5 Entscheidungen für den Tausch von Badewanne zu Dusche
Zunächst müssen Sie die Kontaktflächen des Flachbandkabels prüfen. Diese sind meist mit einer dünnen Isolierschicht überzogen, die nicht leitet. Entfernen Sie diese Schicht nur an den tatsächlichen Anschlussstellen – am besten mit einem feinen Schleifpapier oder einem speziellen Abisolierwerkzeug. Die Länge des abisolierten Bereichs sollte exakt der Kontaktbreite des Verbinders entsprechen. Zu viel abisoliert führt zu ungewolltem Kontakt zwischen benachbarten Leiterbahnen; zu wenig verhindert eine sichere Verbindung.
Für die Montage an Betondecken benötigen Sie Dübel, die für die Deckenlast zugelassen sind. Beachten Sie: Die Schiene selbst wiegt wenig, aber die Spot- oder Panel-Leuchten, die Sie später einschieben, können durchaus schwer sein. Planen Sie pro Meter mindestens drei Befestigungspunkte, bei langen Schienen alle 50 Zentimeter. Markieren Sie die Bohrlöcher mit einem Bleistift und kontrollieren Sie mit einem Leitungssucher, ob in der Decke keine Stromkabel oder Wasserrohre verlaufen. Wenn Sie eine abgehängte Decke aus Gipskarton haben, müssen Sie spezielle Hohlraumdübel verwenden und zusätzlich eine Montageplatte hinterlegen, damit die Schiene nicht durchhängt.
Wann die Deckenlauf-Schiene die bessere Wahl ist Ein Deckenlauf eignet sich, wenn Sie eine sehr hohe Tür haben oder die Wand keine stabile Befestigung zulässt – etwa bei einer Trockenbauwand, die nur mit dünnen Profilen verstärkt ist. Deckenmontagen verteilen das Gewicht auf mehrere Punkte und sind unabhängig von der Wandbeschaffenheit. Praktisch ist das auch bei Raumteilern, die nicht bis zur Decke reichen, sondern als mobile Wand eingesetzt werden. Allerdings müssen Sie die Deckenkonstruktion prüfen: Eine abgehängte Decke aus Gipskarton trägt ein Türgewicht von 30 Kilogramm nur dann, wenn Sie direkt in die Tragkonstruktion (Metallschienen oder Holzbalken) verschrauben.
Bei der Planung der Armaturen sollten Sie die Position des Wasseranschlusses überprüfen. In den meisten Altbauten liegt der Anschluss für die Wanne an der Wand, während eine Dusche oft eine separate Unterputz-Armatur mit Handbrause und Kopfbrause benötigt. Sie müssen dann die Wasserleitungen in der Wand verlängern oder versetzen – das bedeutet Stemmarbeiten und eine neue Fliesenfläche. Kalkulieren Sie ein, dass Sie nach dem Eingriff nicht einfach die alten Fliesen wieder anbringen können. Planen Sie daher die komplette Fläche neu zu fliesen oder zumindest eine großzügige Reparaturzone mit passenden Ersatzfliesen einzuplanen. Ein versierter Handwerker kann die alten Fliesen meist sauber entfernen, aber die Nachbestellung gleicher Fliesen ist oft nicht mehr möglich.
Die Wandschiene ist die klassische Lösung für normale Raumhöhen. Sie wird horizontal an der Wand über der Türöffnung befestigt. Wichtig ist, dass die Wand aus massivem Material besteht – Beton oder Ziegel sind ideal. Bei Gipskartonwänden müssen Sie spezielle Hohlraumdübel verwenden, die das Gewicht der Tür sicher tragen. Achten Sie darauf, dass die Schiene exakt waagerecht ausgerichtet ist; schon eine Abweichung von zwei Millimetern führt dazu, dass die Tür von selbst rollt. Montieren Sie die Schiene so, dass die Tür im geöffneten Zustand mindestens zehn Zentimeter an der Wand anliegt, um Finger zu schützen.
Ein weiterer kritischer Punkt ist die Zugentlastung. Kabel, die direkt von der Front zur Stromquelle führen, sollten nicht an der Lötstelle oder Crimpstelle hängen. Fixieren Sie das Flachbandkabel in einem Abstand von einigen Zentimetern hinter dem Verbinder mit einem Kabelbinder oder einem Klebepad an der Möbelfront. Sonst entsteht bei jeder Bewegung eine Hebelwirkung, die die Verbindung im Inneren des Verbinders allmählich zerstört. Eine durchdachte Kabelführung mit sanften Radien verhindert zudem Knicke, die die Leiterbahnen brechen lassen.
Wer zuerst misst, spart später das Kopfschütteln Bevor Sie eine Schiene kaufen, messen Sie die Raumhöhe und die Position vorhandener Deckenlampen. Planen Sie die Schiene so, dass sie nicht parallel zur Fensterfront verläuft, wenn Sie indirektes Licht wünschen – besser ist eine Position etwa einen Meter von der Wand entfernt, damit das Licht schräg auf Vorhänge oder Bücherregale fällt. Notieren Sie sich die genaue Länge, denn die Schienenmodule gibt es in festen Segmenten; Endkappen und Verbinder müssen Sie separat einplanen. Ein typischer Fehler ist, die Schiene zu kurz zu kaufen und dann einen zusätzlichen Verbinder einbauen zu müssen, der die Optik stört und die Kontaktierung anfällig macht.
Nach der Montage testen Sie jede Funktion separat: Schalten Sie die Schiene ein, bevor Sie die Abdeckungen anbringen, und prüfen Sie, ob alle Leuchten leuchten und ob der Dimmer ohne Flackern reagiert. Wenn Sie mehrere Schienen verbinden möchten, verlegen Sie die Verbindungskabel so, dass sie nicht unter der Schiene hindurchführen, sondern in einem Kabelkanal an der Decke entlanglaufen. Ein letzter Tipp: Bestimmen Sie vor dem Kauf die Lichtfarbe. Spots mit 2700 Kelvin erzeugen ein warmes, gemütliches Licht, 4000 Kelvin wirken eher sachlich. Eine Stromschiene mit einzeln schwenkbaren Spots gibt Ihnen die Flexibilität, nachträglich Akzente auf Bilder oder Pflanzen zu setzen, ohne neue Bohrlöcher. Wenn Sie diese Punkte beachten, bekommen Sie eine Beleuchtung, die nicht nur dekorativ ist, sondern auch die Raumwirkung deutlich verbessert – und das ohne Staub und Putz.