Wenn die Dartscheibe rund läuft: Regeln und Übungseffekt

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Wie das Einbrennen richtig abläuft und wann es beendet ist Für das Einbrennen genügen wenige Durchgänge pro Segment, verteilt über mehrere Tage. Zwischen den Einheiten lässt man die Scheibe ruhen, damit sich die Fasern zurückstellen können. Ein typischer Fehler ist, das Board nach dem ersten intensiven Abend als „fertig" zu betrachten. Tatsächlich zeigt sich die endgültige Struktur erst nach einigen Spielstunden. Erst wenn die Oberfläche gleichmäßig leicht rau wirkt und die Darts überall ähnlich tief eindringen, ist der Prozess abgeschlossen. Zu erkennen ist das auch daran, dass keine einzelnen Krater mehr hervorstechen.

Bevor der erste Bohrer angesetzt wird, muss die Höhe stimmen. Die Standardvorgabe beträgt 1,73 Meter von der Mitte des Boards bis zum Boden. Diese Zahl stammt aus dem Wettkampfsport und sorgt dafür, dass Wurf und Abstand zusammenpassen. Wer nach Gefühl aufhängt, merkt spätestens beim ersten Ligaspiel, dass die Höhe nicht stimmt. Ebenfalls entscheidend ist die Wurfentfernung: Von der Boardfläche bis zur Abwurflinie sind es 2,37 Meter, gemessen entlang des Bodens.

Ein weiterer Punkt ist die Reinigung. Staub und Kreideablagerungen lassen sich mit einer weichen Bürste entfernen, die man leicht über die Oberfläche führt. Niemals mit Wasser, feuchten Tüchern oder Reinigungsmitteln arbeiten, denn Feuchtigkeit dringt in die Fasern ein und zerstört die Struktur von innen. Auch das Absaugen mit einem starken Staubsauger ist riskant, weil die Sogkraft einzelne Fasern herausreißen kann. Wer die Scheibe nur trocken abbürstet und gelegentlich dreht, hat lange Freude daran.

Der häufigste Fehler ist die falsche Wand. Eine Dartscheibe bringt je nach Modell mehrere Kilogramm auf die Waage, dazu kommen die Einschläge der Pfeile. Gipskarton oder dünne Holzverkleidungen geben nach, auch wenn die Dübel zunächst halten. Wer direkt in eine Rigipswand schraubt, ohne einen Balken oder eine tragende Unterkonstruktion zu treffen, bekommt früher oder später Spiel in der Aufhängung. Prüfen lässt sich das mit einem Klopftest oder einem Balkensucher. Trifft die Schraube keinen festen Untergrund, muss eine stabile Trägerplatte an der Wand befestigt werden, an der die Scheibe dann hängt.

Die Regeln sind schnell erklärt: Du startest bei der 1 und wirfst so lange, bis du sie triffst. Danach gehst du zur 2 über, dann zur 3 und so weiter bis zur 20. Erst wenn die 20 gefallen ist, darfst du auf das Bullseye zielen. Ein Wurf, der die falsche Zahl trifft, zählt nicht und wird wiederholt. Bei der Turniervariante mit Doppelfeldern musst du jede Zahl im Doppel treffen, was den Schwierigkeitsgrad deutlich erhöht.

Der Surround ist ein Ring, der das Dartboard umschließt und bündig mit der Wand abschließt. Er fängt Pfeile ab, die knapp neben dem Board auftreffen, und leitet sie nach unten ab. Übliche Ausführungen bestehen aus Schaumstoff oder Gummi und werden direkt auf die Wand oder auf eine Montageplatte gesteckt. Wichtig ist, dass der Innendurchmesser exakt zum Board passt. Ein zu großer Ring lässt Spalten, in denen Pfeile stecken bleiben und die Spitzen abbrechen. Ein zu kleiner Ring verdeckt das äußere Doppelfeld und verändert die Wurfgeometrie.

Wenn du keine Hilfsmittel zur Hand hast, kannst du die Höhe auch über die Entfernung zur Abwurflinie ableiten. Die offizielle Distanz beträgt 2,37 Meter von der Scheibenfläche bis zur Abwurfkante. Ein durchschnittlicher Schritt eines Erwachsenen ist etwa 0,75 Meter lang. Drei Schritte entsprechen also ungefähr 2,25 Metern. Das ist zu kurz. Vier Schritte wären drei Meter – zu lang. Du kannst die Schrittlänge mit einer bekannten Strecke kalibrieren, etwa der Breite einer Tür (meist 0,80 bis 0,90 Meter). So bekommst du ein Gefühl für die Entfernung, aber für die Höhe bleibt das unsicher. Verlass dich lieber auf die Blatt-Methode.

Vor dem Bohren muss die Wand beschaffen sein. Rigips oder dünne Holzwand trägt kein schweres Board mit Surround dauerhaft. In solchen Fällen gehört eine Trägerplatte aus Sperrholz an die Wand, auf der Board, Surround und Catchring gemeinsam montiert werden. Die Platte verteilt das Gewicht und lässt sich später rückstandsfrei abnehmen. Typischer Fehler: Das Board wird direkt in die Dämmung geschraubt, der Surround drückt dagegen, und nach wenigen Wochen hängt alles schief. Ebenso falsch ist es, den Surround mit Montagekleber zu befestigen. Beim Abnehmen reißt die Tapete großflächig ab.

Warum die Übung den Wurf stabilisiert Der größte Nutzen liegt in der Wiederholung unter wechselnden Zielen. Du wirfst nicht immer auf die 20, sondern musst deine Wurfmechanik ständig anpassen. Das trainiert die Hand-Auge-Koordination und zwingt dich, deine Standposition und den Griff bewusst zu kontrollieren. Viele Spieler stellen fest, dass sie nach einigen Runden Around the Clock auch auf die großen Zahlen sicherer treffen, weil sie gelernt haben, kleine Korrekturen vorzunehmen statt jeden Wurf mit voller Kraft zu erzwingen.