Alte Bohrung verschließen und neu bohren – so gelingt der saubere Wechsel

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Schwellen und Türen: Die ersten Stolperfallen im Alltag Beginnen Sie mit einer Bestandsaufnahme. Gehen Sie durch jede Tür und notieren Sie, wo eine Schwelle das Überqueren erschwert. Oft reicht es, die Schwelle durch eine abgeschrägte Rampe aus Gummi zu ersetzen, die man ohne Werkzeug verlegen kann. Bei Türen sollten Sie prüfen, ob die Türbreite mindestens 80 Zentimeter beträgt – das ist das Minimum für einen Rollstuhl oder einen Rollator. Ist die Tür zu schmal, hilft oft das Auswechseln der Scharniere, die die Tür um einige Zentimeter verbreitern. Typischer Fehler: Man denkt nur an die Zimmertüren, vergisst aber die Wohnungstür oder die Tür zum Balkon. Messen Sie also wirklich alle Durchgänge. Achten Sie darauf, dass der Bodenbelag in Türbereichen keine Unebenheiten aufweist. Teppiche mit dicken Kanten sollten Sie entfernen oder mit Klebeband fixieren, da sich Rollatoren darin verfangen können.

Warum die Reihenfolge über den Erfolg entscheidet Beginnen Sie stets mit der Suche nach Feuchtigkeitsquellen. Dunkle Flecken an Decken oder Wänden, ein modriger Geruch im Keller oder verfärbte Fugen im Bad sind Warnsignale. Prüfen Sie Dachrinnen, Fallrohre und das Gefälle rund um das Haus. Wasser, das nicht schnell abfließt, dringt mit der Zeit in das Mauerwerk ein. Ein häufiger Fehler ist es, solche Probleme zu vertagen und zunächst mit der Elektrik zu beginnen. Ist die Wand später noch feucht, müssen Sie die frisch verlegten Leitungen wieder öffnen.

Typische Fehler passieren beim Öffnen des Ventils zu schnell. Dann schießt Wasser heraus, das Sie nur schwer wieder auffangen. Drehen Sie deshalb immer langsam und nur so weit, dass Sie das Zischen hören. Ein weiterer Fehler: das Entlüften bei laufender Pumpe. Dadurch wird die Luft fein im System verteilt und nicht abgeführt. Auch das Arbeiten an heißen Heizkörpern ist riskant – Sie können sich verbrennen. Lassen Sie die Anlage abkühlen, bevor Sie beginnen, vor allem wenn Sie an Ventilen im oberen Bereich arbeiten. Warten Sie außerdem nach dem Nachfüllen mindestens eine Stunde, bevor Sie die Pumpe wieder einschalten.

Das Gefälle prüfen und den Aufbau richtig planen Ein fehlendes oder falsches Gefälle ist der häufigste Fehler bei der Balkongestaltung. Liegt der Untergrund waagerecht oder sogar leicht zum Haus hin, müssen Sie vor dem Verlegen eine Ausgleichsschicht einplanen. Dafür eignen sich Keilkeile aus Holz oder spezielle verstellbare Stelzlager. Diese erhöhen den Boden und schaffen gleichzeitig einen Abstand zur darunterliegenden Abdichtung. Achten Sie darauf, dass das Gefälle nicht durch die Klickfliesen selbst erzeugt wird – diese werden immer eben verlegt. Die Neigung entsteht ausschließlich durch den Unterbau. Messen Sie mit einer Wasserwaage an mehreren Stellen, ob das Gefälle gleichmäßig ist. Ein typischer Fehler ist, nur am Rand zu messen und die Mitte zu vernachlässigen. Gerade bei größeren Balkonen sackt die Ausgleichsschicht leicht ab, wenn sie nicht ausreichend verdichtet wurde.

Die Verlegung der Klickfliesen selbst ist unkompliziert, erfordert aber Sorgfalt. Beginnen Sie in einer Ecke und arbeiten Sie sich Reihenweise vor. Lassen Sie zwischen den Fliesen und der Wand eine Dehnungsfuge von etwa fünf bis zehn Millimetern, damit sich das Material bei Wärme ausdehnen kann. Ohne diese Fuge wölben sich die Fliesen im Sommer. Klicken Sie die Bahnen vollständig ein und kontrollieren Sie jede Verbindung, bevor Sie weitermachen. Bei der letzten Reihe müssen Sie die Fliesen oft zuschneiden. Nutzen Sie dafür eine feine Säge oder eine Stichsäge mit einem geeigneten Blatt. Messen Sie zweimal, schneiden Sie einmal. Vermeiden Sie es, die Fliesen mit Gewalt einzuklopfen, da sonst die Klickverbindungen brechen. Wenn Sie um Pfosten oder Ecken herum verlegen, zeichnen Sie die Konturen genau an und schneiden Sie anschließend mit einem Cuttermesser oder einer Lochsäge.

Haben Sie keine offensichtlichen Wasserschäden gefunden, widmen Sie sich als Nächstes der Statik und der Sicherheit. Risse in tragenden Wänden oder ein abgesackter Türsturz sind keine kosmetischen Mängel. Wenn Sie unsicher sind, holen Sie eine fachkundige Einschätzung ein, bevor Sie Materialien kaufen oder Wände einreißen. Ein typischer Anfängerfehler ist es, eine nicht tragende Trennwand zu entfernen, ohne zu prüfen, ob darüber eine Decke oder ein Dach lastet. Auch der Zustand der Elektrik gehört in diese frühe Phase: Alte Leitungen mit defekter Isolierung sind eine akute Gefahr und sollten vor dem Verputzen erneuert werden.

Ein weiterer Punkt ist die Überwinterung. Klickfliesen sind in der Regel frostbeständig, aber Schnee und Eis sollten Sie dennoch entfernen. Verwenden Sie einen Kunststoff-Schieber und niemals einen Metallschaber, der Kratzer hinterlässt. Streusalz ist tabu, da es die Oberfläche angreift und bei Fliesen mit Antirutschbeschichtung die Wirkung zerstört. Alternativ nutzen Sie Sand oder Splitt. Wenn Sie die Fliesen im Winter abnehmen möchten, lagern Sie sie trocken und gestapelt, ohne schwere Gegenstände darauf zu stellen. Prüfen Sie vor dem erneuten Verlegen im Frühjahr die Klickverbindungen auf Beschädigungen. Ein einzelnes gebrochenes Teil können Sie meist nachkaufen, aber achten Sie auf die exakt gleiche Charge, da Farbabweichungen möglich sind. Mit der richtigen Vorbereitung und Pflege halten Klickfliesen viele Jahre und machen den Balkon zu einem angenehmen Ort.