Wenn die Wäsche drinnen trocknet: So bleibt die Wohnung schimmelfrei
Die Tiefe der Schrankwand richtet sich nach dem Inhalt. Für Kleiderbügel benötigen Sie mindestens 60 cm lichte Tiefe, für Regale oft 30–40 cm. Messen Sie den vorhandenen Platz von der Wand bis zur gegenüberliegenden Wand oder bis zum nächsten Möbelstück. Addieren Sie einige Zentimeter Luft für das Öffnen der Türen. Wer hier zu knapp kalkuliert, steht später vor dem Problem, dass die Tür nicht ganz aufgeht oder der Raum zu eng wirkt. Auch der Bodenbelag spielt eine Rolle: Teppich oder Fliesen können uneben sein, was die Standsicherheit beeinträchtigt.
Ein Teppich im Wohnzimmer scheitert selten an der Farbe. Er scheitert an der Größe. Wer einen zu kleinen Teppich vor das Sofa legt, bekommt einen optischen Fremdkörper: Der Raum wirkt zerschnitten, das Mobiliar steht isoliert auf dem Boden, und der eigentliche Zweck – Ruhe und Zusammenhalt – verpufft. Die Faustregel lautet: Die Vorderbeine aller Sitzmöbel stehen auf dem Teppich, bei größeren Sofas auch die Hinterbeine. In typischen deutschen Altbauwohnungen mit 20 bis 28 Quadratmetern Wohnzimmer bedeutet das meist eine Fläche von mindestens 200 mal 300 Zentimetern, oft mehr, wenn das Zimmer langgestreckt ist. Ein Läufer zwischen Sofa und Fernseher ist kein Wohnzimmerteppich, sondern eine Stolperfalle für die Raumwirkung.
Wer diese Punkte beachtet, trocknet Wäsche in der Wohnung, ohne dass sich Schimmel bildet. Stoßlüften, Abstand zwischen den Stücken und ein gut gewählter Aufstellort sind wichtiger als jedes Zusatzgerät. So bleibt die Luft im Raum trocken, die Wäsche frisch und die Stromrechnung niedriger.
Stellen Sie die Maschine zunächst in die Waage. Legen Sie eine Wasserwaage auf die Arbeitsplatte und prüfen Sie längs und quer. Die meisten Geräte haben vier Schraubfüße: Kontermutter lösen, Fuß drehen, Kontermutter wieder festziehen. Drehen Sie nicht einen Fuß nach Gefühl, sondern immer mit der Wasserwaage. Ein häufiger Fehler: Die Füße werden zwar ausgerichtet, aber die Kontermuttern nicht angezogen. Dann wandert der Fuß während des Schleuderns und die Maschine kippelt wieder. Nach dem Justieren drücken Sie die Trommel von Hand nach unten – kein Spiel, kein Klappern.
Der wichtigste Hebel ist das Lüften. Nach dem Aufhängen der Wäsche mindestens zweimal täglich für fünf bis zehn Minuten stoßlüften, am besten mit weit geöffneten Fenstern und, wenn möglich, Durchzug. Gekippte Fenster über Stunden bringen kaum Luftaustausch und kühlen die Wände zusätzlich aus. In kleinen Bädern oder Schlafzimmern reicht das oft nicht: Dort sollte die Tür offen bleiben, damit die Feuchtigkeit sich verteilen kann, statt sich in einer Ecke zu sammeln. Wer einen Abluftventilator im Bad hat, lässt ihn während des Trocknens laufen.
Trittschall entsteht nicht im Kork selbst, sondern durch die Verbindung zwischen Boden und Rohdecke. Lose verlegte Korkfliesen oder ein schwimmend verlegter Belag ohne Randabstand geben Geräusche direkt an die Decke weiter. Prüfen lässt sich das mit einem simplen Test: In einer Ecke vorsichtig auf den Belag klopfen. Klingt es hohl, fehlt meist eine flächige Auflage oder der Randabstand wurde nicht eingehalten. Abhilfe schafft eine Trittschalldämmung unter dem Kork, eine dünne Filz- oder Korkgranulatmatte, die vollflächig aufliegt. Wichtig: Der Belag darf nirgends die Wand berühren, sonst überträgt sich jede Bewegung als Körperschall. Ein Dehnungsfuge von etwa fünf Millimetern rundum, später mit einer Sockelleiste verdeckt, löst das Problem dauerhaft.
Eine Waschmaschine, die beim Schleudern wandert oder dröhnt, hat fast immer ein mechanisches Problem – nicht der Motor ist schuld, sondern der Aufbau. Bevor Sie an Dämpfern oder Füßen drehen, prüfen Sie den Untergrund. Ein schwimmender Estrich, ein alter Holzboden mit Federwirkung oder ein schiefes Podest lassen die Unwucht direkt in den Raum. Der Boden muss tragfähig, eben und möglichst starr sein. Eine dünne Gummimatte unter der Maschine dämpft nur den Schall, sie stoppt keine Schwingung. Wer die Maschine auf einen weichen Teppich stellt, provoziert das Wandern, weil die Füße einsinken.
Bei der Pflege machen die meisten Fehler mehr kaputt als jede Abnutzung. Nasses Wischen mit viel Wasser lässt Kork aufquellen, besonders an den Fugen. Ein feuchter Wischmopp, gut ausgewrungen, reicht für die regelmäßige Reinigung völlig aus. Verzichten sollte man auf Dampfreiniger, Scheuermilch und stark alkalische Reiniger, da sie die Wachs- oder Ölschicht angreifen. Alle sechs bis zwölf Monate ist eine dünne Schicht Pflegeöl oder Hartwachs sinnvoll, aufgetragen mit einem Baumwolltuch und nach dem Trocknen poliert. So bleibt die Oberfläche geschlossen und nimmt weniger Schmutz auf.
Was bringen neue Dämpfer und wann sind sie fällig? Dämpfer sitzen zwischen Trommel und Gehäuse und bremsen die Schwingung. Sie verschleißen nach vielen Schleudergängen. Ein klares Zeichen: Die Trommel schlägt bei niedriger Drehzahl stark aus, obwohl die Maschine waagerecht steht. Testen Sie mit ausgeschalteter Maschine: Trommel kräftig nach unten drücken und loslassen. Sie darf höchstens ein- bis zweimal nachfedern. Schwingt sie mehrfach nach, sind die Dämpfer weich. Auch ein öliger Film an der Dämpferstange deutet auf Verschleiß hin. Tauschen Sie Dämpfer paarweise – ein einseitiger Wechsel erzeugt neue Unwucht. Achten Sie auf die Einbaulage und die vorgeschriebene Schraubrichtung, sonst halten die neuen Teile nicht lange.