Steiltriebe Am Kernobst Schneiden: Was Passiert, Wenn Ihr Sie Stehen Lasst
Ein häufiger Fehler ist, die Schnur nur an einer Stelle zu befestigen und dann um die Hecke zu wickeln. Das erzeugt Spannung an falschen Punkten und zieht die Stäbe aus dem Lot. Ebenso falsch ist es, die Schnur nach jedem Schnitt neu zu spannen, ohne die Stäbe zu prüfen. Kontrolliert man die Stäbe nicht regelmäßig, verschieben sie sich unbemerkt im weichen Boden, und die Kante wird krumm. Nach starkem Regen oder bei lockerem Untergrund sollten die Stäbe nachjustiert werden.
Im Oktober sinken die Temperaturen, die Luft wird trockener und die Haut an den Händen beginnt zu spannen. Wer jetzt mit Messern, Papier oder Werkzeug arbeitet, merkt schnell: Kleine Schnitte, die im Sommer nach zwei Tagen vergessen waren, bleiben wochenlang rot und schmerzhaft. Das liegt nicht an Pech, sondern an mehreren zusammenwirkenden Faktoren, die man einzeln angehen kann.
Ein häufiger Fehler ist der Schnitt im falschen Monat. Wer zweimal tragende Himbeeren im Hochsommer radikal zurückschneidet, nimmt der Pflanze die Möglichkeit, im Herbst noch einmal zu fruchten. Umgekehrt sollten einmal tragende Sorten nicht im Frühjahr beschnitten werden, weil dann die Blütenknospen bereits angelegt sind und mit den Ruten entfernt werden. Der beste Zeitpunkt ist jeweils direkt nach dem letzten Erntedurchgang.
Die Haut ist im Herbst dünner und weniger durchblutet. Kälte verengt die Gefäße, die Talgproduktion geht zurück, und trockene Heizungsluft entzieht der Hornschicht zusätzlich Feuchtigkeit. Eine Barriere, die ohnehin geschwächt ist, kann eine Wunde nicht so schnell verschließen wie im Sommer. Wer dann noch regelmäßig die Hände wäscht oder desinfiziert, trägt jeden Tag die frisch gebildete Kruste wieder ab.
Typische Fehler sind der Herbstschnitt, der die Blütenknospen zerstört, und das Abschneiden mit der Heckenschere quer durch den Strauch. Solche Schnitte hinterlassen zerfetzte Blattränder, die leicht von Pilzen befallen werden. Besser sind eine scharfe Astschere und ein sauberer, schräger Schnitt knapp über der Knospe. Auch zu häufiges Stutzen führt zu einem dichten, aber blühfaulen Gerüst, weil die Pflanze ständig Blattmasse statt Blütenknospen bildet.
Nach jedem stärkeren Schnitt braucht der Rhododendron Unterstützung: eine Mulchschicht aus Laubkompost oder Rindenmulch hält die flachen Wurzeln feucht, und in Trockenphasen wird gewässert, ohne dass Staunässe entsteht. Gedüngt wird erst nach dem Austrieb mit einem Rhododendron-Dünger, nicht direkt auf die Schnittwunden. Wer diese Reihenfolge einhält, bekommt innerhalb von zwei bis drei Jahren einen dichten, kompakten Strauch, der zuverlässig und reich blüht.
Wie tief der Schnitt gehen darf Für einen kompakten, buschigen Wuchs werden die verblühten Triebe um etwa ein Drittel bis zur Hälfte eingekürzt, und zwar bis kurz über einen kräftigen, nach außen zeigenden Seitenknospe. Ein Schnitt direkt über einer Blattrosette fördert dort zwei bis drei neue Triebe und verdichtet die Pflanze. Wer nur die verblühten Blütenstände ausbricht, hält den Strauch sauber, erreicht aber kaum mehr Verzweigung.
Wer eine Hecke im Garten hat, steht jedes Jahr vor derselben Frage: Wann darf die Schere überhaupt angesetzt werden? Das Bundesnaturschutzgesetz setzt hier klare Grenzen. Nach § 39 Absatz 5 ist es verboten, Hecken, Wallhecken, Gebüsche und andere Gehölze in der Zeit vom 1. März bis zum 30. September „abzuschneiden oder auf den Stock zu setzen". Das klingt strenger, als es ist, denn der Gesetzgeber meint damit vor allem radikale Eingriffe, nicht den pflegenden Formschnitt.
Ein Rhododendron, der von Jahr zu Jahr kahlere Beine bekommt und nur noch an den Triebspitzen blüht, wurde meist jahrelang falsch oder gar nicht geschnitten. Die entscheidende Frage ist nicht, ob geschnitten wird, sondern wann und wie tief. Ein Verjüngungsschnitt ins alte Holz und ein leichter Erhaltungsschnitt direkt nach der Blüte verfolgen unterschiedliche Ziele und dürfen nicht verwechselt werden.
Was die Wunde tatsächlich offen hält Der häufigste Fehler ist das zu frühe Entfernen der Kruste. Sie ist kein Dreck, sondern der provisorische Verschluss, unter dem neue Haut entsteht. Wer sie aufkratzt, weil sie unschön aussieht oder juckt, öffnet die Wunde jeden Tag neu. Ein zweiter Fehler ist der falsche Verband: Ein Pflaster, das nicht richtig sitzt, scheuert am Rand und reizt die umliegende Haut. Zu luftdichte Verbände wiederum lassen Feuchtigkeit stauen, wodurch die Haut aufweicht und Bakterien leichter eindringen.
Der wichtigste Termin ist der Zeitraum unmittelbar nach dem Verblühen, etwa von Mitte Mai bis Anfang Juni. Zu diesem Zeitpunkt sind die neuen Knospen für das Folgejahr noch nicht angelegt. Wer später schneidet, entfernt genau die Triebe, die im nächsten Frühjahr blühen sollen, und bekommt ein Jahr ohne Farbe. Ein zweiter, kleiner Eingriff ist im Spätwinter möglich, dann aber nur, um erfrorene oder abgeknickte Triebe zu entfernen.