Wenn die Sonne auf den Balkon knallt: Schatten, Grün und Kosten

Aus Rettungsdienst-Wiki
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Ein häufiger Fehler ist die unterschätzte Windlast. Auf Balkonen in höheren Etagen oder in Windkanälen zwischen Gebäuden können Böen Segel und Pflanzen umwerfen. Befestigungen sollten deshalb immer mit doppelter Sicherung arbeiten. Ein weiterer Fehler: den Schatten nur auf den Sitzplatz zu beziehen. Auch die Balkonwand und der Fußboden heizen sich auf, wenn sie stundenlang in der Sonne liegen. Wer dort zusätzlich Schilfmatten oder eine helle Beschichtung anbringt, senkt die gefühlte Temperatur deutlich. Wer morgens und abends lüftet, wenn die Außenluft kühler ist als die Wohnung, holt die Hitze nicht erst auf den Balkon.

Dunkle Räume sind kein Grund, auf Grün zu verzichten. Entscheidend ist die richtige Artenwahl, denn Pflanzen, die volle Sonne brauchen, kümmern im Schatten vor sich hin und gehen nach wenigen Monaten ein. Wer Nordzimmer, Flure oder fensterferne Ecken bepflanzen will, sollte auf Arten setzen, die mit wenig Licht zurechtkommen und dazu robust sind. Die folgenden zwölf Gewächse haben sich in der Praxis bewährt: Bogenhanf, Zamioculcas, Efeutute, Philodendron, Drachenbaum, Grünlilie, Schusterpalme, Einblatt, Dieffenbachie, Bromelien, Farne und die Kletterpflanze Monstera. Allen gemeinsam ist, dass sie kurze Trockenphasen verkraften und keine direkte Mittagssonne benötigen.

Die Kosten für eine Balkonbegrünung hängen stark von der gewählten Lösung ab. Stoffsegel und Markisen sind in der Anschaffung teurer, halten aber mehrere Jahre. Rankgitter aus Holz oder Metall sind günstiger, benötigen jedoch eine Befestigung, die dem Wind standhält. Pflanzgefäße, Erde und Jungpflanzen summieren sich schnell. Wer Kosten sparen will, zieht einjährige Kletterer aus Samen selbst oder fragt im Bekanntenkreis nach Stecklingen. Wichtig ist, nicht am falschen Ende zu sparen: Eine billige Markise, die beim ersten Herbststurm ausreißt, verursacht mehr Ärger als Nutzen.

Um genau zu messen, hilft eine einfache Messsteckdose. Stecken Sie sie zwischen Steckdose und Gerät, und lassen Sie den Verbrauch über einen Tag oder eine Woche aufzeichnen. Achten Sie darauf, dass die Messsteckdose für die Leistung des Geräts ausgelegt ist – bei Heizlüftern oder Waschmaschinen reichen einfache Modelle oft nicht aus. Ein häufiger Fehler: Nur den eingeschalteten Zustand messen. Gerade der Standby-Verbrauch ist entscheidend. Messen Sie also auch, wenn das Gerät „aus" ist. Notieren Sie die Werte in einer Tabelle, dann sehen Sie schwarz auf weiß, welches Gerät wie viel zieht.

Wer keine Baumaßnahmen darf, kann mit einem mobilen Umluftgerät arbeiten, das über der Kochstelle hängt oder auf der Arbeitsplatte steht. Solche Geräte ziehen die Luft durch einen Fettfilter und geben sie gefiltert zurück. Der Effekt hängt stark vom Abstand zur Kochfläche ab: Je näher, desto besser. Ein Gerät in zwei Metern Entfernung bringt fast nichts. Häufiger Fehler: Das Gerät läuft erst, wenn es bereits qualmt. Besser ist, es zehn Minuten vor dem Kochen einzuschalten und zehn Minuten danach weiterlaufen zu lassen.

Platzsparend wird es mit einem Wäscheständer, der sich zusammenklappen lässt und über der Heizung oder in einer Nische steht. Etagenständer nutzen die Höhe und brauchen wenig Bodenfläche. Ein Wäscheständer direkt vor der Heizung trocknet schneller, darf die Heizung aber nicht abdecken, sonst staut sich die Wärme. Wer wenig Platz hat, hängt Hemden und Kleider auf Bügel und befestigt sie an einer Stange oder einem Haken. So trocknet Wäsche ohne zusätzliche Stellfläche.

Standby-Check: Die versteckten Kosten sichtbar machen Der Standby-Check ist simpel: Schalten Sie alle Geräte aus, die Sie normalerweise per Fernbedienung oder Knopf ausschalten. Gehen Sie dann zum Stromzähler und beobachten Sie, ob sich die Scheibe noch dreht oder die digitale Anzeige weiterläuft. Moderne Zähler haben oft eine kleine Leuchtdiode, die bei Stromfluss blinkt. Blinkt sie weiter, obwohl alles aus ist, zieht irgendwo ein Gerät Strom. Nun können Sie systematisch vorgehen: Stecken Sie nacheinander alle Geräte aus oder nutzen Sie die Messsteckdose, um den Verursacher zu finden. Typische Kandidaten sind Receiver, Spielkonsolen, Drucker und Ladegeräte, die auch ohne angeschlossenes Gerät Strom verbrauchen.

Bad, Schlafzimmer, Balkon: was in welchem Raum funktioniert Im Bad lässt sich Wäsche gut über der Badewanne oder in einer Ecke aufhängen, wenn dort geheizt und nach dem Duschen gelüftet wird. Ein Wäscheständer mit schmaler Grundfläche passt auch in kleine Bäder. Wichtig: nicht direkt an die Außenwand stellen, sonst bleibt die Wand feucht. Im Schlafzimmer sollte Wäsche nur tagsüber trocknen. Nachts wird weniger gelüftet, die Feuchtigkeit bleibt im Raum und sammelt sich in Matratze und Bettwäsche. Wer im Schlafzimmer trocknet, sollte morgens und abends je einmal stoßlüften und die Tür zum Flur offen lassen, damit die Luft zirkulieren kann.

Bei fehlendem Abzug nach außen bleibt nur der Umluftbetrieb. Ein Umluftfilter saugt Dämpfe an, bindet Fett und leitet die Luft zurück in den Raum. Wichtig ist die Position: Der Filter muss dorthin, wo die Dämpfe entstehen, also direkt über Pfanne und Topf. Ein Aktivkohlefilter entfernt Gerüche, ein Fettfilter aus Metall hält Partikel zurück. Beide brauchen Wartung. Metallfilter alle zwei bis vier Wochen in heißem Wasser mit Spülmittel einweichen, Aktivkohle je nach Nutzung alle drei bis sechs Monate tauschen. Ein verstopfter Filter arbeitet nicht schlechter, sondern gar nicht.