sollte zusätzlich ein rutschfestes Pad zwischen Spiegel und Wand angebracht werden.

Entwässerung planen, bevor der Estrich kom

Ein zweites Waschbecken im Bad ist selten eine Frage des Geschmacks, sondern eine der Geometrie. Bevor irgendetwas gekauft wird, muss der Raum vermessen werden: Wandlänge, Abstand zu Wanne oder Dusche, Türanschlag und der Platz, der zum Öffnen von Schränken nötig ist. Als Faustregel gilt, dass zwischen den beiden Beckenachsen mindestens 60 Zentimeter liegen sollten, besser 80. Der seitliche Abstand zur Wand beträgt mindestens 20 Zentimeter, damit man sich nicht einklemmt. Reicht die Wand nicht, ist ein Doppelwaschtisch die falsche Lösung – dann passt eher ein einzelnes breites Becken mit seitlicher Ablage.

Ein häufiger Irrtum betrifft die Fernsehecke. Sie wird oft so gestellt, dass das Sofa direkt davor passt. Das führt dazu, dass beide Möbel den Raum in zwei Hälften teilen. Besser ist, den Fernseher an eine Wand zu hängen, die nicht im Blickfeld der Tür liegt, und das Sofa leicht schräg dazu zu platzieren. So bleibt die Hauptachse frei. Wer keinen Fernseher braucht, sollte die freie Wand nicht mit Regalen füllen. Ein offenes Regal wirkt wie eine Wand aus Gegenständen. Geschlossene Schränke in Wandfarbe treten zurück und lassen die Wand als Fläche bestehen.