Wohnzimmer kühl halten: Möbel so aufstellen, dass die Luft zirkuliert
Die Raumfarbe selbst sollte nicht mit der Bettwäsche konkurrieren. Wenn Sie sich für ein kräftiges Wandfarbkonzept entscheiden, etwa in Rostton oder Senfgelb, dann wählen Sie Bettwäsche in neutralem Leinen oder einfarbigem Baumwollstoff. Umgekehrt gilt: Bei weißen Wänden können Sie mutige Akzente über Kissen oder eine Tagesdecke setzen. Ein Fehler ist, die Wandfarbe mit der Deckenfarbe zu kombinieren, ohne die Raumhöhe zu berücksichtigen. In niedrigen Räumen (unter 2,40 Meter) sollten Sie die Decke immer weiß lassen, sonst entsteht eine bedrückende Wirkung. In hohen Räumen darf die Farbe ruhig 15 Zentimeter über die Wandkante hinaus an die Decke ziehen, das macht den Raum gemütlicher.
Schließlich geht es um die Nutzung des Raumes. Wenn du weniger Möbel hast, hast du mehr Flexibilität. Statt eines festen Esstisches kannst du zum Beispiel einen klappbaren Tisch an der Wand montieren, den du nur zum Essen ausklappst. So bleibt im Alltag eine freie Fläche für Yoga oder zum Spielen mit den Kindern. Oder du ersetzt einen schweren Teppich, der den Raum optisch verkleinert, durch zwei kleinere Läufer, die die Sitzgruppe definieren, aber den Boden dazwischen freilassen. Der größte Fehler wäre, nach dem Ausmisten sofort wieder neue Dinge anzuschaffen. Gib dir und dem Raum mindestens zwei Wochen Zeit, um die neue Großzügigkeit zu spüren. Danach entscheidest du in Ruhe, ob wirklich etwas fehlt – meistens ist das nicht der Fall.
Die Umgestaltung des Schlafzimmers beginnt nicht mit einem Möbelkauf, sondern mit der Frage, welche Farben Ihr Nervensystem tatsächlich herunterfahren. Greifen Sie nicht sofort zu tiefem Bordeauxrot oder satten Grüntönen, nur weil sie edel wirken. Entscheidend ist die Lichtreflexion: Dunkle, matte Oberflächen schlucken abends das künstliche Licht und erzeugen eine Höhlenatmosphäre, die den Schlafdruck zwar erhöht, aber auch bedrückend wirken kann. Ein Kompromiss sind mittlere Töne wie Salbeigrün oder ein warmes Greige, die sowohl bei Tageslicht als auch unter einer schwachen Lampe angenehm bleiben. Vermeiden Sie kalte Blautöne, die an Bildschirmfarben erinnern und das Gehirn eher aktivieren.
Bei Laminat-Arbeitsplatten ist die oberste Schicht eine dekorative Papierlage mit Melaminharz. Sie ist relativ robust, aber nicht unempfindlich gegen scharfe Gegenstände. Sie sollten daher niemals direkt auf der Oberfläche schneiden, auch wenn es verlockend erscheint. Besser ist es, ein Schneidebrett zu verwenden. Feuchtigkeit sollten Sie zügig entfernen, besonders an den Stoßkanten und um die Spüle herum, denn dort kann Wasser eindringen und das Trägermaterial aufquellen lassen. Zur Reinigung genügt ein mildes Spülmittel mit warmem Wasser und ein weiches Tuch. Scheuermittel, Stahlwolle oder aggressive Reiniger mit Chlor zerkratzen die Oberfläche oder lassen sie stumpf werden. Auch heiße Töpfe gehören nicht direkt auf das Laminat – sie können weiße Flecken verursachen, die sich kaum entfernen lassen. Ein Untersetzer oder ein Topflappen schafft Abhilfe.
Für die Nacht empfehlen sich indirekte Lichtquellen, die Sie nicht direkt anblicken. Eine LED-Leiste hinter dem Kopfteil oder eine Stehlampe, die gegen die Wand strahlt, verteilen das Licht gleichmäßig im Raum. Achten Sie darauf, dass die Leuchten über getrennte Schalter verfügen, damit Sie nicht beim Aussteigen im Dunkeln tappen. Ein häufiger Fehler ist die Installation von Dimmern, die nur eine niedrigste Stufe von zehn Prozent haben – das ist immer noch zu hell. Besser ist eine separate Nachttischlampe mit sehr geringer Wattzahl, die nur den Weg zur Tür beleuchtet. Vermeiden Sie Leuchten mit sichtbaren LED-Chips, da diese auch in warmweiß als grelle Punkte wahrgenommen werden.
Schablonen sind der einfachste Einstieg in die Graffiti-Optik. Dafür zeichnet man ein Motiv auf feste Pappe oder dünnes Kunststoffplättchen und schneidet es mit einem Cutter aus. Das Plättchen wird mit Malerkrepp an der Wand fixiert – nicht zu fest, sonst bleibt Farbe am Klebeband zurück. Beim Sprühen gilt: lieber in dünnen Schichten aus kleiner Entfernung arbeiten als einmal kräftig zu sprühen. Jede Schicht muss zwei bis drei Minuten trocknen, bevor die nächste folgt. Nach dem Entfernen der Schablone entsteht ein scharfkantiges Bild, das sich bei Bedarf wiederholen lässt. So entsteht eine Reihe von Motiven, etwa an einer langen Flurwand.
Eine der einfachsten Maßnahmen ist die Überprüfung der Lichtfarbe Ihrer Nachttischlampe. Viele Energiesparlampen haben eine Farbtemperatur von 4000 Kelvin, obwohl sie als warmweiß deklariert sind. Prüfen Sie die Angabe auf dem Sockel. Wenn Sie unsicher sind, kaufen Sie eine Lampe mit dimmbaren Leuchtmitteln, die von 1800 Kelvin (Kerzenlicht) bis 3000 Kelvin reichen. So können Sie abends die Farbtemperatur weit unter die Zimmerbeleuchtung senken und morgens wieder erhöhen. Ein weiterer Trick ist, die Leselampe links und rechts am Bett unterschiedlich zu positionieren: Rechts für Rechtshänder, links für Linkshänder, damit Sie nicht im Schatten Ihrer eigenen Hand lesen.