4 Regeln für indirektes Licht beim Fernsehabend

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Ein häufiger Fehler ist die Missachtung der Leistungsaufnahme. Eine Steckdose ist in der Regel mit einem Stromkreis verbunden, der weitere Verbraucher versorgt. Wer eine sehr starke Leuchte anschließt, kann die Sicherung belasten. Ein Blick auf die maximale Wattzahl der Leuchte und die Absicherung des Stromkreises schafft Klarheit. Verteilersteckdosen und Mehrfachstecker sind keine Dauerlösung für hohe Lasten. Besser ist es, eine freie Steckdose zu nutzen oder die Leuchte an einen anderen Stromkreis anzuschließen.

Ein weiterer häufiger Irrtum betrifft die Mischung verschiedener Leuchtmittel in einem Raum. Zwei Lampen mit unterschiedlichem Ra und unterschiedlicher Farbtemperatur erzeugen eine fleckige Farbwahrnehmung: Der eine Bereich des Sofas wirkt wärmer, der andere kälter. Wer nachträglich einzelne Leuchtmittel austauscht, sollte deshalb auf gleiche Werte achten. Ein einfacher Vergleichstest mit einem weißen Blatt Papier unter beiden Lampen zeigt sofort, ob die Farbwiedergabe zusammenpasst.

Die Montage ist einfach, aber sicherheitsrelevant. Vor dem Einschleifen eines Schnurdimmers immer den Stecker ziehen. Beim Anschluss auf die Kennzeichnung achten: Phase (L) und Neutralleiter (N) dürfen nicht vertauscht werden, sonst dimmt der Regler nicht oder brummt. Ein Touchdimmer wird meist mit zwei Klemmen geliefert und in die Zuleitung gesetzt – hier zählt die Reihenfolge: erst die Leuchte, dann der Dimmer. Fußdimmer haben oft einen festen Stecker und eine Kupplung, sie sind damit am schnellsten einsatzbereit.

Bei der Montage an der Decke gelten dieselben Regeln, mit einer Einschränkung: Der Abstand zum Untergrund ist von unten schwer einzuschätzen. Wer hier mit mehr als zehn Zentimetern arbeitet, verliert das Muster aus dem Blickfeld und sieht nur noch die Rückseite des Geflechts. Für Deckenfelder sind flache Aufbauten mit drei bis fünf Zentimetern Abstand praktikabler. Außerdem sollte das Geflecht an der Decke staubarm bleiben; feine Maschen setzen sich zu und dämpfen den Schattenwurf mit der Zeit.

Für ein Schattenmuster zählt die Distanz zwischen Geflecht und Untergrund. Liegt das Geflecht direkt auf der Wand, bleibt der Schatten hart und schmal. Bei fünf bis zehn Zentimetern Abstand wird er weicher und größer, verliert aber an Kontrast. Der brauchbare Bereich liegt meist zwischen zwei und sechs Zentimetern. Wer Paneele auf einer Unterkonstruktion aus schmalen Leisten montiert, kann diesen Abstand in Stufen testen, indem er ein Musterstück bei verschiedenen Tageszeiten beobachtet.

Rattan und Geflecht wirken an der Wand oder Decke erst dann, wenn Licht und Schatten ins Spiel kommen. Eine einzelne Scheibe sieht flach aus. Erst wenn das Licht seitlich einfällt, entstehen jene Streifen, Rauten und Wellen, die den Reiz dieser Materialien ausmachen. Wer das Muster dauerhaft sichtbar machen will, muss deshalb zuerst die Lichtrichtung im Raum prüfen, bevor irgendetwas befestigt wird.

Für die praktische Umsetzung genügt meist eine einzige zusätzliche Lichtquelle. Deckenlicht bleibt aus, denn es erzeugt denselben Kontrast wie ein unbeleuchteter Raum. Steht keine Steckdose hinter dem Fernseher zur Verfügung, lässt sich eine Leuchte mit Akku oder ein batteriebetriebener LED-Streifen verwenden. Der Aufwand ist gering, der Effekt auf Augen und Schlafqualität jedoch deutlich spürbar.

Ein häufiger Fehler ist die Position direkt über dem Sitzplatz. Dort reflektiert das Licht auf dem Bildschirm oder erzeugt Schlagschatten im Raum. Ebenfalls problematisch ist eine Leuchte mit sichtbarer Glühbirne im Blickfeld – auch wenn sie schwach ist, stört der helle Punkt. Besser ist ein Schirm, eine Blende oder eine Ausrichtung zur Wand. Wer unsicher ist, stellt die Leuchte zunächst provisorisch auf und beobachtet, ob sie beim Blick auf den Bildschirm wahrnehmbar ist. Ist sie es, muss die Position oder die Helligkeit angepasst werden.

Ein heller Raum und ein heller Bildschirm nebeneinander erzeugen den stärksten Kontrast im Wohnzimmer. Die Augen müssen ständig zwischen zwei sehr unterschiedlichen Helligkeiten umschalten, was auf Dauer ermüdet und den Schlaf stört. Die einfachste Gegenmaßnahme ist eine Lichtquelle hinter oder neben dem Gerät, die den Kontrast abmildert, ohne selbst ins Auge zu fallen.

Ausrichtung, Flechtung und Lichtquelle zusammenbringen Die Ausrichtung der Flechtung entscheidet, ob das Muster ruhig oder unruhig wirkt. Verlaufen die Streben parallel zum Lichteinfall, entstehen lange, gleichmäßige Linien. Stehen sie quer dazu, ergibt sich ein dichtes Rautenmuster. Ein häufiger Fehler ist, die Flechtung nach der Wand auszurichten statt nach dem Fenster. Das Ergebnis wirkt tagsüber zufällig und abends, bei künstlichem Licht von oben oder unten, völlig anders als geplant. Wer sowohl Tageslicht als auch Lampen nutzt, sollte die Ausrichtung an der Hauptlichtquelle ausrichten und die zweite Lichtsituation bewusst in Kauf nehmen.

Der Farbwiedergabeindex, kurz Ra oder CRI, beschreibt, wie naturgetreu eine Lichtquelle Farben sichtbar macht. Die Skala reicht von 0 bis 100, wobei 100 bedeutet, dass die beleuchteten Farben exakt so erscheinen wie unter Tageslicht. Für die meisten Wohnräume gilt: Ab einem Ra von 90 sind Holztöne und Stofffarben zuverlässig zu beurteilen, zwischen 80 und 89 wird es kritisch, darunter ist die Farbwirkung praktisch nicht mehr vorhersagbar. Der Wert steht auf der Verpackung von Leuchtmitteln, oft in kleiner Schrift neben der Lichtfarbe und der Lumenzahl.