Fensterbank Umbauen: Mehr Stauraum Und Ein Sitzplatz Auf Wenigen Zentimetern
Eine Fensterbank ist selten wirklich genutzt. Meist liegen dort zwei Blumentöpfe, ein Schlüsselbund und Staub. Dabei bietet gerade die Fensterbank in kleinen Wohnungen eine Fläche, die ohnehin vorhanden ist und nur erschlossen werden muss. Wer sie umbaut, gewinnt Stauraum, ohne einen Quadratmeter Wohnfläche zu opfern, und oft entsteht dabei sogar ein zusätzlicher Sitzplatz.
Vor der Montage muss die Befestigung geklärt sein. Eine Betondecke trägt einen Deckenventilator problemlos, sofern die Dübel für das Gewicht und die Vibrationen ausgelegt sind. Bei abgehängten Decken aus Gipskarton ist Vorsicht geboten: Dort hält nur, was direkt im tragenden Untergrund verankert wird. Wandmontage eignet sich für Mauerwerk und massive Wände; bei Trockenbauwänden braucht es eine Traverse oder einen lastverteilenden Unterbau. Immer prüfen, ob Strom in der Nähe liegt – sonst wird aus der kleinen Nachrüstung doch eine Elektrobaustelle.
Worauf es bei Hygiene und Reinigung wirklich ankommt Glas ist dichter als Fliesen und nimmt keinen Schmutz auf. Fett spritzt beim Braten nach oben, haftet aber nur oberflächlich. Ein feuchtes Mikrofasertuch mit etwas Spülmittel reicht im Alltag. Kalkhaltiges Wasser hinterlässt Schlieren – dagegen hilft Essigreiniger, allerdings nicht auf bedruckten oder satinierten Oberflächen. Wer eine matte Ausführung wählt, sieht Wasserflecken stärker als bei Klarglas. Ein häufiger Fehler ist die Reinigung mit Scheuermilch oder Stahlwolle: Beides zerkratzt die Oberfläche dauerhaft, und Kratzer sind ein idealer Nährboden für Bakterien.
Der Spalt zwischen Fensterrahmen und Wand wird mit einem dauerelastischen Dichtstoff auf Acryl- oder Silikonbasis geschlossen. Vorher alten, bröseligen Kitt entfernen und den Spalt von Staub befreien. Die Fuge nicht vollständig ausfüllen: Eine Hinterfüllschnur sorgt dafür, dass der Dichtstoff sich bewegen kann, ohne zu reißen. Wer die Fuge stattdessen mit Bauschaum ausschäumt oder mit Acryl komplett verschließt, riskiert, dass Feuchtigkeit nicht mehr entweichen kann. Genau das führt zu Schimmel an der Laibung.
Eine Matratze, die im Bettgestell verrutscht, ist kein Zeichen für ein schlechtes Produkt. Meist liegt es an fehlender Reibung zwischen Matratzenunterseite, Lattenrost und Rahmen. Latex und viskoelastischer Schaum rutschen auf glatten Holzlatten fast von allein, während Federkernmatratzen durch ihr Gewicht eher liegen bleiben. Bevor Sie etwas kaufen, prüfen Sie zunächst den Rahmen: Bettgestelle mit glatten Metallauflagen oder lackierten Flächen bieten kaum Halt.
Kontrollieren Sie nach zwei bis drei Wochen, ob die Matratze noch an ihrem Platz liegt. Rutscht sie weiterhin, liegt es meist an einer zu glatten Auflagefläche oder an fehlender Spannung im Rahmen. In diesem Fall bringt eine Kombination aus Antirutschmatte und seitlicher Begrenzung den dauerhaften Erfolg. Eine neue Matratze ist nur selten die Lösung – fast immer lässt sich das Problem mit wenigen Handgriffen und geringem Aufwand beheben.
Als Sitzplatz braucht die Fensterbank eine Auflage, die nicht verrutscht. Ein passend zugeschnittenes Sitzkissen mit rutschfester Unterseite reicht aus. Die Sitzhöhe ergibt sich aus der Fensterbank plus Kissen; wird das Kissen zu dick, sitzt man zu hoch und stößt mit den Knien an die Wand. Für Kinder ist die Fensterbank nur mit Aufsicht geeignet, weil Fenster in Wohnungen oft nicht gesichert sind. Ein abschließbarer Griff oder ein Fenstergitter gehört dazu, wenn Kinder regelmäßig dort sitzen.
Bei Bettgestellen mit offener Seite, etwa einem französischen Bett, reicht eine Matte oft nicht aus. Hier helfen zusätzlich kleine Holzleisten oder Kunststoffwinkel, die innen am Rahmen befestigt werden. Sie bilden eine Barriere, ohne die Matratze zu beschädigen. Wer handwerklich geschickt ist, kann auch Klettverschlussstreifen auf Lattenrost und Matratzenunterseite kleben. Wichtig: Der Kleber muss für den jeweiligen Untergrund geeignet sein, sonst löst sich der Verschluss nach kurzer Zeit.
Am Ende zählt nicht die Menge des Stauraums, sondern die Erreichbarkeit. Ein Regal, das nur mit Leiter zugänglich ist, bleibt leer. Eine Klappe, die hinter einem Tisch liegt, wird nie geöffnet. Wer Nischen und Vorsprünge nutzt, sollte zuerst den täglichen Weg durch die Wohnung beobachten: Wo fallen Schuhe, Taschen oder Bücher hin? Genau dort gehören Einbauregal, Klappe oder Sitzbank hin. Alles andere ist Dekoration.
Bevor gebohrt oder gesägt wird, sind drei Maße entscheidend: die Tiefe der Fensterbank, die Höhe der Fensterbank-Oberkante über dem Boden und der Abstand zum Fenstergriff. Eine Sitzfläche funktioniert nur, wenn die Oberkante zwischen 42 und 48 Zentimetern liegt. Ist sie höher, wird daraus eine Ablage, kein Sitzplatz. Außerdem muss der Griff frei bleiben, sonst lässt sich das Fenster nach dem Umbau nicht mehr öffnen.
Für Mietwohnungen ist die Rückgabe der Wohnung entscheidend. Geklebte Rückwände lassen sich mit einem Spachtel und etwas Wärme lösen, doch Klebereste auf Fliesen oder Tapete können bleiben. Wer unsicher ist, wählt eine Variante, die nur gesteckt oder mit Saugnäpfen fixiert wird. Diese hält weniger stark, ist aber rückstandsfrei entfernbar. Bei einer festen Montage sollte die Erlaubnis des Vermieters vorher eingeholt werden, am besten schriftlich. Ein nachträglicher Ausbau ist aufwendig und kann die Kaution gefährden.