Was Mit Wasserschossern Am Apfelbaum Passiert, Wenn Du Sie Nicht Schneidest
Schnitt auf Fruchtholz statt auf Gerü
Die dritte Gruppe ist die einfachste und wird am häufigsten falsch behandelt. Diese Clematis blüht ausschließlich an den neuen Trieben, die im Frühjahr wachsen. Dazu gehören Clematis viticella, Clematis jackmanii und die meisten großblumigen Sorten mit späten Blütezeiten ab Juni. Hier schneidet man im Spätwinter oder zeitigen Frühjahr alle Triebe auf 20 bis 30 Zentimeter über dem Boden zurück, etwa auf zwei kräftige Knospenpaare. Wer das nicht tut, bekommt eine Pflanze, die oben blüht und unten kahl ist. Ein kräftiger Rückschnitt ist bei dieser Gruppe keine Gefahr, sondern die Voraussetzung für viele Blüten.
Vor dem Häckseln müssen Äste von Laub, Nadeln und Erde befreit werden. Sand und Steine stumpfen die Messer schnell ab, und verrottete Reste können Krankheitserreger enthalten. Wer Rosen oder Obstbäume geschnitten hat, sollte das Material dieser Pflanzen nicht auf Beete geben, auf denen dieselben Arten wachsen. Pilzsporen überleben im Häckselgut monatelang. Besser ist es, solches Material zu kompostieren oder einer Heißrotte zu unterziehen.
Wichtig ist auch die Ursache zu kennen. Wenn ein Apfelbaum jedes Jahr viele Wasserschosser bildet, liegt es oft an zu viel Dünger oder an einem zu starken Rückschnitt im Vorjahr. Reduziere dann die Stickstoffgabe und schneide nur noch schwach. Bei älteren Bäumen hilft ein sanfter Verjüngungsschnitt über mehrere Jahre. So bleibt der Baum vital und trägt gleichmäßig Früchte. Wasserschosser sind also kein Grund zur Panik – sie zeigen nur, dass der Baum zu kräftig gewachsen ist. Mit etwas Geduld und dem richtigen Schnitt bekommst du die Krone wieder in Form.
Nach dem Schnitt braucht die Forsythie keine spezielle Pflege. Ein leichter Ausgleich von Nährstoffen, etwa durch Kompost oder organischen Dünger, unterstützt den Neuaustrieb. Wer auf chemische Dünger setzt, sollte sparsam dosieren, da ein Überangebot an Stickstoff zwar das Wachstum fördert, aber die Blütenbildung hemmen kann. Gießen ist nur bei längerer Trockenheit notwendig. Der Strauch ist robust und verträgt auch einen stärkeren Rückschnitt, solange er direkt nach der Blüte erfolgt.
Was beim Schnitt schiefgeht und die Blüte kost
Ein weiterer Fehler ist, Wasserschosser mit Fruchtholz zu verwechseln. Fruchtholz wächst flacher, bildet kurze Fruchtspieße und trägt Knospen. Wasserschosser sind dagegen glatt, lang und ohne Blüten. Wer sie stehen lässt, weil sie „gut aussehen", riskiert, dass der Baum nur noch Blattmasse produziert und kaum Äpfel ansetzt. Kontrolliere regelmäßig die Krone und entferne Triebe, die steil nach innen wachsen. Achte darauf, dass du nicht zu viel auf einmal schneidest – maximal ein Viertel der Krone pro Jahr.
Wie man Wasserschosser richtig behandelt Schneide Wasserschosser nicht alle auf einmal weg. Entferne zunächst nur die Hälfte oder ein Drittel, am besten im Sommer, wenn der Baum nicht mehr so stark reagiert. Ein Rückschnitt im Juni oder August bremst das Wachstum, weil der Baum dann keine neuen Triebe mehr ausbildet. Nutze eine scharfe Schere und setze den Schnitt direkt am Ast, ohne einen Stummel zu lassen. Bei jungen Bäumen kann man einen gut platzierten Wasserschosser als neuen Leittrieb nutzen, indem man ihn flach bindet oder waagerecht zieht. So wird aus einem unerwünschten Trieb eine fruchttragende Fruchtwand.
Wasserschosser am Apfelbaum sind senkrecht nach oben wachsende Triebe, die aus schlafenden Augen an mehrjährigen Ästen oder am Stamm austreiben. Sie entstehen, wenn der Baum stark wächst, etwa nach einem kräftigen Rückschnitt, bei zu viel Stickstoff oder wenn das Holz zu stark aufgestaucht wurde. Die Triebe sind meist grün, weich und wachsen oft schneller als der Rest der Krone. Viele Hobbygärtner erschrecken, weil sie glauben, der Baum sei krank. Tatsächlich sind Wasserschosser ein normales Reaktionsmuster – der Baum versucht, verlorene Blattmasse zu ersetzen.
Was aber passiert, wenn man sie einfach stehen lässt? Die senkrechten Triebe verholzen mit der Zeit, verzweigen sich kaum und bilden eine dichte, unübersichtliche Krone. Sie nehmen dem Baum Licht und Luft, was die Fruchtqualität senkt und Krankheiten wie Schorf oder Mehltau begünstigt. Zudem wachsen sie weiter nach oben und können das Gleichgewicht der Krone stören. Ein Apfelbaum, der jahrelang ungeschnitten bleibt, vergreist von innen und trägt nur noch am Rand Früchte. Ein typischer Fehler ist, Wasserschosser im Winter radikal zu entfernen – dann treiben sie im Frühjahr umso stärker wieder aus.