Wenn die Wand hohl ist, hält keine Schraube wie im Vollmaterial
Auftragen lässt sich die Masse mit einem Spachtel oder einer breiten Klinge. Man drückt sie schräg ins Loch und zieht sie dann kreuzweise ab, damit keine Wulst entsteht. Der Spachtel sollte breiter sein als das Loch, sonst zieht man die Ränder mit hoch. Nach dem Trocknen – je nach Produkt zwischen einer und mehreren Stunden – steht das Schleifen an. Schleifpapier mit Körnung 120 bis 180 reicht für normale Wandfarbe. Zu grobes Papier hinterlässt Riefen, die nach dem Streichen sichtbar bleiben. Beim Schleifen entsteht viel Staub; ein Staubsauger mit feinem Filter oder ein angefeuchtetes Tuch direkt darunter hilft.
Erst wenn die Fläche trocken und staubfrei ist, wird gestrichen. Die Farbe sollte nicht zu dünn aufgetragen werden, sonst schimmert die Spachtelstelle durch. Bei stark saugenden Untergründen zuerst eine Grundierung aufbringen. Ein typischer Fehler ist, nur die reparierte Stelle zu überstreichen. Das fällt später als Fleck auf, weil die neue Farbe anders altert als die alte. Besser die gesamte Wandfläche in einem Zug rollen, dann verschwindet die Reparatur vollständig.
Wer eine Last an einer Wand befestigen will, muss zuerst wissen, woraus diese Wand besteht. Eine Gipskartonwand auf einer Unterkonstruktion verhält sich völlig anders als eine Betonwand, ein Ziegel oder eine Massivholzwand. Der Unterschied liegt nicht in der Schraube selbst, sondern darin, wo die Kraft hinwandert. Im Vollmaterial trägt der gesamte Werkstoff um das Bohrloch. Im Hohlraum gibt es diesen Werkstoff nicht – dort muss der Dübel die Last auf eine dünne Platte oder auf die dahinterliegende Konstruktion übertragen.
Farbreste sind der häufigste Grund, warum Pinselborsten verkleben und Rollenflore verfilzen. Wer Werkzeug nach dem Streichen nur kurz unter den Wasserhahn hält, riskiert, dass Reste in den Wurzelbereich eindringen und dort aushärten. Die Folge: borstige Pinsel, die keine saubere Kante mehr ziehen, und Rollen, die Farbe ungleichmäßig abgeben. Die Rettung ist einfach: sofort nach Gebrauch gründlich auswaschen, bevor irgendetwas antrocknet. Wer das einmal verinnerlicht, spart sich den Neukauf und ärgert sich nicht über schlampige Ergebnisse.
Wer die Reihenfolge einhält und zwischen den Schritten ausreichend wartet, bekommt eine Wand, an der sich die alte Bohrstelle nicht mehr erkennen lässt. Das gilt auch bei mehreren Löchern in einer Reihe: einzeln spachteln, gemeinsam schleifen, dann die gesamte Fläche streichen.
Erst wenn alle Einstellungen ausgeschöpft sind und die Tür weiterhin schleift, kommt das Abhobeln in Frage. Dabei trägst du nur so viel Material ab, dass die Tür wieder frei läuft. Ein häufiger Fehler ist, zu viel auf einmal abzunehmen. Arbeite mit einem scharfen Hobel in dünnen Spänen und prüfe nach jedem Durchgang. Schleift die Tür nur an einer kleinen Stelle, reicht oft ein vorsichtiges Anschleifen mit Schleifpapier. Nach dem Abhobeln solltest du die Kante leicht brechen und neu versiegeln, damit das Holz nicht aufquillt.
Im Hohlraum trägt nicht der Dübel, sondern die Platte Bei einer Hohlraumdecke aus Gipskarton oder Sperrholz wirkt der Dübel anders. Er spreizt sich hinter der Platte auf und legt sich von hinten an. Die Last hängt dann an der Fläche rund um das Bohrloch. Diese Fläche ist klein, deshalb sind Hohlraumdübel in ihrer Tragkraft begrenzt. Entscheidend ist, ob die Platte selbst fest genug ist und ob die Unterkonstruktion in der Nähe sitzt. Wer schwere Lasten aufhängt, sollte immer einen Treffer in einem Balken oder Profil suchen. Nur leichte Lasten gehören in die reine Plattenfläche.
Die Montage unterscheidet sich in mehreren Punkten. Im Vollmaterial wird gebohrt, der Dübel eingesteckt und die Schraube festgezogen – fertig. Im Hohlraum muss das Loch exakt zum Dübeltyp passen, oft mit einer speziellen Bohrlehre. Manche Hohlraumdübel werden mit einer Setzzange gespannt, andere ziehen sich beim Schraubeneindrehen selbst auf. Wichtig ist, nicht zu fest anzuziehen. Wer zu stark nachdreht, drückt die Platte ein oder reißt den Dübel durch die Rückseite. Ein weiterer Fehler ist, den Dübel vor dem Einführen zusammenzudrücken, obwohl er sich erst hinter der Platte aufspreizen soll.
Zuerst wird das Loch von Staub und losen Putzresten befreit. Ein trockener Pinsel oder ein Staubsauger mit schmaler Düse reicht dafür. Sitzt der Dübel noch in der Wand, wird er mit einer Zange herausgezogen; steckt er zu tief, dreht man ihn mit einer Dübelspirale oder einer schmalen Holzschraube heraus. Ein Loch mit einem Durchmesser bis etwa zehn Millimeter lässt sich mit fertiger Spachtelmasse aus der Kartusche schließen. Größere Öffnungen oder tiefe Hohlräume füllt man in zwei Arbeitsgängen, weil die Masse sonst beim Trocknen einzieht und eine Mulde hinterlässt.
Im Vollmaterial reicht in der Regel ein Spreizdübel. Beim Eindrehen der Schraube zieht sich der Dübel auf, presst sich gegen die Bohrlochwand und verklemmt sich. Die Last verteilt sich auf die gesamte Länge des Dübels. Deshalb ist die Tragfähigkeit hier hoch, sofern der Durchmesser stimmt und die Bohrlochtiefe ausreicht. Ein typischer Fehler: Das Loch wird zu groß gebohrt, weil der Bohrer verschlissen ist. Dann spreizt der Dübel nicht mehr richtig und dreht durch. Ebenso falsch ist es, einen zu kurzen Dübel zu nehmen, nur weil er gerade zur Hand ist.