Warum die Sofa-Rückseite den ganzen Raum ruiniert
Kosten entstehen nicht nur durch Material. Die Unterkonstruktion aus Profilen, Abhängern und Verbindern kostet Geld, ebenso die Beplankung mit Gipskarton oder Spezialplatten. Dazu kommen Spachtelmasse, Fugenband, Schrauben und eventuell Dämmmaterial. Ein wesentlicher Posten ist die Elektroinstallation: Kabel ziehen, Dosen setzen, Spots anschließen und dimmbare Trafos einplanen. Wer handwerklich geschickt ist, kann die Beplankung selbst übernehmen, sollte aber die Elektrik von einer Fachkraft abnehmen lassen. Typische Fehler sind zu wenige Deckenauslässe, fehlende Reserveleitungen für spätere Spots und das Vergessen von Revisionsklappen für Trafos oder Verteilerdosen.
Zwanzig Zentimeter Tiefe klingen nach zu wenig für alles außer einem Blumentopf. Tatsächlich reicht diese Tiefe für eine Ablagefläche, auf der Tassen, Bücher und Tablets sicher stehen, und für eine Sitzgelegenheit, die man kurzfristig nutzen kann. Entscheidend ist nicht die Tiefe allein, sondern wie die Fläche an der Wand befestigt wird und wie hoch sie über dem Boden liegt. Wer das vorher prüft, spart sich später das Nachbessern.
Die Montage ist einfach, aber die Vorbereitung entscheidet. Der Untergrund muss trocken, sauber und fettfrei sein. Alte, bröselige Dichtungsreste vollständig entfernen, sonst hält das neue Profil nicht. Das Profil auf die richtige Länge schneiden, dabei die Ecken nicht auf Gehrung, sondern mit leichtem Überstand arbeiten, damit keine Lücke entsteht. Beim Aufkleben Stück für Stück andrücken, nicht das ganze Band auf einmal abziehen. Nach dem Schließen prüfen: Der Flügel muss sich noch ohne starken Druck schließen lassen, das Profil darf nicht quetschen.
Beim Badumbau lässt sich viel Geld sparen, wenn man Arbeiten selbst übernimmt. Die entscheidende Frage ist nicht, ob man handwerklich geschickt ist, sondern ob man die rechtlichen und technischen Folgen eines Fehlers tragen kann. Wer falsch arbeitet, riskiert nicht nur Schäden, sondern auch den Verlust der Gewährleistung auf angrenzende Gewerke und im schlimmsten Fall Probleme mit der Versicherung. Deshalb sollte man vor dem ersten Hammerschlag genau trennen: Was darf man selbst, was muss ein Fachbetrieb machen?
Uneingeschränkt selbst ausführen lassen sich Abbrucharbeiten, das Entfernen alter Fliesen, das Abstemmen von Putz und Estrich sowie das Entsorgen von Bauschutt. Auch das Stemmen von Schlitzen für Leitungen ist erlaubt, solange man nicht in tragende Bauteile eingreift. Typischer Fehler: Zu tiefe Schlitze in Stahlbeton oder das Durchtrennen von Bewehrungsstahl. Das schwächt die Statik und ist ohne Statiknachweis unzulässig. Ebenfalls selbst machbar sind Trockenbauarbeiten, das Verkleiden von Installationsschächten und das Setzen von Dämmung, solange die Dampfsperre korrekt ausgeführt wird.
Danach werden die Laufwege eingetragen. Zwischen zwei Möbelstücken oder zwischen Sofa und Wand sollten mindestens 60 Zentimeter liegen, damit eine Person bequem durchgeht. Soll jemand mit Tablett oder Wäschekorb passieren, sind 80 Zentimeter realistischer. Der Hauptweg vom Türbereich zum Fenster oder zur Terrasse muss frei bleiben und darf nicht durch ein Möbelstück unterbrochen werden. Ein häufiger Fehler: Das Sofa wird quer in den Raum gestellt, weil es optisch gut aussieht, und blockiert den einzigen Zugang zur Balkontür. Erst nach dem Einzeichnen aller Laufwege werden Sofa, Sessel und Regal platziert.
Sitzabstand zum Fernseher richtig berechnen Der Abstand zum Fernseher hängt von der Bildschirmdiagonale und der Auflösung ab, nicht vom persönlichen Geschmack. Eine brauchbare Faustregel für Full-HD-Geräte: Der Abstand in Zentimetern entspricht etwa dem Dreifachen der Bildschirmdiagonale in Zoll, multipliziert mit 2,5. Bei einem 55-Zoll-Fernseher sind das rund 3,4 Meter. Bei 4K genügt das Anderthalbfache dieser Distanz. Wer zu nah sitzt, sieht bei Full HD Pixelstrukturen, wer zu weit weg sitzt, erkennt Details nicht mehr. Die Augenhöhe sollte auf Höhe der oberen Bildschirmhälfte liegen, sonst entstehen Nackenschmerzen.
Ein Wohnzimmer wirkt selten wegen der Möbel ungemütlich, sondern wegen der Wege dazwischen. Bevor irgendein Möbelstück gerückt wird, gehört der Grundriss auf Papier. Millimeterpapier oder eine kostenlose Zeichenanwendung auf dem Rechner genügen. Maßstab 1:50 ist praktisch: Ein Meter im Raum entspricht zwei Zentimetern auf dem Blatt. Zuerst werden Wände, Fenster, Türen, Heizkörper und Steckdosen eingezeichnet, denn diese Elemente sind unveränderlich und begrenzen jede Planung.
Zwischen Sofa und Couchtisch sollten 35 bis 45 Zentimeter liegen, damit die Beine beim Aufstehen nicht anstoßen und Getränke erreichbar bleiben. Der Couchtisch darf nicht breiter als zwei Drittel des Sofas sein, sonst wirkt die Sitzgruppe überladen. Ein typischer Planungsfehler ist der zu große Teppich oder der zu kleine: Der Teppich sollte mindestens unter den vorderen Sofafüßen liegen, besser unter allen Füßen der Sitzgruppe. Sonst wirkt der Bereich zerrissen.