Duschkopf Wechseln: Der Fehler, Der Die Wasserrechnung Hochtreibt
Ein Badezimmerschrank in schmalen Breiten zwischen 30 und 90 cm ist selten als Fertigmöbel in brauchbarer Qualität zu bekommen. Wer selbst baut, bestimmt Tiefe, Höhe, Fachaufteilung und Anschlagseite der Türen genau nach dem Grundriss. Entscheidend ist die Vorplanung: Zuerst die Wand ausmessen, an der der Schrank hängen soll, und prüfen, wo Wasserleitungen, Abflussrohre oder Steckdosen verlaufen. Diese Bereiche bleiben entweder ausgespart oder werden als Revisionsöffnung eingeplant. Bei 30 cm Breite passt oft nur ein schmales Regal mit einer Tür, bei 60 bis 90 cm lassen sich zwei Türen oder eine Tür plus offene Fächer unterbringen.
Wassersparmodelle reduzieren den Durchfluss, ohne den Strahl als schwach empfinden zu lassen. Sie arbeiten mit einer Luftbeimischung oder einem begrenzten Durchflussventil. Wer bisher einen sehr alten Kopf mit hohem Verbrauch hatte, merkt den Unterschied an der Wasseruhr deutlich. Vor dem Kauf sollte man den Wasserdruck in der Wohnung prüfen: Bei ohnehin niedrigem Druck kann ein stark begrenzendes Modell den Duschgenuss verderben. Ein Blick auf die technischen Angaben zum Mindestdruck verhindert Fehlkäufe.
Zuerst wird gemessen, nicht gebohrt. Die Deckenhöhe bestimmt, wie viel Verkleidung möglich ist, ohne den Raum zu erdrücken. Bei hohen Altbaudecken lassen sich problemlos 15 bis 20 Zentimeter über der Schiene abhängen, bei niedrigen Decken sind 8 bis 10 Zentimeter realistisch. Geprüft wird außerdem, wo tragfähiger Untergrund sitzt: Betondecke, Holzbalken oder abgehängte Decke verlangen unterschiedliche Befestigungen. Ein Leitungssucher vor dem ersten Bohrloch gehört zur Grundausstattung, denn in Altbauten verlaufen Strom- und Wasserleitungen selten nach Plan.
Ein zu kleiner Teppich lässt jeden Raum unruhig wirken, selbst wenn die Möbel stimmig stehen. Das Problem liegt selten an der Farbe oder am Muster, sondern an den Maßen und an der Platzierung. Wer vor dem Kauf die Sitzgruppe ausmisst und die Teppichgröße danach wählt, vermeidet den häufigsten Fehler: ein Modell, das unter dem Sofa verschwindet oder wie ein Inselchen in der Raummitte liegt. Zwei Faustregeln helfen: Die Vorderbeine aller Sitzmöbel stehen entweder vollständig auf dem Teppich, oder mindestens die vorderen zehn bis zwanzig Zentimeter liegen darunter. Alles darunter lässt die Sitzgruppe auseinanderfallen.
Ein weiteres Problem im Altbau sind unebene Decken. Eine starre Blende liegt dann nicht bündig an und wirft Schatten. Abhilfe schafft eine flexible Aufhängung mit Gummipuffern oder eine Blende, die an der Wand statt an der Decke befestigt wird. Wandmontage ist ohnehin die stabilere Lösung, weil die Wand in der Regel mehr Tragkraft bietet als eine alte Einschubdecke. Zu prüfen ist, ob der Wandabstand zur Schiene ausreicht: Mindestens acht Zentimeter sollten es sein, sonst stößt der Stoff beim Zuziehen an.
Ein häufiger Fehler ist das Ignorieren des Gewindetyps. In manchen Haushalten sind noch Zollgewinde verbaut, während neue Köpfe metrische Anschlüsse haben. Ein Adapter schafft Abhilfe, kostet wenig und erspart die Rückgabe. Ebenfalls unterschätzt: die Position des Duschkopfs. Ein zu hoch montierter Spar-Duschkopf führt dazu, dass das Wasser länger in der Luft steht und sich abkühlt, was wiederum zu längerem Nachlaufen verleitet. Nach dem Wechsel lohnt es sich, alle Verbindungen mit einem Tuch auf Dichtheit zu prüfen, bevor die Wand gefliest oder gestrichen wird.
Das klassische Layout stellt Sofa und Sessel auf gegenüberliegenden Seiten, der Teppich liegt mittig darunter und bindet beide Möbel ein. Das funktioniert in rechteckigen Räumen ab etwa drei Metern Breite. Der typische Fehler: Der Teppich ist nur so groß wie der Couchtisch, sodass die Sitzmöbel außerhalb stehen und der Bereich optisch zerrissen wird. Wer hier spart, zahlt später doppelt.
Wann sich ein Wechsel mehr lohnt als das Putzen Ist der Duschkopf stark verkalkt, lässt sich der Kalk oft nicht mehr vollständig lösen. Dann hilft nur der Austausch. Zuvor das Wasser an der Hauptabsperrung oder am Eckventil zudrehen und den Restdruck über die Duscharmatur ablassen. Den alten Kopf gegen den Uhrzeigersinn abschrauben, das Gewinde mit einer Bürste von Kalk und Dichtungsresten befreien und die neue Dichtung einlegen. Handfest anziehen reicht aus, Werkzeuge mit langem Hebel beschädigen schnell das Gewinde. Bei einem defekten Duschschlauch bietet es sich an, diesen gleich mitzutauschen, da sich die Verbindungen meist nur schwer wieder dicht bekommen.
Ein verkalkter Duschkopf ist kein Schönheitsfehler, sondern ein Kostenfaktor. Die feinen Düsen setzen sich mit der Zeit zu, der Strahl wird ungleichmäßig und schwach. Viele drehen dann einfach den Hahn weiter auf, um den Druck zu kompensieren, und verbrauchen dadurch mehr Wasser als nötig. Wer den Duschkopf regelmäßig reinigt oder rechtzeitig austauscht, spart bares Geld und schont die Armatur. Bevor man jedoch zum Werkzeug greift, lohnt ein kurzer Blick auf das Gewinde und die Anschlussart, sonst passt der neue Kopf nicht.