Wenn die Ständerwand auf die Türzarge trifft: sauber anschließen statt frickeln

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Die Nachrüstung einer Badlüftung wirft sofort die Frage auf, welcher Luftwechsel für kleine Bäder ausreicht. Einfach den größten Ventilator zu kaufen, ist selten die Lösung. Zu viel Abluft erzeugt Zugluft und erhöht die Heizkosten, zu wenig führt zu Schimmel. Für Räume bis etwa fünf Quadratmeter genügt meist ein Volumenstrom von 40 bis 60 Kubikmetern pro Stunde. Das entspricht einem Luftwechsel von vier bis sechs Mal pro Stunde – ein Wert, der für normale Nutzung wie Duschen oder Baden völlig ausreicht.

Am Ende wird die Fachwerkstruktur mit einer zweiten Lage Beplankung versehen, wobei die Fugen versetzt angeordnet werden. Danach schleifen Sie die Fläche und prüfen mit einem langen Lineal, ob alle Übergänge eben sind. Wenn Sie die Wand anschließend streichen oder tapezieren, wird sich zeigen, ob die Konstruktion wirklich trägt: Eine sauber aufgebaute Metallständerwand mit Wandschuhen und engem Raster bleibt auch nach Jahren gerade – ohne Setzrisse und ohne schiefe Türzargen.

Nachdem die Drainage installiert ist, sollten Sie die Abdichtung der Schachtwände überprüfen. Eine Bitumenbahn oder eine flüssige Kunststoffabdichtung, die bis zur Oberkante des Schachts aufgetragen wird, schützt das Mauerwerk vor Spritzwasser. Achten Sie darauf, dass die Abdichtung auch den Übergang zwischen Schacht und Hauswand abdeckt. Hier entstehen oft feine Risse, die sich bei Temperaturschwankungen weiten. Verwenden Sie ein elastisches Material, das diese Bewegungen ausgleicht, ohne zu reißen.

Lastabtragung über die Wandschuhe – nicht über die Profile Der häufigste Fehler beim Trockenbau im Altbau ist, die vertikalen Ständerprofile einfach in die Bodenschiene einzuklemmen und zu hoffen, dass die Wand schon stehen wird. In einem schiefen Altbau wandert die Last aber ungleichmäßig ab, und einzelne Ständer bauchen aus. Richtig ist, an den Enden der Wand sogenannte Wandschuhe zu setzen: kräftige Winkelprofile, die fest mit der tragenden Substanz verschraubt werden. Diese Wandschuhe übernehmen die gesamte vertikale Last und verhindern, dass die Wand später durchhängt.

Kernbohrungen erzeugen viel Staub und Schmutz. Kleben Sie daher eine staubdichte Folie direkt unter die Bohrposition und montieren Sie einen Auffangbeutel, wenn die Mietmaschine einen besitzt. Führen Sie den Bohrer langsam und mit gleichmäßigem Druck vor. Bei Armierung im Beton steigt der Widerstand spürbar – dann nicht weiterdrücken, sondern den Bohrkopf prüfen. Nach dem Durchbruch entfernen Sie den Bohrkern und glätten die Bohrkante mit einem Meißel oder Schleifpapier, damit der spätere Schlauch nicht an scharfen Stellen scheuert.

Abschließend sollten Sie die Lautstärke nicht unterschätzen. Ein kleiner Raum verstärkt jedes Geräusch. Wählen Sie ein Gerät mit einem Schalldruckpegel unter 35 Dezibel, gemessen in einem Meter Abstand. Das ist leiser als normales Sprechen und stört weder beim Entspannen noch beim Schlafen, falls das Bad an ein Schlafzimmer grenzt. Testen Sie die Lautstärke vor dem endgültigen Einbau, indem Sie das Gerät provisorisch anschließen. So vermeiden Sie spätere Enttäuschungen.

Erst wenn die Schienen stehen, setzen Sie die Ständerprofile ein. Der Abstand sollte im Altbau nicht 62,5 Zentimeter betragen, wie im Neubau üblich, sondern 40 Zentimeter oder weniger. Der Grund: Alte Decken und Wände arbeiten stärker, und die Beplankung aus Gipsfaserplatten braucht eine engere Unterteilung, um Spannungen aufzunehmen. Achten Sie darauf, dass die Ständerprofile nicht auf Gehrung geschnitten werden, sondern exakt rechtwinklig – nur so entsteht eine kraftschlüssige Verbindung.

Zunächst müssen Sie den Untergrund prüfen. Entfernen Sie lose Putzreste und prüfen Sie, ob die Decke tatsächlich aus Beton oder aus Holzbalken besteht. Bei Holzbalken sollten Sie die Tragfähigkeit mit einer Wasserwaage und einem langen Richtscheit überprüfen. Erst dann setzen Sie die Bodenschiene aus verzinktem Stahl. Diese wird mit Schlagdübeln befestigt, aber nicht blind in den Estrich geschossen – besser ist es, die Schiene auf eine durchgehende Holzlattung zu setzen, die Sie mit Keilen ausrichten.

Welche Drainage verhindert, dass sich Wasser im Schacht staut? Die Entwässerung ist das Herzstück eines funktionierenden Lichtschachts. Ohne eine ordnungsgemäße Ableitung sammelt sich Regenwasser im Schacht und übt Druck auf die Abdichtung aus. Ein wirksames System besteht aus einer Kiesschicht am Boden des Schachts, einem Drainagerohr mit Gefälle sowie einem Anschluss an die vorhandene Entwässerung des Hauses. Legen Sie das Rohr mit einem Gefälle von mindestens zwei Prozent, damit das Wasser zuverlässig abfließt. Die Kiesschicht sollte etwa 20 bis 30 Zentimeter dick sein und das Rohr vollständig umhüllen, um ein Zusetzen mit Feinteilen zu vermeiden.

Wer im Altbau eine Trennwand aus Metallständern setzt, merkt schnell: Die Decken und Böden sind selten waagerecht, und die Wände weichen oft um mehrere Zentimeter von der Lotlinie ab. Einfach profile an die bestehende Struktur zu schrauben, führt zu Spannungen, die sich später als Risse in den Fugen oder als knarrende Geräusche bemerkbar machen. Entscheidend ist, dass die neue Wand ihre Last nicht auf den alten Estrich oder die maroden Balken abträgt, sondern auf eine tragfähige Unterkonstruktion.