Wenn Die Tischplatte Eine Delle Hat, Hilft Wasserdampf
Bei geöltem oder gewachstem Holz funktioniert das gut, weil Feuchtigkeit eindringen kann. Bei lackierten Flächen ist Vorsicht geboten: Hitze kann den Lack trüben, aufplatzen oder ablösen. Hier legt man das feuchte Tuch auf und arbeitet mit deutlich geringerer Temperatur oder nutzt statt des Eisens einen Topf mit heißem Wasser, dessen Boden man kurz auf das Tuch drückt. Wer unsicher ist, testet zuerst an einer unauffälligen Stelle an der Unterseite der Platte.
Typische Fehler sind zu nasse Reinigung, zu aggressives Reiben und das Auftragen von zu viel Pflegeprodukt. Auch direkte Sonneneinstrahlung oder Heizungsluft während des Trocknens schadet, weil das Leder dann spröde wird. Wer die Kopfstütze und Armlehnen regelmäßig – etwa alle zwei bis drei Monate – mit dieser Methode behandelt, verhindert, dass sich der speckige Glanz überhaupt festsetzt. Bei sehr alten oder bereits rissigen Stellen hilft nur noch der Fachmann; eigenes Aufrauen kann dort mehr Schaden anrichten als Nutzen.
Typische Fehler sind zu viel Wasser, zu hohe Hitze und zu langes Aufsetzen. Durchnässtes Holz quillt ungleichmäßig auf und bildet später Risse, starke Hitze verbrennt die Oberfläche oder hinterlässt einen dunklen Fleck. Ein weiterer Fehler ist das sofortige Nachschleifen: Nach der Dampfbehandlung braucht das Holz Zeit, um zu trocknen, oft ein bis zwei Tage. Erst danach wird die Stelle leicht angeschliffen und, falls nötig, nachgeölt oder nachlackiert.
Die Stelle sollte versteckt liegen: unter der Lasche, an der Innenseite eines Riemens oder an der Unterseite einer Polsterkante. Tropfen Sie nicht mitten auf die Sichtfläche, denn bei Rauleder bleibt ein Wasserfleck, der sich nach dem Trocknen oft nur schwer entfernen lässt. Ein sauberer Test braucht außerdem wenig Wasser — ein einziger Tropfen aus einer Pipette oder von der Fingerkuppe genügt. Zu viel Flüssigkeit verfälscht das Ergebnis, weil auch behandeltes Glattleder irgendwann durchweicht.
Feuchtigkeit, Faserrichtung und Druck richtig dosieren Die zweite Technik betrifft den Feuchtigkeitsgehalt. Trockenes Furnier ist spröde und neigt zum Splittern. Ein leichtes Anfeuchten mit einem Schwamm macht die Fasern geschmeidig, aber zu viel Wasser führt zu Quellung und späteren Rissen. Die richtige Menge liegt bei einem feuchten, nicht nassen Zustand: Die Oberfläche glänzt kurz, saugt das Wasser aber innerhalb weniger Minuten auf. Bei stark gemaserten Hölzern mit ausgeprägter Faserrichtung sollte das Furnier quer zur Biegerichtung geschnitten werden, damit die Fasern den Zugkräften nachgeben können. Längs zur Rundung geschnittenes Furnier bricht fast immer.
Eine Delle in der Tischplatte entsteht schnell: ein heruntergefallener Gegenstand, ein zu fester Schlag beim Umstellen, ein Missgeschick beim Basteln. Solange die Holzfasern nicht gebrochen oder herausgerissen sind, lässt sich die Vertiefung oft wieder herausziehen. Der Trick beruht auf einem einfachen physikalischen Prinzip: Holz quillt auf, wenn es Feuchtigkeit und Wärme bekommt. Die gedrückten Fasern richten sich dabei teilweise wieder auf und heben die Oberfläche an.
Sind die Winkel der Zargen verzogen oder die Sitzfläche hat sich gesetzt, reicht Leimen allein nicht. Hier muss der Winkel neu gesetzt werden. Dazu die Verbindung lösen, das Holz an der Auflagefläche leicht nacharbeiten und mit einem Winkel prüfen, ob Bein und Zarge wieder im rechten Winkel zueinander stehen. Erst dann leimen und verkeilen. Ein typischer Fehler ist, den Winkel nur nach Augenmaß zu richten. Mit der Zeit sackt der Stuhl dann wieder durch. Wer unsicher ist, spannt eine gerade Leiste als Hilfslinie an und kontrolliert den rechten Winkel mit einem Anschlagwinkel.
Zunächst lohnt sich eine klare Prüfung des Leimauftrags. Bei Dispersionsklebern reicht ein dünner, gleichmäßiger Film, der die Holzfasern benetzt, aber nicht durchschlägt. Wird zu wenig Leim aufgetragen, entstehen trockene Stellen, an denen das Furnier keinen Kontakt zum Trägermaterial bekommt. Diese Bereiche lösen sich später ab. Typischer Fehler: Der Leim wird mit einer zu groben Zahnspachtel verteilt, sodass die Rillen zwar sichtbar sind, aber zwischen ihnen kaum Klebstoff liegt. Besser ist eine feine, gleichmäßige Verteilung mit passender Zahnung und einer Kontrolle unter schrägem Licht.
Nicht jede Delle verschwindet vollständig. Tiefe Druckstellen oder solche quer zur Faser lassen sich nur abschwächen. In solchen Fällen bleibt das vorsichtige Auffüllen mit passender Holzmasse oder das Ausbessern durch eine Fachkraft. Wer die Ursache kennt und behutsam arbeitet, kann mit Dampf und Bügeleisen jedoch viele kleine Schäden soweit zurückbilden, dass sie kaum noch auffallen.
Zuerst muss die Art des Schadens geprüft werden. Läuft die Delle spitz zu und wirkt das Holz dort heller oder gestaucht, sind die Fasern nur zusammengedrückt – ein günstiger Fall. Sind einzelne Holzstücke herausgebrochen oder ist die Oberfläche eingerissen, hilft Dampf nicht mehr; dann bleibt nur Spachteln oder Austauschen. Ebenso wichtig: Ist die Tischplatte lackiert, versiegelt oder geölt, muss die Behandlung anders ablaufen als bei rohem Holz. Bei einer geschlossenen Lackschicht kann der Dampf nicht in die Fasern eindringen, solange die Versiegelung intakt ist.