Nachrüsten oder neu kaufen: Spiegelschrank-Elektrik und Befestigung durchdacht
Tragen Sie das Öl dünn und gleichmäßig mit einem weichen Pinsel oder einem Baumwolltuch auf. Arbeiten Sie zügig, aber ohne Druck, immer entlang der Maserung. Lassen Sie das Öl je nach Herstellerangabe zehn bis zwanzig Minuten einziehen. Danach wischen Sie überschüssiges Öl mit einem sauberen Tuch ab. Wichtig: Nicht trocknen lassen, sonst entstehen klebrige Stellen. Nach der ersten Schicht warten Sie mindestens sechs Stunden, am besten über Nacht. Bei stark beanspruchten Flächen genügt meist ein zweiter, dünner Auftrag. Ein dritter Anstrich ist nur bei sehr porösem Eichenholz nötig.
Die richtige Reihenfolge beim Zusammenbau entscheidet über die Funktion Nach dem Entfernen der überzähligen Lamellen setzen Sie die unterste verbliebene Lamelle wieder in die Führung ein. Achten Sie darauf, dass die Fallfäden durch die vorgesehenen Löcher laufen und nicht verdreht sind. Ein typischer Fehler ist, die Fäden mit Gewalt durch die Lamelle zu ziehen – dadurch splittert das Material oder der Faden reißt. Stattdessen sollten Sie die Fäden einzeln von unten nach oben durch die Lamellen führen und dabei jede Lamelle in die Kederleiste drücken, bis sie einrastet. Wenn Sie mehrere Lamellen entfernt haben, verkürzt sich automatisch auch die Länge des Fallfadens. Ziehen Sie den Faden am unteren Ende durch die Endleiste und verknoten Sie ihn mit einem doppelten Knoten. Überschüssiges Fadenende schneiden Sie ab.
Die Befestigung erfolgt in der Regel mit geeignetem Klebemörtel oder mit Dämmstoffdübeln, je nach Gewicht der Platte und Beschaffenheit der Wand. Tragen Sie den Kleber vollflächig oder in ausreichenden Rand- und Punktstreifen auf und drücken Sie die Platte fest an. Achten Sie darauf, dass die Platten stoßfrei aneinanderliegen – also ohne Spalten. Fugen können Sie anschließend mit geeignetem Fugenkleber oder Dämmstoffkleber schließen. Nach dem Trocknen wird die Oberfläche mit einem Armierungsmörtel und einem Gewebe versehen, um Risse zu vermeiden. Erst danach können Sie verputzen oder direkt tapezieren.
Vor dem Anzeichnen die Höhe festlegen: Die Oberkante des Schranks sollte für die meisten Nutzer nicht höher als 180 Zentimeter liegen, sonst wird die oberste Ablage zur Leiterübung. Messen Sie die Distanz vom Waschtisch aus – bei einem Aufsatzbecken oder einer höheren Armatur verschiebt sich die ideale Position. Markieren Sie die Bohrlöcher mit einer Wasserwaage, am besten hilft eine Schablone aus Pappe, die Sie an die Wand halten. So vermeiden Sie, dass ein Loch schief sitzt oder der Schrank später nicht parallel zur Fliesenfuge hängt.
Die Dübelwahl hängt vom Wandmaterial ab. In Porzellan- oder Steinzeugfliesen brauchen Sie einen Glas- und Fliesenbohrer und schlagen die Fliese nicht an – bohren Sie vorsichtig ohne Schlag, bis der Bohrer durch ist. Dann erst schalten Sie das Schlagwerk ein, falls die Wand dahinter Beton oder Ziegel ist. Bei Gipskarton oder Porenbeton sind spezielle Hohlraumdübel oder Dübel für Leichtbaustoffe nötig. Ein typischer Fehler: Standarddübel aus der Packung, die in einer 10 Millimeter dicken Gipskartonplatte keinen Halt finden. Prüfen Sie die Tragkraft der Wand, indem Sie mit der Faust klopfen – ein hohler Klang deutet auf eine leichte Konstruktion hin. Der Schrank mit zwei Türen wiegt schnell über zehn Kilogramm, dazu kommen Handtücher und Kosmetik.
Wer eine Jalousie ohne Säge auf die richtige Breite bringt, steht oft vor scheinbar unlösbaren Problemen: Die Lamellen brechen aus, der Fallfaden verheddert sich oder die Endleiste passt nicht mehr auf. Tatsächlich ist das Kürzen ohne Säge nicht nur möglich, sondern bei vielen Modellen sogar sauberer als jeder Schnitt mit der Maschine. Der Trick liegt in der richtigen Vorbereitung und im Verständnis für den Aufbau der Jalousie.
Ein häufiger Fehler ist es, die Dämmung nur bis zur Oberkante des Heizkörpers zu führen. Doch die Nische sollte vollständig gedämmt werden – auch über dem Heizkörper und seitlich daneben, denn dort strömt die Luft und gibt Wärme an die kalte Wand ab. Lassen Sie jedoch den Bereich hinter dem Heizkörper selbst nicht ungedämmt, nur weil die Platte dort schwer zu montieren ist. Ein Trick: Entfernen Sie den Heizkörper vor der Arbeit fachgerecht und lassen Sie ihn erst nach dem Trocknen der Dämmung wieder montieren. So erreichen Sie eine lückenlose Dämmung ohne Wärmebrücken.
Im Flur stellt sich die Situation anders dar. Hier geht es meist um Platz für Jacken, Schuhe und Accessoires. Eine Tiefe von 35 bis 40 Zentimetern reicht völlig aus, wenn Sie die Kleidung frontal aufhängen – also die Bügel parallel zur Schrankfront ausrichten. Dafür gibt es spezielle Auszüge oder Querstangen. Wenn Sie jedoch auch dicke Wintermäntel unterbringen möchten, sollten Sie mindestens 45 Zentimeter einplanen. Andernfalls drücken die Mäntel gegen die Tür, und die Schranktür schließt nicht mehr richtig. Ein typisches Problem bei schmalen Flurschränken ist die Unterschätzung der benötigten Höhe für lange Kleider oder Mäntel – selbst bei geringer Tiefe muss die Innenhöhe ausreichen, sonst knicken die Kleidungsstücke um.