4 Regeln für den Schnitt von Johannisbeeren

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Der richtige Zeitpunkt und die richtige Techn

Bei starkwüchsigen Sorten reicht es, das Kroneninnere auszulichten und die Spitzen der Leitäste leicht einzukürzen. Bei schwachwüchsigen Sorten sollten Sie dagegen fast nur auslichten und kaum einkürzen. Ein zu starker Rückschnitt nach der Ernte treibt die Kirschen zu neuem Wachstum an, das vor dem Winter nicht mehr ausreift. Die Folge sind Frostschäden an den Triebspitzen und im nächsten Jahr weniger Blüten. Als Faustregel gilt: Nehmen Sie nie mehr als ein Viertel der Blattmasse weg.

Licht ist der wichtigste Faktor. Ein Obstbaum braucht Sonne bis ins Kroneninnere, damit sich Blütenknospen für das nächste Jahr bilden. Ohne ausreichend Licht verkahlen die unteren Bereiche, und die Früchte hängen nur noch in der Peripherie. Beim Schnitt entfernt man deshalb zuerst alle Äste, die nach innen wachsen, sich kreuzen oder steil nach oben schießen. Das Ziel ist eine Krone, durch die man von außen bis zum Stamm sehen kann. Wer das einmal pro Jahr macht, verhindert, dass der Baum später radikal zurückgesetzt werden muss.

Die Klinge selbst muss zwei Bedingungen erfüllen: Sie muss scharf sein und darf keine Riefen oder Roststellen aufweisen. Eine schartige Schneide reißt Fasern auf, auch wenn der Schnitt optisch gerade wirkt. Vor jedem Einsatz an saftführenden Gehölzen lohnt sich ein kurzer Test an einem weichen Zweig. Lässt sich der Zweig in einem Zug durchtrennen, ohne dass die Rinde ausfranst, ist die Klinge geeignet. Muss mehrfach angesetzt werden, ist sie zu stumpf oder die Zahnung zu grob.

Sauberer Schnitt statt Quetschung: worauf es an der Wunde ankommt Ein häufiger Fehler ist der Einsatz einer Astschere mit ambossartigem Gegenlager. Diese Bauart quetscht das Gewebe, auch wenn die Klinge scharf ist. Bypass-Scheren mit einer scharfen, gleitenden Klinge schneiden dagegen sauber, solange der Ast nicht zu dick ist. Bei starkem Saftdruck reicht selbst ein sauberer Schnitt nicht immer aus, um das Bluten zu beenden. Ein glatter Schnitt mit minimaler Wundfläche reduziert jedoch die austretende Saftmenge deutlich. Wird die Rinde zusätzlich mit einem scharfen Messer nachgeschnitten, entsteht eine klare Kante, die schneller verkorkt.

Ein ungeschnittener Obstbaum trägt anfangs oft reichlich, doch nach einigen Jahren wird die Krone so dicht, dass das Innere kaum noch Licht bekommt. Die Folge: Blätter und Knospen im Schatten sterben ab, die Früchte reifen nur noch außen und bleiben klein. Wer regelmäßig schneidet, hält den Baum gesund und die Ernte gleichmäßig. Der Schnitt ist kein Selbstzweck, sondern eine Maßnahme für Licht, Luft und stabile Äste.

Ein häufiger Fehler ist, den Schnitt zu nah am Stamm zu setzen. Bei gespannten Ästen sollte der Schnitt weiter außen liegen, damit der Ast nach dem Durchtrennen nicht gegen den Stamm schlägt. Ein weiterer Fehler: das Seil erst nach dem Sägen anzubringen. Dann ist die Spannung bereits frei und der Ast kann unkontrolliert fallen. Ebenfalls falsch ist ein einziger Schnitt von oben. Besser ist ein Entlastungsschnitt von unten, gefolgt von einem Schnitt von oben, der den Ast sauber durchtrennt.

Wer regelmäßig Licht und Luft in die Krone lässt und auf tragfähige, flach stehende Äste achtet, bekommt größere Früchte, weniger Krankheiten und einen Baum, der viele Jahre trägt. Der Schnitt ist Arbeit, aber eine, die sich jedes Jahr auszahlt. Fangen Sie bei jungen Bäumen an: Ein Erziehungsschnitt in den ersten Jahren erspart später mühsame Korrekturen.

Alte Ruten erkennen und sauber entfernen Alte Ruten erkennt man an der dunklen, oft graubraunen Rinde und an ihrer Dicke. Sie sind deutlich kräftiger als die jungen, hellgrünen oder rötlichen Triebe, die aus dem Boden oder aus der Basis kommen. Setze die Schere tief an, möglichst nah am Boden, und schneide die Rute ohne Stumpf ab. Ein kurzer Stummel fault leicht und wird zur Eintrittspforte für Pilze. Entferne pro Jahr etwa ein Drittel der ältesten Ruten. So bleibt der Strauch ständig im Aufbau, ohne dass ein radikaler Kahlschlag nötig wird.

Johannisbeeren tragen den besten Ertrag an jungen Trieben, die ein bis drei Jahre alt sind. Ältere Ruten verzweigen sich kaum noch, bringen weniger Früchte und machen der Pflanze nur Konkurrenz um Licht und Nährstoffe. Wer regelmäßig alte Ruten entfernt und junge Triebe stehen lässt, hält den Strauch vital und erntet über viele Jahre gleichmäßig. Der Schnitt ist keine Kunst, aber er verlangt etwas Geduld und ein Auge für das Alter der Triebe.

Woran man erkennt, dass ein Ast gespannt ist Ein gespannter Ast biegt sich oft in eine Richtung, If you are you looking for more info regarding Http://ossenberg.ch review the website. die nicht seiner natürlichen Wuchsrichtung entspricht. Typische Anzeichen sind eine leicht verdrehte Rinde, ein sichtbarer Bogen oder ein Riss an der Oberseite. Drückt man vorsichtig mit der Hand gegen den Ast, Ossenberg.Ch spürt man einen Widerstand, der in eine bestimmte Richtung zieht. Bei starken Spannungen reicht schon ein kleiner Schnitt, um eine heftige Bewegung auszulösen. Deshalb gilt: Erst prüfen, dann abspannen, dann sägen.