Knopf annähen, der beim Ziehen nicht abreißt

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Die Breite des zweiten Einschlags bestimmt die sichtbare Saumbreite. Nimmst du zu viel, wird die Kante klobig und der Stoff zieht sich zusammen. Nimmst du zu wenig, verfehlt die Nadel den inneren Bruch, und die rohe Kante schaut wieder heraus. Ein bewährtes Vorgehen: Bügele die erste Bruchlinie mit einer Schablone aus Pappe in der gewünschten Breite. Schiebe die Pappe in den Umschlag, klappe den Stoff darüber, bügele darüber hinweg und ziehe die Pappe wieder heraus. So erhältst du auf ganzer Länge dieselbe Breite, ohne ständig nachzumessen.

Lege Außenstoff rechts auf rechts, steppe die Seiten und den Boden mit 1 cm Nahtzugabe. Bügle die Nähte auseinander. Für die Ecken: Falte den Boden auf die Seitennaht, sodass die Naht genau auf der Kante liegt. Miss von der Spitze 4 cm ab und zeichne eine Linie. Nähe entlang dieser Linie, schneide die Zugabe auf 0,7 cm zurück. Wiederhole das an beiden Bodenecken. Der gleiche Schritt erfolgt beim Innenstoff. Ein häufiger Fehler: die Ecken zu klein abnähen. Dann steht der Korb nicht, sondern kippt. Bei 4 cm Abnähung erhältst du einen stabilen Boden.

Wer diese Reihenfolge einhält, bekommt Falten, die auch nach vielen Wäschen stehen. Wer eine der Stufen überspringt, sieht das Ergebnis spätestens nach dem ersten Bügeln von der linken Seite.

Ein Saum an einer großen Tischdecke verzieht sich fast immer dann, wenn die Stoffbreite über zwei Meter geht und die Kante vorher nicht stabilisiert wurde. Bevor die Nähmaschine überhaupt anläuft, muss die Kante gerade sein. Dazu legt man die Decke flach auf einen großen Tisch oder den Boden, zieht an einer Webrichtung leicht an und schneidet mit einem Rollschneider oder einer langen Schere entlang einer geraden Metallkante. Ein Fadenziehen im Schuss hilft als Kontrolllinie: Läuft der gezogene Faden parallel zur Schnittkante, ist der Zuschnitt gerade.

Ein Knopf, der nur mit zwei Fadenstichen befestigt wird, hält selten länger als ein paar Wochen. Der Grund liegt nicht am Faden, sondern am fehlenden Stiel zwischen Stoff und Knopf. Ohne diesen kleinen Abstand liegt der Knopf flach auf dem Gewebe, jedes Zuknöpfen zieht direkt am Faden, und der reißt irgendwann an der engsten Stelle. Wer den Stiel wickelt und den Faden anschließend sauber vernäht, bekommt einen Verschluss, der auch nach vielen Wäschen sitzt.

Prüfe zuerst die Höhe des Transporteurs. Die Zähne müssen in der höchsten Stellung etwa 0,8 bis 1,0 mm über der Stichplatte liegen. Ist der Transporteur zu tief, greift er nicht; ist er zu hoch, bleibt der Stoff hängen und bildet Kräusel. Die Einstellung erfolgt über eine Stellschraube am Gestänge unter der Maschine. Drehe die Maschine auf den Kopf, entferne die Abdeckung und stelle die Exzenterschraube so, dass die Zähne bei höchster Position das genannte Maß erreichen. Danach die Schraube wieder festziehen und die Stellung durch Drehen am Handrad kontrollieren.