Wenn Der Rollstuhl Im Kahn Sitzt: Spreewald Barrierefrei Erleben

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Verzichten Sie auf eigene Hebetechniken, wenn Sie nicht geübt sind. Ein unsanfter Transfer kann zu Stürzen führen – sowohl für die begleitende Person als auch für den Rollstuhlfahrer. Nutzen Sie stattdessen das vom Personal gestellte Rutschbrett oder bitten Sie um Anweisungen, wie Sie sicher in den Kahn gleiten. Im Boot selbst ist der seitliche Einstieg meist einfacher als der über das Heck. Achten Sie darauf, dass der Rollstuhl während der Fahrt gesichert ist, denn kleine Wellen durch andere Boote können den Kahn ins Schaukeln bringen.

In der Küche zeigen sich wilde Kräuter vielseitig. Ein einfaches Rezept für eine Spreewälder Kräutersuppe: Kochen Sie Kartoffeln in Gemüsebrühe, geben Sie eine Handvoll gehackter Brennnesseln, Giersch und Sauerampfer hinzu und pürieren Sie alles fein. Mit etwas Sahne und Muskat abgeschmeckt, ergibt das eine sämige Suppe, die nach Frühling schmeckt. Für ein Kräuterpesto mixen Sie junge Blätter von Bärlauch oder Giersch mit gerösteten Sonnenblumenkernen, Öl und Zitronensaft. Das Pesto hält sich im Kühlschrank mehrere Tage und passt zu Pasta oder als Brotaufstrich.

Bevor du mit der Konservierung beginnst, sortiere das Erntegut gründlich. Entferne welke Blätter, Insekten und grobe Stängel. Wasche die Kräuter nur, wenn es unbedingt nötig ist, denn jedes Waschen entzieht ätherische Öle. Wenn du sie wäschst, trockne sie anschließend sorgfältig mit einem Küchentuch oder in einer Salatschleuder. Restfeuchte ist der häufigste Grund für Schimmelbildung beim Trocknen und Einfrieren. Arbeite also mit vollständig trockenen Blättern, dann hast du später keine bösen Überraschungen.

Beim Sammeln selbst ist der Standort entscheidend. Meiden Sie alles, was an viel befahrenen Straßen liegt oder auf gedüngten Feldern wächst – dort reichern sich Schwermetalle und Nitrate an. Auch naturnahe Parks sind nicht immer sicher, weil Hunde dort ihr Geschäft verrichten. Besser sind unberührte Wiesenauen, Waldränder oder eigene Gartenecken, wo Sie die Herkunft kennen. Sammeln Sie nur, was Sie eindeutig identifizieren können, und nehmen Sie immer ein Bestimmungsbuch mit, auch wenn Sie glauben, die Pflanze zu kennen. Im Zweifel lassen Sie es bleiben – Verwechslungen enden nicht selten im Krankenhaus.

Wenn du die Kräuter nicht nur haltbar machen, sondern ihr Aroma intensivieren möchtest, verarbeite sie zu Kräutersalz oder Pesto. Für Kräutersalz vermischst du getrocknete, fein gemahlene Kräuter mit grobem Meersalz im Verhältnis eins zu zwei und lässt die Mischung zwei Wochen an einem dunklen Ort durchziehen. Für Pesto zerkleinerst du frische Kräuter mit Knoblauch, Nüssen und Öl zu einer Paste und füllst sie in sterilisierte Gläser. Bedecke die Oberfläche vollständig mit Öl, damit kein Sauerstoff eindringt. So halten sich die Gläser im Kühlschrank mehrere Monate. Achte bei allen Ölzubereitungen auf absolute Sauberkeit, sonst droht Botulismus.

Wenn du es eiliger hast, bietet sich das Trocknen im Backofen bei niedriger Temperatur an. Lege die Kräuter auf ein mit Backpapier belegtes Blech und trockne sie bei maximal 40 Grad Celsius. Die Ofentür sollte einen Spalt offen stehen, damit die Feuchtigkeit entweichen kann. Kontrolliere alle zwanzig Minuten, ob die Blätter bereits spröde sind. Nach zwei bis vier Stunden ist die Aktion meist abgeschlossen. Bei dieser Methode musst du besonders aufmerksam sein, denn zu hohe Temperaturen lassen die Kräuter bitter werden und die Wirkstoffe verflüchtigen sich.

Ein häufig unterschätzter Aspekt ist die Kleidung. Auch im Frühling ist das Wasser noch kalt, und feuchte Nebelluft dringt schnell durch dünne Jacken. Tragen Sie besser mehrere dünne Schichten aus Wolle oder Synthetik als eine dicke Baumwolljacke, die sich vollsaugt. Eine wasserdichte Taschenlampe gehört ebenso zur Ausrüstung wie ein Handy in einer wasserdichten Hülle – nicht für Fotos, sondern für den Notfall. Wenn Sie früh starten, essen Sie vorher etwas Warmes; Nebel entzieht dem Körper spürbar Wärme, und kalte Hände machen das Rudern unsicher und kraftraubend.

Was die Sanitäranlagen betrifft, so sind öffentliche Toiletten oft der Schwachpunkt. Große Gaststätten und Touristinformationen verfügen in der Regel über eine barrierefreie Toilette, doch die Zugänglichkeit ist uneinheitlich. Prüfen Sie vor dem Besuch, ob die Türbreite über 90 Zentimeter liegt und ob es einen Haltegriff gibt. In kleineren Orten gibt es manchmal mobile Toilettenanlagen mit Rampe – diese sind aber nicht immer ausgeschildert. Ein Notfallset mit Desinfektionstüchern, Einmalhandschuhen und einer kleinen Taschenlampe erleichtert den Toilettengang unterwegs erheblich.

Praktisch bedeutet das: Wer im Sommer die Wasserführung eines Baches oder Flusses einschätzen will, sollte die Niederschläge der letzten zwei Wochen betrachten und nicht nur den aktuellen Stand. Ein einzelner kräftiger Regenguss kann den Pegel kurzfristig ansteigen lassen, doch dieser Effekt verpufft oft binnen weniger Tage. Typischer Fehler ist es, nach einem Sommergewitter anzunehmen, dass der Fluss nun lange Zeit viel Wasser führt. Die Realität zeigt: Die Hochwasserwelle zieht schnell durch, und der Pegel fällt wieder auf ein niedriges Niveau.