5 Tricks Gegen Streifen Beim Decke Streichen Im Gegenlicht

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Typische Fehler sind Hektik, falsche Werkzeuge und Streichen bei direkter Sonneneinstrahlung oder Zugluft. Beides lässt die Farbe zu schnell antrocknen, sodass sich Ansätze nicht mehr verbinden. Auch zu kalte Farbe aus dem Keller fließt schlecht – sie sollte Zimmertemperatur haben. Wer diese Punkte beachtet und die Decke vor dem endgültigen Urteil bei schrägem Licht prüft, sieht Streifen sofort und kann nass nacharbeiten, bevor alles trocken ist.

Bei Unsicherheit hilft ein zweiter Blick mit einem anderen Gerät oder das Hinzuziehen einer fachkundigen Person. Vor dem Bohren einer tiefen Öffnung für Dübel oder Schwerlastanker lohnt es sich, die Wand mit einem dünnen Probebohrer an einer unkritischen Stelle zu prüfen. Wer mietet, sollte den Vermieter nach Plänen fragen. Und wer in einer Altbauwohnung mit unklarer Elektrik arbeitet, sollte vor dem Bohren die Sicherung für den betreffenden Stromkreis ausschalten – nicht als Ersatz für die Ortung, sondern als zusätzliche Absicherung.

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Spachtelmasse richtig wählen und auftragen Für kleine Löcher bis etwa daumengroß reicht fertige, streichfähige Spachtelmasse aus dem Eimer. Größere Vertiefungen füllt man in zwei Gängen: erst eine Portion hineindrücken, kurz antrocknen lassen, dann eine zweite Schicht bündig zur Wand abziehen. Wichtig ist, dass die Masse nicht überquillt. Ein Spachtel, breiter als das Loch, zieht die Oberfläche glatt und vermeidet einen Rand. Bei tiefen Löchern kann man vorher ein Stück zusammengedrücktes Zeitungspapier oder einen passenden Holzdübel als Füllkörper einsetzen, damit die Masse nicht nachsackt.

Beim Auftragen in einem Winkel von etwa 45 Grad zur Decke rollen und danach ohne Druck nachziehen. Der Druck entscheidet über die Schichtdicke: Zu viel Druck quetscht die Farbe heraus und hinterlässt dünne Streifen, zu wenig Druck erzeugt eine zu dicke Schicht, die später glänzt. Zwei dünne Anstriche sind besser als ein dicker. Zwischen den Anstrichen mindestens die angegebene Trockenzeit einhalten, sonst wird der zweite Anstrich zum Glanzfilm und zeigt jede Bewegung der Rolle.

Streifen auf der Decke fallen meist erst auf, wenn das Licht schräg einfällt – also abends, wenn die Stehlampe leuchtet oder die Sonne flach durchs Fenster scheint. Genau dann zeigt sich, ob gleichmäßig gearbeitet wurde. Die Ursache liegt selten am Material, sondern fast immer an der Technik: zu wenig Farbe, zu schnelles Arbeiten oder ein trockener Pinsel, der den Ansatz markiert. Wer die folgenden Punkte beachtet, bekommt eine Decke ohne sichtbare Bahnen.

Die richtige Walze ist ebenfalls entscheidend. Eine Kurzflorrolle mit etwa 10 bis 12 Millimetern Florstärke nimmt genug Farbe auf und gibt sie gleichmäßig ab. Zu lange Florrollen hinterlassen Struktur, zu kurze oder billige Rollen drücken die Farbe unregelmäßig heraus. Vor dem Rollen die Walze satt in die Farbe tauchen und auf einem Gitter abstreifen, nicht am Rand der Dose. So bleibt die Farbmenge konstant und es entstehen keine trockenen Stellen.

Konkret gilt: Neu verputzte, gespachtelte oder stark saugende Wände brauchen eine Grundierung. Das erkennt man mit einem einfachen Test: Ein paar Tropfen Wasser auf die Wand geben. Zieht die Wand das Wasser innerhalb weniger Sekunden ein, ist sie saugfähig und muss grundiert werden. Bleibt das Wasser stehen, ist der Untergrund gesättigt oder versiegelt – dann ist keine Grundierung nötig, aber möglicherweise ein Haftgrund. Kreidet die Wand beim Darüberstreichen mit der Hand ab, muss zuerst die lose Schicht entfernt werden.

Zuerst wird das Loch vorbereitet. Sitzt noch ein Dübel darin, dreht man ihn mit einer passenden Schraube heraus oder zieht ihn mit einer Zange. Danach entfernt man Staub und lockere Putzreste mit einem Staubsauger oder einem trockenen Pinsel. Ein feuchter Lappen ist ungeeignet, weil er den Staub in die Poren drückt und die Spachtelmasse später nicht mehr haftet. Bei größeren Löchern, etwa von Wandankern, sollte man den Rand mit einem Spachtel leicht anschrägen, damit die Masse Halt findet.

Nass in nass arbeiten, aber zügig Der eigentliche Trick liegt im durchgehenden Arbeiten ohne Unterbrechung. Die Farbe wird in Bahnen von etwa 50 bis 60 Zentimetern Breite aufgetragen, immer überlappend, und zwar so, dass die Kante der vorherigen Bahn noch feucht ist. Ein halb getrockneter Ansatz lässt sich nicht mehr verlaufen und bleibt als Schatten stehen. Deshalb nie Bahn für Bahn komplett durchtrocknen lassen, sondern die ganze Decke in einem Zug streichen. Bei großen Flächen zu zweit arbeiten: einer rollt vor, einer zieht mit dem Pinsel oder einer breiten Rolle nach.

Nach dem Trocknen folgt das Schleifen. Je nach Produkt dauert das je nach Schichtdicke unterschiedlich lange; erst wenn die Stelle hell und hart ist, wird geschliffen. Ein Schleifklotz mit mittlerer Körnung, etwa 120er, eignet sich für den ersten Gang. Man arbeitet mit leichtem Druck in kreisenden Bewegungen und kontrolliert zwischendurch mit der flachen Hand, ob noch eine Erhebung zu spüren ist. Anschließend fein nachschleifen und den Staub vollständig entfernen. Wer den Staub nicht abnimmt, streicht ihn später in die Farbe und erhält eine raue Stelle.